Full text : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

o#ieon############—A
Lichtspiele  Helios.  Im  Hotel  „Deutscher
  Kaiser“  9rlangt.  heute  Samstag  und  morgen
  Sonntag,  30  31.  Januar  außer  dem
neuesten  aktuellen  a  Da  im  Bild

„Biwackleben  der  tapferen  Bayern  und  Vormarsch
  zum  Gefecht“  eine  ergreifende  Kriegserifode
  aus  den  heutigen  Tagen  „Ein  Wiedersehen
  in  Feindesland“  in  drei  Alien  zut  Vorführung.
  Interessante  Nebennummern  sind  dem
Piogramme  beigegeben.  Besonderes  Interesse
dũrfte  „Unsere  zukünftige  Wehrmacht“  erregen.

Malersport
Aschau:  Rodelbahn  Maisalm  hergerichtet.
Stigelände  sehr  gut.  Pulverschnee,  Schlittenfahrt
  gut,  im  Tal  40  Zim.  Neuschnee.
Brannenburg.Wenvelstein-  Rodelbahn
Scklipfgrubalm  sehr  gut,  Schigelände  Wendelstein-Mitteralm
  sehr  gut.  Schlittenfahrt

gut.

Feilnbach:  Rodelbahnen,  Schlittenbahn  sehr
gut,  Schigelände  gut.

Frasdorf:  Leicht  bewölkt.  Rodelbahn  fahrbar,
  Schibabn  vorzüglich,  Schnechöhe  60  Zentimeter.



Kiefersfelden:  Rodelbahn  rom  Buchberg
gut,  Schi=  und  Schlittenbahn  gut,  Schneehöhe
30  Zentimeter.

OberauvorfM  Brünstein:  Rodebihn  voringlic,
  hoh:  Schne:wände,  Schibahn  Pulvereucc.


Oberaudorf=  Hocheck:  Rodelbahn  Hoch-*

  Sa  watzenders  sehr  gut,  Schigelände  sehr

EOlw  nvorf.  Spisstein:  Schigeländ:  letr
gut.  Pulverschnee  auf  Harsch.

Der  Weltkrieg.

Große  Erfolge  auf  der  ganzen  Fronl

WITB.  Großes  Haupt-Quartier,  den
30.  Januar,  vormittags.  Amtlit.

Die  französischen  Verlaste  in  den  Kämpfen
nördlich  Nieuport  vom  28.  Jan.  waren  groß.
Ueber  300  Maroklaner  u.  Algierer  liegen  tot
in  den  Dünen.

Der  Feind  wurde  durch  unser  Artilleriefeuer
  auch  genern  daran  gehindert,  sich  bis  an
die  Dünenhöhe  östlich  des  Leuchtturmes  mit
Sappen  heranzuarbeiten.

 

Südlich  des  Kanals  von  La  Basse:  entrissen
heute  nacht  unjere  Truppen  den  Franzosen  im
Anschlusse  an  die  von  uns  am  25.  Januar  eroberten
  Stellungen  zwei  weitere  Gräben  und
mackten  uber  60  Gefangene.

Im  weslichen  Tell  der  Argonnen  unternahmen
  uniere  Truppen  gestern  einen  Angreff,  der
uns  einen  nicht  unbedeutenden  Geländegewinn
einbrachte.

An  Gefangenen  blieben  in  unferen  Händen  12
Offiziere,  731  Mann.  Erbeutet  wurden  12
Moschinengewehre,  10  Geschütze  lleineren  Kali-.
  Die  Verluste  des  Feindes  sind  schwer.

365  Toie  liegen  auf  dem  Kompffelde.  Das
n  Infanterieregiment  Nr.  155  scheint
aufgerieben  zu  sein.  Unsere  Verlufte  sind  verhältnismäßig
  gering.

Fran-öfische  Nachtzner  is  Versuche  füdöstlich

Verdun  wurden  unter  sch  wernen  Verlusten  für
den  Feind  zurückgeschlagen.

