Aummer 728
Besuch des Reichskanzlers in München.
Der Reichskanzler wird in den nächsten Tagen
nach München reisen, um die Besuche des
bayerischen Ministerpräsidenten Grafen Hert.
ling in Berlin zu erwidern. Der Kanzler dürfte
während seines Aufenthaltes auch von König
Ludwig empfangen werden. Die Ankunft in
München erfolgt am Montag vormiltag. Wie
verlautet, wird sich der Kanzler auch nach Stutt
gart und Karlsruhe begeben.
Vom Reichstag.
Der Reichstag wird nach Verabschiedung der
Sleuergesetze und des Elats, wie der anderen
ihm vorliegenden Gesetzentwürfe Ende der nächsien
Woche seinen diesjährigen Sessioneabschnitt
schließen. Auch die neue Kreditvorlage wird bis
dahin verabschiedet sein. Die sozialdemokratische
Froktion wird für die Kreditvorlage, aber gegen
den Etat stimmen, letzteres mit der Begründung,
daß die von ihr nicht genehmigten Kriegesleuern
in den Etat hineingearbeitet werden. Die nächite
Tagung des Reichslages dürsle am 7. November
beginnen. Eine der ersten Vorlagen, die
ihm dann zugehen wird, dürfte ein Gesetzent
wurf auf Verlängerung der Legislaturperiode
sjein, die im normalen Verlaufe der Dinge im
Jannar 1917 abgelaufen sein dürfte.
Neue Kriegssteuern in Franklreich.
Der französische Finanzminister wird in oiesen
Lagen der Kammer neue Kriegssieuergesetzent.
würse vorlegen. Darumer wird sich eine neue
Allohol. Steuer befinden. Bei Annahme der
Vorlagen soll sich die jährliche Mehreinnahme
aus den Steuern auf 900 Millionen Francs
beziffern.
deutschlands Vlehbefland.
Nach den vorläusigen Ergebnissen der Viehzwischenzählung
vom 15. April betrug die Zahl
der Schweine an diesem Tage (im ganzen Resche)
13,303,500 Stück gegen 10,569,990 ein Jahr
vorher, 19,239, 483 am 1. Ot1. und 17,293.892
am 1. Dezember 1915. Der Bestand ist also
gLegen den 1. Dezember um 23,1 v. H. zurück.
Jegangen (wobei freilich nicht vergessen werden
darf, daß die Wintermonate die Hauptschlacht.
zeit sind, die Abnahme an sich mithin durchaus
normal 7. Am slärksten ist die Verminderung
mirgenteß bei den 1„ Jahr alten und über
1 Johr alten Tieren (gegenuber dem 1. Dezember
46.7 und 39.7 v. H.1 Etwas weniger, aber
immerhin erheblich (um 21.3 v. H.) ist die
Zabl der 8 Wochen bis 1 Zahr alten Schweine
berringert, dagegen haben die unter 8 Wochen
allen Ferkel also das Aufzuchtmaterial fur
eine etwas spätere Periode um 31,.0 v. H.
Neenommen (1. Dezember: 2 312,200. 15.
Aprii 3,700, 460 Stüuck!). Das bedeutet, daß
in den nächsten. Monaten die schlachtreifen
Schweine sehr knapp sein werden, und daß
nicht durch Wegschlachten unreiser, junger Tiere
die Hoffnung auf eine bessere Fleisch und Feitversorgung
im nächsten Winter vereitell werden
soll.
Weniger angegriffen, wenn auch in seiner
Zuasmmemetzung zu ungunsten der unmittelbaren
gegenwärtigen Versorgung verschoben, ist
unser Rindviehbestand. Jnsgesamt wurden an
Nindvieh im Deutschen Beriche am 15. April
19,873,189 Stück gezählt. Das ist nur um
etwas über eine Million weniger ale am 1.
Oktober 1915, und um noch nicht zwei Millionen
weniger als am 1. Dezember 1914, zu
einer Zeit also, wo in der Futtermittelversor.
Kung noch beinahe normale Verhälknisse herrschlen.
Gegen den 1. Dezember 1915 betrug der
Rückgang am 15. April nur 2,1 v. H. Das
bezieht sich freilich nur auf die Gesamtzahl. Im
einzelnen haben seit 1. Dezember die drei Monate
bis noch nicht zwei Jahre allen Jungtiere
um 6.9, die Bullen, Stiere und Ochsen um 3.7,
die Kühe um 4 v. H. abgenommen; die zahl
der unter drei Monate alten Kälber dagegen
ist, ähnlich wie die Ferkel, um 31,1 v. H. gestiegen.
