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(No. 182.) Detlaration wegen Bestrafung der Kontraventionen mit gemengtem Getreide.
Vom 29sten Juni 1813.
Wir Friedrich Wilhelm, von Gottes Gnaden Kdnig von
Preußen 2c. .
Zu Beseitigung der entstandenen Bedenken:
wie mit Bestrafung der vorfallenden Kontraventionen mit gemengtem
Getreide zu verfahren sey?
ergehen hierdurch folgende nähere Festsetzungen:
1) wer dem Land-Konsumtions-Steuer-Reglement vom 28sten Oktober
1810 §F. 5. und dem für die städtische Brauer, Branntweinbrenner,
Bäcker, Mehlhändler und Müller geltenden Reglement vom 2sssten
März 1787. W. 20., 87 und 102. entgegen, verschiedene Getreidegattungen
nicht in besonderen Säcken, sondern vermischt zur Mühle
bringt, hat durchaus und abgesehen von der geschehenen oder unterlassenen
Versteuerung, die Konfiskation dieses gemischten Getreides
verwirkt;
2) derjenige, welcher die Gefälle von dem gemengten Getreide ganz defraudirt,
soll, außer der ihn treffenden Konfiskation, angehalten werden,
von der ganzen Masse desselben diejenige Geldstrafe zu erlegen,
welche gesetzlich auf Defraudation der Gefälle, von der unter dem
gemischten Getreide befindlichen, am höchsten impostirten Getreideart,
gesetzt ist;
3) derjenige aber, welcher das gemischte Getreide zwar, jedoch nach
dem Satze der darunter befindlichen minder hoch impostirten Gattung
versteuert hat, soll, außer der ihn treffenden Konfiskation, gehalten
seyn, für die ganze gemischte Getreide-Quantität die Hälfte
der gesetzlichen Strafe zu erlegen, womit die Defraudation der Gefalle
von der am hocchsten besteuerten Gattung des in der Vermischung
befindlichen Getreides verpönt ist.
Hiernach