 

dhosen  aus  dem  Dorf  Angpmont  auf  Bremenil
  geworfen.  Angomont  wurde  von  uns  beseyt.

*  Oestlicher  Kriegsschauplatz.

In  Ostpreußen  griffen  die  Russen  erfolglos
den  Brückenkopf  östlich  Darlehmen  an.  Sie  beschossen
  unsere  Befestigungswerke  östlich  der
Seenplatte  und  versuchten  südöstlich  des  Löwentin-Sees
  einen  Angriff,  der  in  unserem  Feuer
zusammenbrach.

Nussische  Nachtangriffe  in  Gegend  Borzymowm
  ösftlich  Lowisz  wurde  unter  schwersten
Verlusten  für  den  Feind  zurückgeworfen.

Oberste  Heeresleitung.

Unser  Kaiser  im  Feuer.

Berlin,  30.  Jan.  Bei  Soissons  hat,  wie
die  „Neue  (Politische  Korrespondens“  erfährt,
Kaiser  Wllhelm  unmittelbar  im  schärfsten  Feuer
gehalten  und  konnte  nur  durch  die  dringendsten
  Vorstellungen  seiner  Umgebung  nach  längerer
  Zeit  veranlaßt  werden,  den  gefährlichen
Standort  zu  verlassen.  (J.)

Die  Kämpfe  in  Nordfrankreick.

Amsterdam,  30.  Jan.  „Dailn  Chronicke“
meldet  aus  Norofrankreick:  Die  Kämpfe  in
Nordfrankreich  werden  #weifellos  bald  wieder
heftiger  werden.  Dies  in  am  besten  daraus

zu  ersehen,  daß  am  Montag  und  Dienstag
Mieden  zahlreiche  belgische  Flüchtlinge  aus
Vvern  und  Dimuiden  ankamen.  Das  Blatt
schildert  die  Lage  in  der  Gegend  von  Hazebroul!
und  Armentieres  als  sehr  ungünstig.  (J#.)

Der  deutsche  Sieg  bei  Soissons.

Brüssel,  30.  Jan.  Im  Anschluß  an  die
franz  ölllsee  hierderlade  bei  Soissons,  durch  welche
die  deutschen  Streitkräfte  wieder  in  der  Richtung
  nach  Paris  vorgegangen  sind,  wisd  aus
der  fran  öfiscken  Hauptstadt  wieder  eine  Maslenflucht
  der  wohlhabenden  Bevölkerung  nach
dem  Süden  gemeldet.  In  den  von  der  Regierung
  unabhängigen  Zeitungen  wird  der
Pessimismus  offenkundig  zur  Schau  getragen.

Der  Dank  des  Königs  von  Sachsen.

Dresden,  30.  Jan.  Der  König  von  Sachsen
  hat  aus  Anlaß  des  Erfolges  bei  Craonne
dem  kommandierenden  General  des  12.  Armeekorps
  folgendes  Telegramm  zugehen  lassen:

„Habe  mit  großer  Freude  von  schönen  Erfolgen
von  Teilen  des  Korps  gehört  und  bitte  Ew
Exrzellenz,  den  beteiligten  Truppen  herzliche
Eräß:  und  warmen  Dank  von  mir  auszusprechen.
Friedrich  Auguft.“  (3Z.)

Der  Luftschiffangriff  bei  Libau.

Amsterdam,  30.  Jan.  Wie  der  „Daily
Telegraph“  aus  Petersburg  meldet,  sturzte  lich
eine  Anzahl  zussischer  Schiffe  auf  das  in  die  See
gefallene  deutsche  Luftschiff  und  ein  wütendes
Bombardement  begann.  Der  Kampf  dauerte
jedoch  nur  kurze  Zeit.  Nach  einigen  Schüssen
ergab  sich  die  Besatzung,  der  Kapitän,  drei
Offiziere  und  drei  Matrosen.  Die  „Nowoje
Wremja“  behauptet,  daß  die  Russen  das  Recht
bätten,  die  Besatzung  als  Moörder  zu  behandeln,
  weil  sie  unverteidigte  Plätze  beschossen
börten.  .  Das  unverteidigte  Libau  be-(teht
  nur  in  der  Phantasie  der  Russen.