Die Zahl der Milchlühe ist um noch
nicht 800,000 kleiner als im Dezember 1914.
Auch hier also eine starle Vernhndeeng der
ichlachtreifen Klassen, die eine erhebliche Einschränkung
der Schlachtungen im Sommer bedingt,
wenn wir nicht durch Schlachten von
Mil# ihen die Milch- und Vuttererzeugung,
durch Schlachten von unreisem Jungvieh die
Fleischversorgung für den nächsten Winter gejährden
wollen.
Wir müssen also in der nächsten Zeit mit
stark eingeschränkten Mengen tierischer Nährprodukte
vorlieb nehmen, haben aber die
Grundiege des Wiederaufbaues unseres vor
dem Kriege so reichen Viehstapels so gut wie
uuversehrh bewahrt.
Mänchener Neussteilen.
München. 26. Mai. Die türkische Parlamentsabordnung
wird am Sonntag, den 28.
Mai, vormittags halb 10 Uhr, mit dem Regensburger
Zuge am Hauptbahnhof eintrefsen,
wo sie von Vertretern der Behörden begrüßt
wird. München wird ihnen zu Ehren beflaggen.
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München, 26. Mai. Heute Nachmittag brach
in der Filiale der Hannoverschen Gummiwarenfabrik
in München- Solln ein Großfeuer aus,
dem in wenigen Stunden das ganze Gebäude
zum Opfer fiel. Die Enistehungsursache i#t noch
nicht bekannt. Der Schaden ist bedeutend. Eine
Gefahr für den in der Nähe befindlichen Forsten
rieder Park konnie abgewendet werden.
München. 26. Mai. Im Tierparl Hella:
brunn wurde in den letzten Tagen der Tierbestand
wieder erheblich rermehrt. Geboren wur
den ein Edelhirsch und 4 Wölfe, welch letztere
jedoch von der Mutter solange noch ängjtlich
im dunklen Stalle gehalten werden, als sie
blind sind. Außerdem kamen 1 afrilanischer
Elefant, 1 männliches Nilpferd und 1 Kaffern.
büfsel an. Der Elefant wurde dem Tierpark
schon vor Jahresfrift gestistet, war aber wegen
einer Zahnerkrankung bisher nicht reisefähig.
Die Erkrankung iit jenzt behoben, und das 3jährige,
sehr lebhafte und drollige Tier wird dem
Publilum viel Freude bereiten.
Baverische Nachrichlen.
Augsburg, 26. Mai. Den Bezug von
Heringen solle die Stadl in die Hand nehmen,
io laulet ein im Gemeindekollegium angenom.
mener Antrag. Daraufhin bemerlie Rechterat
Greiner in der Magistratssitung. daß die Stadt
schon einmal Heringe in großen Mengen bezbg.
dabei aber gezwungen war, die Heringe an an.
dere Kommunalverbände und an das Heer abzugeben,
weil sie ihr vom Publikum nicht abgenommen
wurden.
Regensburg. 26. Mai. Der Grohgrundbesitz
um Regensburg hat in schwerer Kriegszeit
nicht versagt, sondern seine Produkte, besonders
Kartossel und Aieh, Hafer usfw. zur
Volloernährung und auch der Heeresverwaltung
zur Verfügung gestellt zu den niedrigsten Höchstpreisen,
wie sie 1915 feügesetzt waren. An der
Spitge der Grohgrundbesitzer der Gegend fleht
der Fürst von Thurn und Taris. Auf sämtlichen
Gütern, die zum großen Teil ain eigener Regie
betrieben werden, wurden die Lebensmitlel alle
verlauft, obwohl cs vom Geldstandpunkt aus
günstiger gewesen wäre, die wachsenden Höchst.
preise abzuwarten. In größeren Städten ist
die Milchfrage von sozialer Bedeutung. Der
Fürst ließ durch seine Beamten größere Sum.
