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entstand ein neues Suffix -keit aus Wörtern der Suffix-keit.
letztgenannten Art, das lange Zeit mit dem älteren
Suffix -heit den Kampf um den „Platz an der Sonne“
führte, aus dem es heute siegreich hervorgegangen
dasteht; die Endung -keit ist viel häufiger als ihre
ältere Schwester -heit: ausser in Sicherheit finden
wir bei den Eigenschaftswörtern auf -er, -bar jetzt
ausschliesslich das Suffix -keit: Difterkeit, Dankbarkeit,
ebenso bei denen auf -sam: Langsamkeit, auf
-lich: Zarlichkeit, auf -ig: Dürftigkeit.
Ein anderes Suffix, das gleichfalls aus ursprüng- Suffix
licher Nebeneinanderstellung zweier Substantive ent- "schaft.
sprang, ist ahd. -scaf, -scaft. Das Hauptwort ahd.
scaf „Art“, mhd. scalt „Geschöpf, Form‘ verbindet
sich hauptsächlich mit Substantiven, selten mit Adjektiven
zu neuen Zusammensetzungen. Man sollte
nun glauben, dass die Suffixe -heit und -schaft oft
zusammenstossen müssten; doch ist dies nicht der
Fall. Während die Zusammensetzungen mit -heit
mehr Wesen und Eigenschaft bezeichnen, gehen die
auf -schaft mehr auf Tätigkeit, Zustand, woraus sich
dann der kollektive Sinn, der Sammelbegriff entwickelt;
aber Kreuzungen zwischen den Suffixgattungen
sind nicht ausgeschlossen. Man vgl. Mannheit
= Wesen des Mannes mit Mannschaft mhd —
Mannespflicht, heute :-- Gesamtheit der Mannen;
anderseits Christenheit (Gesamtheit der Christen)
mit Zeidenschaft, Fudenschaft. Deutlich aber tritt
der Ausdruck des Zustandes hervor in Wörtern wie
Feindschaft, Anechtschaft, Wanderschaft u. Ss. w.
Das letzte der noch lebenskräftigen Suffixe sub- Suffix
stantivischen Ursprungs ist ahd. -tuom, nhd. -tum. "UM
Die Herkunft ist durchsichtig: got. d ms „Urteil,
Sinn“, ahd. mhd. tuom „Sitte, Herrschaft‘; die