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Der Berliner Hof.
jede Vertrags= oder Reichspflicht hinaus die gesamten Kräfte des Staates für
diesen Kampf verwendet wurden, vermochte man dem Kriege im Osten weder die
Nicouai Peucdeers
Des beruͤhmten
Köllnischen Poeten“
Und weyland Churfl.Brand.
Cai##e-Gerichts= Advocari, wie
auch Scadtrichters und Rahts-Cämerers
in Cöln#an der Spree
wolklingende) lustige
Paucke
Von 100. Sinnreichen
Schertz-Bedichtẽl
Theils der Hohen Herrschaft
in tiefster Unterthaͤnigkeit
/ theils vielen Hoch- Adelichen /
und andern vornehmen hiesigen Far
milien zu besondern Ehren gerleben?
Nunmehr aber nach des sel.
Autoris Tode in diese Ordnung
verfasset mit Fleiß bbersthen und
0 un Druck vh 5 /
TTO CHRISTIAN ern
Buchhaͤndlern in Berlin.
druckts Gotth, Schlechtiger/ 1 702.
Titelblatt zu m Peuckers „Wolklingende lunzige
Paucke“. Berlin 1702, bei Otlo Sbrii ion Plessern
in z e . S. S.
Wendung zu geben, noch konnte man
auch nur die eigenen Grenzen ausreichend
schützen. Und man kann nicht leugnen,
daß die eigentümlichen Verhältnisse am
Hofe zu Berlin ihren Anteil an dieser
Politik hatten.
Seit der Krönung war nämlich der
Einfluß des Grafen Wartenberg auf das
höchste Maß gestiegen. Während Ilgen
die eigentliche Arbeit in der auswärtigen
Politik versah, bestimmte der Graf doch
diese ebenso, wie er die innere Verwaltung
vollkommen beherrschte. Namentlich
war dies der Fall, seitdem er den
Versuch einer Opposition der die Geschäfte
ausführenden Räte und der oberen Hofbeamten
in geschicktester Weise niedergeschlagen
hatte. Fortan duldete der Graf
nur solche Räte und Hofbeamte, die sich
ihm unbedingt unterordneten. Vor allem
besetzte er die Würde eines Obermarschalls
mit dem Grafen Wittgenstein, übertrug
diesem zugleich die oberste Leitung der
Domänen und das Amt des Oberkriegskommissars
dem Grafen Wartensleben.
Diese Ernennung machte besonders
in der Armee böses Blut, die verdientesten
Generale nahmen ihren Abschied,
und es bildete sich zwischen dem
Heere und dem Hofe ein entschiedener
Gegensatz. Die ganze Zeit stand unter
dem Einfluß französischer Sitten und
Anschauungen. So sollte auch alles am
Berliner Hof nach dem Muster von
Versailles eingerichtet werden, und in
buntester Mannigfaltigkeit erfand man
immer neue Festlichkeiten, die im Schlosse
zu Berlin oder auf den Lustschlössern der
Umgegend und in den königlichen Gärten
egeben wurden. Für die Lustfahrten auf
dem Wasser hatte sich der König ein prachtvolles Schiff, das den Namen „Liburnica“
führte, bauen lassen, dessen Schönheit weit gerühmt wurde.
beliebt waren in jener
Besonders
eit Maskeraden, die sogenannten „Wirtschaften“, an denen
sich die Mitglieder des königlichen Hauses zu beteiligen pflegten, und zu denen