Ein  neutrales  Urteil.

Zürich,  30  Jan.  Die  „Neuen  Züricher
Neuesten  Nachrichten“  schreiben:  Alle  Genialität
Joffres  scheint  das  Wanken  in  der  eisernen
Mauer  im  Werten  nicht  mehr  aufhalten  zu

 

find,  ist  ar,  sie  bieten  aber  doch  gewisse  entscheidende
  Vorbereitungen.  Die  Niesenenergie
Joffres  hat  auch  bereits  mit  dem  Zusammendruch
  der  jehigen  Stellungen  gerechnet  und
alle  Vorbereitungen  für  eine  zweite  eiserne
Mauer  nach  Einsturz  der  ersten  sind  getroffen.
Aber  diese  Mauer  würde  nicht  mehr  so  stark
sein  wie  die  erste  und  ihre  Verteidiger  würden
  nicht  mehr  vie  gleichen  sein,  wie  die  letzigen.
  Es  wäre  der  Anfang  des  letzten  verzweiselten
  Widerstandes,  der  allerdings  bei  der
Tapferkeit  der  Franzosen  und  Engländer  im.
mer  noch  eine  sehr  ernste  Sache  wäre.  —
Im  Osten  bereiten  sich  große  Dinge  vor.  Hindenburgs
  Bulletins  werden  zusehends  knapper
und  lakonischer,  was  bisher  stets  ein  sicheres
Zeichen  war,  daß  ein  Schlag  von  ungemeiner
Bedeutung  nahen  wird.  Nach  den  heute  bekanntgewordenen
  amtlichen  russischen  Bekanntmachungen
  wollen  die  Russen  Lemberg  und
damit  Ost=  und  Westgalizien  räumen,  nach
ihren  Aussagen  natürlich  nur  vorübergehend.
Mit  dem  Rückzug  der  Russen  aus  Galizien
bräche  ihre  ganze  Offensive  zusammen.

Der  „Matin"“  über  die  Kriegslage.

Berlin,  30.  Jan.  Der  „Matin“  zieht  einen
Vergleich  zmiischen  1870  und  1915;  er  sagt
schlie.  lich:  U  #r:  Fende  bimäit  ten  sich  ungegeheurer
  Pfänder,  welche  sie  bei  Abschluß  des
Krieges  vorzulegen  beabsichtigen.  (J.)  Man
sieht,  selbst  bei  dem  „Malin“  beginnt  es  allmählich
  zu  dämmern!

Neue  Erfolge  der  „Karlsruhe“.

Basel,  30.  Jan.  Nach  einer  Meldung  aus
Tokio  hat  die  „Karlsrul  e“  in  den  ameritanischen
  Gewässern  wieder  zwei  englisce,  und  einen
französischen  Dampfer  versenlt.  (J.)

Die  Umwerbung  Schwedens.

Kopenhagen,  30.  Jan.  Die  Gesandten
von  Ruhßland,  England  und  Frankreich  haben
am  26.  Januar  bei  der  Regierung  in  Stockholm
einen  neuen  Schritt  getan,  welche:  die  Wiedereeröffnung
  der  schwedischen  Durchfahrtsstraße  für
Kriegsmaterial  nach  Rußland  bezweckt.  Schweden
  hat  abgelehnt.

Vor  Warschau.

Berlin,  30.  Jan.  Der  Kriegskorrespondent
des  „Berl.  Tagbl.  “"  meldet,  die  deutschen  Schützengräben
  sind  bis  an  den  Fortgürtel  von  Warschau
  herangeschoben  worden.

Der  Vormarsch  der  Deutschen  in
Rußland.