men anweisen, damit das Schloßgut Haus mit
den beiden Vorwerken Höhenberg zu einer Milch
zentrale umgeschaffen werden konnte. Der oortige
Oberverwalter reiste zweimal in die Schweiz,
um nach langwierigen Verhandlungen mit den
Behörden 60 Stück prächtige Milch und Zuchtkühe
nebit zwei erstllassigen Zuchtbullen in
Schloßhaus zur Aufstellung zu bringen „und
zwar mit bestem Erfolg. Die Tiere haben sich
rasch akklimatisiert, da besonders Weide und
Tummelplätze eingerichtet wurden. Sie geben
seltreiche Milch in großer Menge, darunter Lei
sungen von 24 Lir. pro Tag und Tier. Der
Stadtmagistrat Regensburg hat sich in richtiger
Erkenntnio der Sachlage diese reichfließende
Quelle versichert durch einen langfristigen Vertrag
zum Nutzen der Stadt. Annähernd 180
Kühe liefern läglich 6 700 Liter Milch, welche
Menge durch Abkalben der Kühe um das Doppelte
gesteigert wird. Dadurch wurde auch den
Kommunalbehörden geholfen, indem heimische
Vieh zum Verkauf frei wurde. Täglich erscheinen
Kauflustige für Kühe und Kälber, sowie In
leressenten für das schöne Schweizervieh. Um
diesen Tieren das einheimische Futter zu schaf
sen, wurden die ausgedehnten Felder in Schloß.
haus durch reichliche Beschaffung von Kunstdun
ger in den richligen Kulturzustand gebracht,
um sowohl das nötige Milchfutter als auch die
der Allgemeinheit dienenden (Getreidemengen zu
erzielen. Hierzu waren vor allem Arbeitskräfte
zu beschaffen. Diese Frage wurde gelöst durch
Navonominchnn von weiblichen Gesängnisträflingen
aus Aichach, welche vom Justizministerium
zur Verfücung gestellt wurden.
ist dies unseres Wissens der erste Fall in ganz
Deulschland, daß weibliche Strafgesangene auf
entsernten landwirtschaftlichen Gütern beschäftigt
werden. Es sind 40 Personen mit 4 Auf
seherinnen und einem Oberaufseher. Ihre Lei
flungen und ihre Führung sind höchst befriedigend.
Für ihre Unterkunft ist wie in einer
Anstalt gesorgt durch Unterbringung in der
Brauerei. Auch für die Seelsorge ist gute Vorsorge
getroffen.
Erenzlande.
Kufstein, 26. Mai. In Zündberg bei
Schwaz ist das Anwesen des Boauern Aicher
einem Schadenfeuer, das vermutlich von böswillir
Hand gelegt wurde, zum Opfer gefallen.
Dabei ist die alle Bäuerin und ihre 35jährige
Tochter in den Flammen umgekommen; sie wur-
den als verkohlte Leichen aufgefunden. Der
Bauer erlilt bei dem Versuch, die Tochter 9
retten, schwere Brandwunden. Der Fall ist umso
tragischer als der Brandleider nicht versichert ist
und ein Sohn im vorigen Zahre einer ansteckenden
Krankheil zum Opser siel, während sich der
andere in russischer Gefangenschaft befindel.
Boyerisches Oberland.
Halfing, 26. Mas. Die Bramsche Gastwirtwirtschaft
hal, wie bereits berichtet, den Besiner
gewechsel!l. Käufer ist der bisherige Pächter,
Herr Franz Wagner. Irrtümlicherweise
war zuerst Herr Brauereibesitzer Sengmuller
von Hilfing als Käufer genannt gewesen.
Hrien, 26. Mai. Heirt Michael Fritz, Oekonomiebaumeister
von Autemied (Schwaben) er ·
warb im Kauiswege die Villa der Frau Anna
Müller in Westerhausen am Chiemsee samt allen
GGrunditucken, sowic lebendem und totem Invenlar.
Die Verlaufsunterhandlungen leitete das
Immobilienburo Ednard Bachberger, München
Tal 12.
Bad Aibling, 26. Mai. Der Sekretär am
Amtsgericht Waldsaisen. Amtsanwalt Herm.
Zagel wurde zum Amtsrichter am Amtsgericht
Kronach beförderl. zagel war früher Rechtsanwalt
in Bad Aibling.
Högling, 26. Mai. Der led. Bauerssohn
Seb. Linner, Angerberrsohmn von hier, war mit
Futterarbeit im Stadel geschäftigt. Als er zur
Brotzeit nicht nach Hause kam, wurde nach ihm
Nachschau gehalten und zum Schrecken seiner Angehörigen
lag er tot in der Stadeltenne. An
icheinend iit Linner durch einen Fehltritt vom
Strohsad heruntergefailen, wobei die Schädel
decke durchschlagen wurde. Der Verunglüdcte war
32 Jahre alt und hätte bald zum Militär ein
rücken mussen.
Wasserburg, 26.
cheleute Hangl von
Mai. Die Oelonomens-Sleingrub
bei Ramsau sehen
in diesen Tagen ihren siebenten Sohn zum
Heeresdienste eintreten. Von diesen sieben
Söhnen ist einer schon auf dem Felde der
Ehre gefallen.
Cokolnachrichlen.
Rosenheim, 27. Mai.
