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Unguenta. — Salben.
Salben sind Arzneimittel zum äußeren Gebrauche, deren
Grundmasse in der Regel aus Fett, Ol, Lanolin, Vaselin,
Ceresin, Glucerin, Wachs, Harz, PMflastern und ähnlichen
Stoffen oder aus deren Mischungen besteht. Sie sind bei
Zimmertemperatur von butterähnlicher Konsistenz und schmelzen
mit Ausnahme der Glycerinsalbe, beim Erwärmen.
Wenn bei der Bereitung einer Salbe Schmelzen erforderlich
ist, so werden zunächst die schwerer schmelzbaren Stoffe
verflüssigt und dann die leichter schmelzbaren hinzugesetzt, wobei
jede unnötige Steigerung der Temperatur zu vermeiden ist.
Die geschmolzene Mass e wird bis zum Erkalten gerührt.
Gleichzeitig wird die Beimengung anderer, nicht zu schmelzender
Stoffe vorgenommen.
Wenn nichts anderes vorgeschrieben ist, werden unlösliche
oder schwer lösliche Stoffe als feinstes Pulver mit
wenig Salbengrundmasse, die nötigenfalls etwas erwärmt
wird, angerieben. Nachdem eine völlig gleichmäßige Verteilung
erzielt ist, wird der Rest der Salbengrundlage binzugemischt.
In Wasser leicht lösliche Salze sowie Ertrakte sind in
wenig Wasser zu lösen oder damit anzureiben und mit der
gesamten Grundmasse zu mischen.
Salben müssen von gleichmäßiger Beschaffenheit und
dürfen nicht ranzig sein.
Für die Ausrüstung der Schiffsapotheken sowie in den
Schutzgebieten dürfen in den Salben das Schweineschmalz, das
Ol oder das Vaselin bis zu einem Drittel ibres Gewichtes
durch gelbes Wachs, weißes Wachs oder Ceresin ersetzt werden.