Rotterdam,  30.  Jan.  Die  „imes-  berichten
  aus  Petersburg:  Die  Lätigkeit  der
Deutschen  in  den  Osbeskiden  fängt  an,  der
wichtigste  Faktor  der  militärischen  Lage  zu
werden.  Diese  Tätigkeit  entwickelte  sich  schon
längs  einer  Front,  die  sich  von  dem  Dullapaß
bis  Wyskow  erstreckt.  Przemysl  liegt  im  Zentrum
  der  Vormarschlinie.  Die  Deutschen  und
Oesterreicher  bezwecten  mit  dieser  Bewegung
wohl  den  Entsatz  dieser  Festung.  (Z.)

Neuc  österreichische  Erfolge.

Petersburg  29.  Jan.  Die  „„Nowoje
Wremja“  meldet:  Die  österreichischen  Truppen
haben  bei  Andrejew  bedentende  Crfolge  erfochten.
  Es  ist  ihnen  gelungen,  verschiedene  Höhenryounkte
  nördlich  der  Stadt  besetzen,  die  das
Jedatal  beherrschen.  Die  Oesterreicher  beherrschken
  dort  auch  mit  ihren  schweren  Geschützen
die  Eisenbahnlinie  Kielce,  die  beschossen  wird.

Der  ussische  Rückzug  in  Ungarn.

 

drängt.  Er  ist  nun  bestrebt,  nach  der  pannartigen
  Flucht  jem#eits  der  Grenze  seine  Kräfte
in  Ordnung  zu  bringen.  Bei  der  Kopflosigkeit,
mit  der  die  Russen  geflohen  sind,  konnte  es
geschehen,  daß  infolge  gänzlicher  Verwirrung
das  Gros  ihrer  Kräfte  direlt  gegen  unsere  Siellungen
  anlief,  wo  sie  natarlich  entwa  snet  wurden.
  Man  kann  die  Verluste  der  Russen  nicht
annãhernd  zahlenmäßig  angeben.  So  viel  aber
ist  bereits  erwiesen,  daß  drei  russische  Bataillone
vernichtet  und  ungeheuer  viel  Muntktion,  Proviant
  und  Maschinengewehre  erbeutet  wurden.

Der  russische  Rückzug  aus  der
Bukowlna.

Wien,  30.  Jan.  Der  Rüchzug  der  Russen
dauert  fort.  Sie  haben  auch  Kimpolung  geräumt.
  Ein  aus  Lemberg  geflohener  polnischer
Advokat  erzählt,  daß  er  mit  einem  russischen
Offizier  in  Lemberg  eine  Unterredung  über  die
Kriegsdauer  gehabt  habe.  Der  Offizier  erllärte,
  daß  dieser  Krieg  nicht  lange  dauern
könne.  Dieser  Krieg  sei  ein  wirtschafillicher  und
könne  das  iel-  leiner  Partei  eine  Gebietseroberung
  sein.  (

Gegen  die  ftalienischen  Kriegs.
heer

Rom,  30.  Jan.  Das  Vlatt  Moment)?,  dem
sich  verschiedene  andere  liberal-  katholische  Blät
ter  anschließen,  veröffentlicht  eine  Erllärung
gegen  die  Kriegohetzer  und  die  im  Dienste  des
Dreiverbandes  srehende  Presse.  Mit  stolzer  Eutrüstung
  sagt  das  Blatt:  Bekämpfen  wir  die
Parteinahme  für  den  Dreiverband,  die  durch
verfälschte  Artikel  über  die  Stlärle  und  Erfolge
des  Dreiverbandes,  die  Versprechungen,  Italien
könne  eine  leichte  Kriegsbeute  gewinnen,  die  ernsten
  Erwägungen  der  verantwortlichen  Stellen
vergebens  machen  wollen.

Budapest,  30.  Jan.  Das  „Neue  Budapester
  Journal  meldet:  Hier  einlaufende  Nachrichten
  von  Diplomaten,  deren  Authentizität  unzweifelhaft
  ist,  berichten  die  erfreuliche  Tatsache,
  daß  alle  Bemühungen  der  Kriegahetzer
in  Italien  und  Numänien  ergebnislos  geblieben

jind.  In  beiden  Staaten,  namentlich  im  letz
teren,  wurde  in  den  letzten  Tagen  eine  be

stimmte  Wendung  zugunsten  der  Zentralmächte
beobacktet.  (Z.)
Der  Suezkanal  definitio  gesperrt?