Auf dem Felde der Ehre gefallen.
Ludwig Hacker aus Rosenheim, Landsturmmann
im 2od4. Res. Juf.-Reg.: Georg Oberstarr.
Bauerssohn aus JFurth, Pf. Flossing, Soldat
im 12. Rei. Juf.-Neg.
Auszeichnungen im
der Landüurm Fußarlillerie
meister Emeran Legeth aus Bad Aibling erhielr
das Militärverdienükreuz 2. Klasse mit der
Krone und mit Schwertern. Mit dem Eisernen
Kreuz wurden der im 1. Res. Feldart. Rgt. ilehende
Kanonier Georg Frick aus Bad AMibling
Felde. Der im
itehende Wafsen--und
der Infanterist Leonbard Gollreiler. Mule
und Säywerlsbesitzers sohn aus Innerthann,
ausgezeichnet. Dem Krankenpfleger Peter Walch
aus Heufeld wurde das Sanitälsverdienukreuz
für freiwillige Krankenpflege und dem Kom.
paniefeldwebel Hans Rosenstock aus Bruäkmühl,
zurzeit im Eronbgtgitto. des 2. Landwehr-Inf.
Rgls, in Landshut, das König Ludwig-Kreuz
verlieben.
Tagesfleischlarten. Es ist wiederholt
vorgelkommen, daß auf die von Kommunalverbänden
ausgestellten Tagesfleischlarten auswärts
Fleisch nicht abgegeben wurde, mit der
Begründung, daß deren Guliigtein auf den
Bezirk des rbandes
beichränkt sei. D ies trifft Ii zu. Tagesfleisch
karten sind Landeskarten und haben daher auch
im ganzen Lande Gültigkeit.
Die Sonntagsrube soll bekanntlich in
Rosenheim neu geregelt werden. Auf Antrag
einer Reihe von Geschafteinhabern hat der Ma.
gistrat lürzlich beschlossen, den Ladenschluß an
Sonn und Feiertagen auf 2 Uhr nachmitlags
festzusezen. Aehnliche Betrebungen sind auch
anderwärts im Gange. Wie man uns aus
Miesbach berichtet, baben dort die Geschafisinhaber
nach einer Umfrage beschloisen, an das
Kgl. Bezirlsamt das Ersuchen zu stellen, es moge
die Verkaufszeit in der Weise geregell werden,
daß an Sonn und Feiertagen der Laden um
2 Uhr und an den Werktagen um 8 Uhr abends
geschlossen werden muß. Von 81 Lodeninhabern
erllärten sich 27 für 1 Uhr. 17 für 2 Uhr,
für 3 und 3 für 4. Uhr- Schluß. Bies die endgultige
Regelung erfolgt, hat ein großer Teil der
Ceschäftsinhaber besch lossen, vorerst freiwillig un
Sonn u. Feiertagen um 2 Uhr zu schließen. Auch
die Bäderinnung in Kempten im Allgän hat
einen jrüheren Geschäftsschluß an Sonntagen
eingeführt. Sie gibt in den dortigen Blättern
bekannt, „daß während der Sommermonate an
Sonn- und Feiertagen die Läden um 1 Uhr
geschlossen werden“.
Entwichene (Hefangene. Die drei ruf
sischen Kriegsgesangenen Sachwonowm Feodor
(32 Jahre all. 1.74 Meter groß, braune Augen,
dunselblonde Haare, schwarzer Stoppelbart,
spricht nur russisch, an der Oberlippe Warze
und an der rechten Backe Narbe, Ziviljoppe
und Hut), Wilintschenlo Wassili (32 Jahre alt,
Sonntäg, 28. Mai 1916
1.74 Meter groß, graue Augen, schwarze Haarc,
blonder Bart, soricht nur russisch, grüner Hut
und graue Gefangenenkleidung) und Fomin
Iwan (34 Jahre alt, 1.60 Meter grob, graue
Augen, schwarze Haare, dunkelblonder Schnurr.
bart, spricht nur rufsisch, Warzen an beiden
Händen, blaue Gesangenenkleidung, Zivilhut,
sind in der Nacht vom 25. auf 20. Mai vom
Arbeitskommando Neukirchen, h Nosenheim,
entfloen. Sie wären im OCefangenenlager
Puchheim einzuliefern.
Das Telegrammin denneuen Po
abgaben. Bei den Telegrammen war bir
ber 50 Pig. der Mindestsatz; ob man fünf oder
„ehn Worte telegraphierte, war gleich. Zehrt
beträgt der Mindestsatz 600 Pfg., aber nich!
mehr für 10 Worte, sondern nur noch für fund
Worte. Ein Telegramm, das früher uner Aunützung
der erlaubten Wortzahl 50) Pig. t10
flete, wird also jent 7 Pig. komen.
