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der Theologie als einen großen Festungsbau-Verständigen kennen,
mit dem sich von Türkenkriegen und vom Feldmarschall
Münich sprechen lasse; und wovon mochte auch Karl Alerander
lieber als davon sich unterhalten? Selbst überdieß noch
der Ton, wie Bilfinger sprach, erhielt durch die unhöfische
Art, die er hatte, eine doppelt anziehende Krast für einen
Fürsten, der gar nicht höfischer Art war. Ohnedieß war zugleich
höchste Klarheit der Ideen, eben so sicher selbst besessen,
als schuell mitgetheilt, cine wahre Eigenthümlichkeit
des Bilfingerischen Geisies, und dieß gab also auch bei einem
bäufigeren vertrauteren Umgange mit ihm Jedem, der gerne
schnell und klar sah, eine höchst wohlthärige Empfindung.
Der Herzog wollte demnach diesen Tübingischen Professor
bald beständig um sich haben, und die erste neue Amtsbestimmung,
die er ihm in dieser Beziehung gab, *) war die eines
Geheimen Kabineksraths, so daß er nebst dem damaligen Regierungsrath
Keller beständig um ihn, den Herzog, seyn, und
mit Kellern wie manche Arbeiten, so auch die Responsabilität
theilen sollte.
Der Name Geheimerrath, den er damals erhielt,
schien also nicht sowohl die Hauptbestimmung desselben zu
machen, als vielmehr nur Rang und Besoldung desselben zu
firiren, und zugleich auch die Jukunft eines Mannes zu sichern,
der lange genug umhergetrieben worden war, um nicht wieder
auf's Neue alle Gefahren einer unsteten Versorgung, wie die
eines bloßen Kabinetsraths war, beliehen zu wollen. Man
schien auch in der That ihm, dem ordentlichen Professor der
Theologie zu Tübingen, nach den damaligen Verhältnissen
*) S. das Dekret (Heilbronn, 18. Dezember 1755), wodurch Vilfinger
zum Geheimenrath ernannt wurde.