Mailand,  J0.  Jan.  Nach  Meldungen  hie
siger  Blätter  ist  der  Verkehr  auf  dem  Su:zy
kanal  definitiv  eingestellt.  (3.)

Die  Lage  in  Aegynpten.

Wien,  30.  Jan.  Den  letzten  hier  eingetroffenen
  Beichten  zufolge  beginnt  die  Lage  fur
die  Engländer:  und  en  ne  ic:  ZEZultan  Hussein
Kemal  imme-  sen  ½½  11  werden.  Hussein
Kemal  vermeroc,  1.05  ossentlich  zu  zeigen,  da
er  Anschläge  auf  seine  Person  befürchtet.  Viele
Ulemas,  die  sich  weigerten,  für  ihn  zu  beien.
murden  verhaftet.  Aus  dem  Innern  des  Lan
des  kommen  Nachrichten  über  wachsende  Unlicherheit.
  (.3.)
Amerika  und  die  japanische  Hilfe.

Genf,  J0.  Zan.  Clemenceau  berichtet  über
ein  Gespräch  mit  einem  amerilanischen  Journalisien:
  Lehterer  behauptelec,  Amerika  verhindere
deshalb  die  japanische  Hilfe,  weil  es  überzeugt
ist.  daß  Englande  nächiles  Ziel  die  Vernichtung
der  Vereinigten  Staaten  durch  Japan  sei.
Europa  möge  veriichert  lein,  Amerika  wolle
sein  Wohl,  indem  es  die  Japaner  abbalte.  Es
wäre  ein  Armutszeugnis  für  die  Entente,  wenn
deren  ungeheure  Macht  nicht  siegbringend
wäre.  Clemenceau  versichert  jedoch,  diese  Ansicht
  vermöge  jedoch  Frankreichs  Bitte  um  ja

 

er  aber  jagte  mit  einem  treut
auf  dem  Gesicht
„Nicht  voch,  Herr  Inspektor.  Armbänder
tragen  doch  bloß  die  ganz  seinen  Herren,  ich  kann
das  ja  gar  nicht  verlangen,  ich  gehe  Ihnen  wirklich
  nicht  durch.“
„Wer  dir  traut."
ragen  Sie  den  Herrn  Toktor.  Bei  der
Seliskeit  meiner  alten  Tante,  die  heme  noch  lebt.
verspreche  ich,  daß  ich  nicht  durchnehe.  Der  Herr
Doktor  hat  mich  einmal  um  zweieinhalb  Jahre
schweiger.  Pritsche  herum  gebracht,  das  vergesse  ich
ihn
„Na  denn,  ich  werde  mir  zur  Vorsorge  die
beiden  Tinger  einstecken  und  draußen  im  Walde
wollen  wir  dich  schließen.  Ordonnanz,  macken
Sie  sich  ferrig  uns  zu  begleiten  und  beforgen
eine  geschlossene  Droschte.
Derr  Infoektor,  das  kann  ich  ja
eigentlich  gar  nidt  verlangen.“
Es  war,  wie  der  Gesangene  berichtet  hatte.
W  dem  Frankfurter  Stadlwalde,  wo  ein  schmaler
Steig  von  der  Hauptstraße  auer  durch  in  der
Richtung  nach  der  Riedbahn  getauen  ist,  durchbricht
  den  Kiefernwald  ein  dichtes  Weißdorngestrüpp,
  wie  geschaffen,  um  Eintrechern  einen
Unterschlupf  zu  gewähren.  Hier  bereichnete  der  Gejangene
  die  Stelle,  die  beiden  gegangen
waren  und  wo  sie  den  falschen  Bart  und  das
blutige  Taschentuch  wegteworfen  hätten.
nd  sich  au  ofort.  genau  wie  die  Mitteilung
  gelantet  hatte,  das  Gesuchte  und  nun  erklärte
  Breitschwert  uu  eien  e  Begleitern,  daß  er  vollkommen
  allein  nsche.
er  Inspe  or  wollte  Eusruch  erheben,  weil
aubte,  die  könntrn  noch  in  der
Näße  fem  und  dem  oktor  Schaden  zufügen.
Aber  der  Tetelliv  schumelle  unwillig  mit  dem

