Metadata : Die Hausgesetze der regierenden Deutschen Fürstenhäuser. Zweiter Band: Hessen, Lippe, Mecklenburg, Reuß, Oldenburg. (2)

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liche  männliche  Leibs-Lehens-Erben,  nach  dem  Willen  Gottes  abgienge,  daß  alsdann
  die  übrigen  Drey  dem  Abgestorbenen  in  seinen  zugetheilten  Landen  und
Leuthen,  auch  sonst  aller  Verlassenschafft,  sämmbtlichen  succediren,  und  keine
Töchter  etwas  am  Fürstenthumb  Hessen  und  darzu  gehörigen  Grafschafften,  Pfandschafften,
  Baarschafften,  fahrender  Haab,  gegenwärtigen  oder  zukünfftigen  Güthern,
oder  andern,  alldieweil  Manns-Personen  von  uns  oder  unsern  Nachkommen  vorhanden
  wären,  erben,  sondern  mit  ihrem  gewöhnlichen  Heuraths-Geld,  als  ihrer
verordneten  Legitima,  abgesondert  und  zufrieden  seyn,  auch  bräuchlichen  Verzicht
thun  sollen,  außerhalb  was  ihnen  die  Erb-Verbrüderung  derer  Häuser  Sachsen
und  Hessen  gebe,  uff  den  Fall  der  mannliche  Stamm  der  Fürsten  zu  Hessen
aller  abgienge  etc.;  ferners  Inhalts  des  väterlichen  Testaments,  und  dann  Wir
befinden  und  erkennen,  daß  die  väterliche  Disposition  und  Verordnung  nicht  allein
  dieses  Fürstenthumbs  löblichen  Herkommen,  und  obbemelter  Häuser  Sachsen
und  Hessen  von  undenklichen  Jahren  wohlherbrachter,  und  von  Römischen  Kaysern
  und  Königen  stattlich  confirmirter  Erbverbrüderung  gemeß  ist,  sondern
  auch  ohne  das  zu  Erhaltung  unsers  Fürstlichen  Standes,  Stamms  und  Nahmens
  gereicht,  so  haben  Wir  darauff  einander,  bey  geschwornem  Ayd,  versprochen
und  zugesagt,  und  thun  das  hiermit  und  in  Kraft  dieses  Brieffs,  wissentlich,  vor
Uns  und  alle  Unsere  Erben  und  Nachkommen:  daß  nicht  allein  Wir  es  vor  unsere
Personen  bey  dieser  väterlichen  Verordnung,  der  Succession  halber,  bleiben  lassen,
und  der  zuwider  nichts  überall  vornehmen  wollen,  sondern  daß  es  auch  künfftiglichen,
  bey  unsern  allerseits  Erben  und  Nachkommen,  Fürsten  zu  Hessen,
zu  ewigen  Zeiten,  also  steiff,  fest  und  unverbrüchlich  gehalten
werden,  und  kein  Tochter  oder  gebohrn  Fräulein  zu  Hessen,  zu
ewigen  Zeiten,  die  Fälle  tragen  sich  gleich  zu  wie  sie  immerhin
wollen,  alldieweil  Manns-Personen  von  Uns,  unsern  ehelichen,
mannlichen  Leibs-Erben  und  Nachkommen,  Fürsten  zu  Hessen,  im
Leben  seyn,  etwas  am  Fürstenthum  Hessen  und  darzu  gehörigen
Graffschafften,  Herrschafften,  Pfandtschafften,  Baarschafften,
fahrender  Haabe,  gegenwärtigen  oder  zukünfftigen  Güthern,  oder
andern,  erben,  sondern  davon  gänzlich  durch  die  Manns-Personen
ewiglichen  ausgeschlossen  seyn  und  bleiben,  und  sich  mit  Ihrem
verordneten  Heurath-Guth  und  Abfertigung,  als  ihrer  verordneten
  Legitima  und  Gebührnus,  endlich  begnügen  lassen  sollen;
darzu  dann  unser  Jeder  sich,  seine  Erben  und  Nachkommen,  bey  seinem  und  ihrem
Gewissen,  durch  Krafft  und  Macht  dieses  Briefs,  ewiglich  und  unwiederrufflich
verpflichtet,  verstrickt  und  verbunden  haben  will.

Und  damit  dem  allenthalben  so  viel  steiffer  und  gewisser  gelebt  und  nachgesetzt
  werde,  so  sollen  und  wollen  Wir,  und  nach  uns,  unsere  eheliche  mannliche
Leibs-Lehens-Erben  und  Nachkommen,  Fürsten  zu  Hessen,  unsere  vom  heyligen
Römischen  Reich,  auch  alle  andere  von  Churfürsten,  Fürsten  und  Prälaten  herrührende
  I,ehen,  keines  ausbeschieden,  jetzo  und  künfftiglich,  allwege  in  sammbt
und  zugleich  empfangen,  und  deßfalls  immerzu  in  unzertrennter  Sambtbelehnung
  sitzen  bleiben;  auch  unser  einer  des  andern  nachgelassenen  Söhnen