Provinzial-Einteilung. 585
Die gemeinschastlichen russischen und preußischen Manöver in Kalisch i. J. 1835.
Luhographie von W. Herz nach der meliseins in Geelbaar. auf / Serbtert — Nach einem Exemplar im
Markischen Vo#ingealmasenan zu Berl
bewährten historischen Takt und doch mit dem festen Entschluß, keiner Provinz
unter dem Vorwand besonderer Gerechtsame eine Ausnahme von der allgemeinen
Verwaltungsordnung des Staates zu gestatten, alsbald nach dem Frieden zunächst
an die neue Provinzialeinteilung der verschiedenen Ländermassen herangetreten.
Und trotz des Widerspruches, der sich hier gegen eine Trennung bisher
zusammenhängender, dort gegen eine Zusammenlegung bisher getrennter Bezirke
erhob, war das Werk so glücklich gelungen, daß von den Provinzen, die damals
gebildet wurden, noch heute Brandenburg, Pommern, Schlesien, Posen, Sachsen,
Westfalen, Ost= und Westpreußen bestehen, und sich bis jetzt, nach längerer, aber
nun wieder aufgelöster Vereinigung beider Preußen, nur die Zusammenziehung
der in zwei Provinzen damals getrennten Rheinlande als dauernd notwendige
Aenderung ergeben hat. Auf des Königs Verlangen traten die von Hardenberg
nicht gewollten Oberpräsidenten an die Spitze jeder Provinz als Mittelspersonen
zwischen dem Ministerium und den Unterthanen. Verwaltungsbeamte wie Richter
haben leicht das Unglück, daß ihre Namen, wie ihre Mühen und Arbeiten dem
Gedächtnis der Nachwelt verschwinden, wie auch die Mitwelt gewöhnlich nur von
der Tüchtigkeit der ersten und obersten Beamten der Krone erfährt. Aber so
außerordentlich war die Bedeutung der damaligen Oberpräsidenten, daß die Namen
Vincke, Schön, Merkel, Sack und Zerboni noch heute im Munde der Westfalen,
der Preußen, Schlesier, Pommern und Posener einen guten Klang haben. Doch
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