vvI  Lächeln

So  jein,

 

können.  Daß  auch  die  letzten  deutschen  Er-  Budapest,  30.  Jan.  Der  Spezialbericht:  anische  Hilfe  nicht  zu  erschüttern.  England

folge  bei  La  Bassee,  Soissons,  Reims  und  in  erttatter  des  *  Hirlap  meldet:  Aus  dem  s  müsse  sich  endlich  klar  aussprechen.  (3.)

Kopte.  leuen  war,  sich  nicht  eher  über  den  Fortgang  der  Ein  elwas  spottisches  Lächeln  alitt  uber  das
.Wenn  S  Sie  hier  bleiben.  zerstrenen  Sie  Tinge  zu  äußern,  bis  Uuge  Gesicht  des  freiwilligen  Polizinen.

mich,  ich  muß  jeßt  meine  Gedanken  gann  für  mich
allein  haben.  Kabren  Sie  rubig  nach  Oause  und,
wenn  ich  innerkalb  vierund  zwaniig  Stunden  nich:
zurück  bn  ur.  tunen  Sie  meine  Fahrlen  auf
dann  iste#t  »Iugestoßen,  ich  werde  sie  deutlich
genug  für  Zie  in

„Wollen  Sie  die  gefundenen  (renstände  behalten,
  lieber  Errund,  s#a  gle  der  Ini  ipe

.  Nonn,  mem,  nehmen  Sie  ruhig  alre  mit  ich
brauche  nichts  mehr  als  das,  was  mir  die
Morder  meines  treuen  Tieners  anf  ihrem  Wege
zurückgelassen  haben.  Und  nun  Mdien.“

Alle  gingen  weg,  während  Breitschwen  sich  an
den  Rand  des  Gestru  vps  niedersetzte,  den  Kopf  in
beide  Hände  stünte  und  in  tiefes  Nachdenken  verfiel.
So  saß  er  auch  noch,  als  bei  der  letzten  Wegbiegung
  der  Juspektor  sich  umwandte,  um
—  zu  Lesleigen  und  nach  dem
Polizeipräsidium  zurückzufahren.

VI.

ktlich  nach  vierundzwanzigstündiger  Abwesenhe
  kehre  Wreitschwert  in  seine  Wohnun
urück.  Er  war  still  und  einsilbig  und  spr  ncch
ich  nicht  aus  über  das,  was  er  entdeckt  hatte.
Es  wollte  dem  e  nse  fast  scheinen,  als
ob  er  gar  nichts  ermittelt  und  außerordentlich
niedergeschlagen  wäre.  Jeder  nach  die  Richtung

   
 

ielenden  Anjrage  wich  er  ila  entlich  aus,  es
chüttelte  mit  Sen  3n  re  und  vo  4ch

„Lassen  Sie  8  n,  t  sind  die  Verborruis
  nicht  es  Sie  wissen,  ich  bin  tn  L#

8

E  ackere  nicht,  bevor  ich  S
uge  wußte,  daß  die  Schwei  9t  1
isters  nicht  er#  Mangel  an  Vertrauen  bedeutete,

  jondern  daß  es  eine  seiner  Fiaentümlicher

  #  einer  wirklichen  Entdeckung
  gelangt  war.  Aber  dieses  Schweigen.
hatte  doch  einen  befriedigenden  Charakter,  denn
so  lange  Breitschwert  mit  Kluge  und  anderen  über
den  Fall  dislutierte  und  dem  Fall  verschiedene
Auffassungen  abzugewinnen  suchte,  war  er  durchaus
  unsicher.  Hüllte  er  sich  erst  einmal  in  unverbrüchliches
  Schweigen,  so  hatte  er  den  Weg  gefunden.
  auf  dem  er  das  Problem  zu  lösen  imstande

