vernichtetes Privateigentum! Zwar wird die Bevölkerung sich
und ihre transportfähige Habe rechtzeitig in Sicherheit gebracht
haben; aber wie mag es in den tausend Wohnungen aussehen,
wenn die Menschen zurückkehren! Kann man ohne tiefes Mitgefühl
mit den unschuldigen Leuten sein, die am meisten unter
dem Krieg zu leiden haben? Und ist man ein Feind Frankreichs,
wenn man eine Ententepolitik verurteilt, die so namenloses Unglück
über die nordöstlichen Provinzen der Republik gebracht hat?
Wer mit eigenen Augen all diese Folgen des Krieges, Kummer,
Armut und Vernichtung sah, müßte sich selbst verachten, wenn er
nicht laut die Politik verurteilte, die allein an all diesem Unglück
Schuld trägt!
„Aber warum rückt nicht auch die Armeeleitung vor?“ fragte
ich, nachdem die Truppen sechs oder sieben Kilometer vor der
letzten Linie Stellung genommen hatten.
„Weil man die Telegraphen- und Telephonleitungen nicht sofort
verlängern und das ganze System von Verbindungen mit der
neuen Frontlinie ändern kann.“ «
Am folgenden Tag wurde Varennes genommen und damit
die ganze Maschinerie ein Stück weiter nach Südwesten vorgeschoben.
Aber mm begann der heutige Tag zur Neige zu gehen; die Sonne
näherte sich den Wipfeln des Argonner Waldes. Ein lehrreicher
Tag für mich! Bon der Tätigkeit an der deutschen Front hatte
ich eine klare Vorstellung bekommen, von den Franzosen aber nichts
anderes gesehen als ihr Feuer und die Gefangenen. Ich hatte
die unglaublich sichere und ruhige Leitung des deutschen Oberkommandos
bewundert. Es war wie ein Spiel, das unter gewissen
Boraussetzungen gewonnen werden mußte. Und wenn all
diese Voraussetzungen im voraus gegeben und bekannt waren,
dann hegte niemand den geringsten Zweifel am Ausgang. Und
die Voranssetzungen waren: ausgezeichnetes Menschenmaterial, wirkliche
Ritter ohne Furcht und Tadel, ein Volk, das in Friedens-=zeiten
willig ist, genug und mehr als genug für die Verteidigung
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