Der Welltkrieg.
Unsere neuce Linie bei
Berlin, 27. Mai.
ler des „ Foene
sien Hauptquartier. Im
ilt es uns im Abschnitte von Douaumont ge
lungen, die Stellungen am Steinbruch zu er
weitern und südlich des Forle Douaumont selb
abermals um 4½0 Meter voriugeben.
find uniere Gegner an einigen Stellen ube#r
jene Aueogangsflellungen zuruckgedrangt wor:
den, die sie vor dem Einsetzen der Angriffe à#
21. Mai inne hatten. lu#iere neue Linie zielr
sich jetzt am Sudhange des Pfefferrudena nt
lang zu ciner erweiterien wentlichen Aurbur
lung am Sleinbruch, gebl weiler indonllich dure#-den
Ablainwalo, verlaßt diesen durch seine
ostlichlen Zipfel, um dann durch das Kampe'
gelände der Thimumontierme, die die Franzoe-Dalten,
zu gehen, ichneidet in der Höhe der
Ferme die ehemalige große Zufahrtestraße nac
Douaumont. nieht dann scharf oitlich weiter
durch den Caileltewald. dessen nordliches Drei
eck wir behaurten, wendel sich bald nach dern
Auotritt aus dem Wald sudlich zum westlicher
Ausgang der Vaurschluck!.
Douaumoul.
Der Kriegeberichteritat
melbdet aus bem (Oro
Lause der Kampie
—
Dale#-(J.)
Die Kampfe um Verdun.
Budapest. 27. Mai. Der Spczialkorreipon
dent des „Eiti lUssag“ in Bern hatte eine Un
terredung mit einem hohen neutralen Militar,
der sich über die Kämpfe vor VBerdun u. 1.
aussprach: Die Deutschen haben Verdun he
reits im Halbkreis umzingelt und überschuilen
jeden Schritt feindlichen Bodens mit (bescho'
sen. Bei Verdun #tehen nabezu eine Miliie:
jeindlicher Soldaien. weil die franzo'i½s
Heeresieitung den ürilien Befehl auesgegeben
hat. Verdun um jeden Preis zu ballen. Dic
grose Verwustung und die furchtbaren Meischenopier,
die die deutichen Geschutze verur
sachen, sind geradezu erschutternd. Die iran
zosischen Geschune haben nicht die Tragkrait.
daß sie am Ende des ausgebuchten Halbireises
die unbeilvollen deutichen Geschüße erreiche
hönnen. Das in die Ursache, warum die Deut
schen die Belagerung Verduns nicht auflassen.
Deulichland verliert dort kaum an Leutien. urm:
dererseils konnen die Franzosen nich! bi-Unendliche
Reserven herantiehen. (.).,
— #—
Gallieni im Sterben.
(Genf., 27. Mai. In dem Befinden der
erst vor kurzem zum zmeiten Male operierlei:
ehemaligen franzosischen Kriegsministers Gal
lieni in eine weitere Verichlimmerung einge
treten. General Gallieni liegt angeblich ien
Slerben. Seine Familic wurde an das Sierbe
lager gerufen. (.#.)
Der „Temps'“uber die Kricgslage.
Paris. 27. Mai. Der „Tempe“
seine heutige Militarkrilil gan
Erfolgen bei Verdun und in Tirol und sinder:
auf die Frage. wie sie moglich gewesen seien,
nur die Antwort: Die Truppenverschiebungen
find er, welche die Stärte unserer Geqner au--machen.
Umer Mißerfolg bei Verdun ist schr
bedauerlich: man braust ihm indessen niät
mehr Folgen beizumesien, als er nach sich zielll.
Bei allen Angriffen erleidet der Gegner chwere
widme:
den jeindliche'n
Verlusic. die er nicht unbegrenzt gul macken
lann. Uniere Haltung kommt une auch sfehr
teuer. Man darf fragen. ob nicht eine andere
Kampfart uns meniger teuer zu stehen kommen
würde. Weiter befaßt sich der Kritiker mit dem
unaufhaltsamen Vordringen der Oesterreicher
und schließt mit einem Vergleiche: Unsere
Feinde bilden in Wirklichkeil nur ein Heer:
unser Minifterprasident sagie dasseibe auch von
den Alli#erten, aber haben die Alli#erten an
irgendeinem Punkt der Front ein paar Hundertlausend
Mamm, die dort gewiß nützlich ind,