gam  hatte  der  Doktor  sein  Frühstück  mit
dem  gewohnten  Appetit  eingenommen  und  die
zahlreichen  Zeitungen,  die  er  gewöhnlich  zu  lesen

pflegte,  überflogen,  als  ihm  der  Besuch  des  Inspeltors
  gemeldet  wurde.  Kluge,  uch  in  seiner
Vielseitigkeit  augenblicklich  auch  die  Rolle  des

Dieners  spiclte,  führte  den  Beamten  sosort  in  das
Arbeitszimmer  seines  sters.

„Ah,  das  ist  schön,  bober  Toltor,  daß  ich  Sie
teise  ich  habe  Sihos  8  dagt  gi  wären  noch

auf  der  brecher.  Nun,
tuter  r  n  etwas  ermnk  Fnr

.Sie  wissen,  lieber  Freund,  sche  nicht

gerne  von  meinen  Ermitt  zungen  und  mache  selbst
Ihnen  gegenüber  leine  Ausnahme.“

„Wie  immer,  der  Unnahbare,  der  große
Schwei  er.  Nun,  ich  will  nicht  in  Sie  dringen.
ich  will  Sie  Ihren  Prinzipien  nicht  abwendig
machen,  aber  es  tut  mir  leig  daß  ß  ich  Sie  jetzi
Ihrem  Problem  entreißen  m

wird  nicht  gehen,  ich  lroe  keinen  neuen

 

Fall  meh
„Den  Feil.  den  ich-  huen  zu  offerieren  habe,
werden  Sse  schon  am  ehmen.  den  er  st  33
o

 

einer  ganz  bes  —i0  eutung
Mnen  mit  einem  Schlage  alles  n  ots,
IAbnen  bisber  nicht  in  27  Schoß  filel.

Sehen  Sie,  mein  Freund,  birher  sind  Sie
sozmfagen  ein  Privaldetekliv  gewesen,  dabei  allerdings
  von  allen  Fachleuten  des  Komtnents  hoch
geehrt  und  geachtet  und  so  lonnte  es  nicht  ausbleiben,
  daß  die  Slaatsregierung,  in  dem  Augenblick,
  wo  sie  eines  Manner  von  Ihrer  Umsicht,
von  Ihrer  Kenntnis,  von  Ihrem  Muute  bedarf,
auch  die  Hand  auf  Sie  legt.

Breitschwert  zog  die  Augenbrauen  zusammen,
ein  Zeichen,  daß  er  intensiv  an  ctwas  dachte.
Dann,  sagte  er  nach  einer  Pause  zu  Kluge  gewandt:


„Ich  hätte  mich  dach  jetzt  allerdings  etwas
aus  dem  Problem  zurückgezogen  und  wenn  der
Auftrag  der  Staatsregierung  mich  nicht  allzu  lange
sesselt,  so  könnte  ich  ihn  vielleicht  ohne  Schaden
meiner  gegenwärtigen  Arbeit  alzeptieren.“

„Sehen  Sie,  da  kommen  wir  der  Sache

schon  piiber  it  66,  lieber  Juspel
rum  handelt's  ieber  Inspeltor,
spreche  Sie  frei  von  der  Leber  weg.“

„Ich  muß  vorher  bitten,  4  Ihr  treuer
Gehiije  uns  verlaßt.  Mein  Auftrag  ist  streng
sekret  und  ich  darf  selbst  den  bewährtesten  Mitarbeiter
  nicht  ins  Geheimnis  ziehen.“

„Es  i#.  au.  Kluge  .“

Jan  vohl,  Herr  Toltor.“
Der  Machtnersster  zog  sich  geborsam  zurück.
„Nun  jrechen  Sie  ungehindert.“

Nor#chs##  doirt