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standen 12 Regimenter, dazu trat das
Regiment Gardes du Corps. Der Küraß
dieses Regiments war blank, bei allen andern
schwarz. Nach dem Siebenjährigen
Krieg wurde er nach und nach abgelegt und
war 1790 ganz verschwunden; der Rock
war weiß, dreieckiger Hut. 1807 blieben
nur vier Regimenter bestehen, 1821 waren
wieder zehn Kürassierregimenter
(ein Gardes du Corps, ein Gardekürassier
und acht Linienkürassierregimenter)
Regiment-Nr. Kragenpatten Knöpfe
Gardes du Corps ponceaurot weiß
Garde kornblau weiß
1 schwarz gelb
2 karmesinrot weiß
3 bellblau weiß
4 ponceaurot weiß
5 bellrot gelb
6 russischblau gelb
7 gelb weiß
8 hellgrün gelb
vorhanden. Aus der Kriegsbeute der Befreiungskriege
legten die K. den jetzigen
Doppelküraß an und erhielten den Metallhelm.
— Den leutien. Feuerwaffen
gegenüber erscheint der Küraß nicht mehr
eitgemäß, da er Mann und Pferderheblich
elastet und die Verwendung der K. zum
Sicherungs= und Aufklärungsdienst ausschließt.
In Bayern haben die K. den Küraß
bereits abgelegt, und ist das Gleiche in
Preußen wohl nurnocheine Frage der Zeit.
Kurtine (Mittelwall), s. Bastion.
Kurtinenpunkt, s. Bastion.
Kurvirke, s. Dannewerk.
Larwerefr S Sponton.
Küstenartillerie, das zur Verteidigung
der Küsten gegen ngrife von der See
dienende Artilleriepersonal und-Material.
Zu letzterm gehören vorzugsweise Geschütze
mit Panzerwirkung, leichte Geschütze dienen
gegen Landtruppen; vgl. Geschütze.
Küflenbatterien, s. v. w. Strandbatterien
(s. d.)
Küstenbefestigungen, Anlagen und
Einrichtungen, welche zur Verteidigung
von Häfen und solchen Küstenpunkten
dienen, die eine Landung gestatten und
von strategischer Wichtigkeit sind. Sie
Kurtine — Kutter.
müssen so weit vorgeschoben sein, daß sie
imstande sind, die hinter ihnen liegenden
Marineetablissements (s. Hafen) gegen
ein Bombardement von der See zu schüßen
und zu diesem Zweck das Fahrwasser so
weit, als es dem Feinde die beabsichtigte
Wirkung gestatten würde, unter Neuer zu
halten. Zur Erfüllung dieser Aufgabe
müssen sie mit den schwersten Geschützkalibern
von ausreichender Panzerwirkung
armiert sein, um selbst die stärksten Panzerschisse
an einem gewaltsamen Durchbrechen
der Einfahrt behindern zu können. Die
lange 15 cm Ringkanone ist daher das
kleinste Kaliber. Die K. sind ihrer Form
und Ausdehnung nach entweder Batterien
(Strand= oder Küstenbatterien)
oder Küstenfortsz; erstere sind
meist in zurückgezogener Lage an erhöhten
Punkten nicht unter 15 m über dem
Meeresspiegel erbaute offene Werke von
mindestens 10 m Brustwehrstärke. Alles
Mauerwerk muß dem direkten feindlichen
Feuer gubagen sein. Die Geschütze seuern
stets über Bank und stehen je zwischen zwei
Hohltraversen, die gleichzeitig als Sckuthohlräume
für die unmschas dienen. Alle
Munitionsräume, von denen die Munition
durch Hebevorrichtungen nach den
Traversen senkrecht gehoben wird, liegen
im Revers unter dem Wall. Umbesonders
wichtige Punkte gegen die schwersten feindlichen
Geschütze behaupten zu können, und
dort, wo man auf beschränktem Raum
eine große Feuerkraft entwickeln will, werden
kasemattierte Batterien oder
Forts, meist in zwei Etagen, erbaut, deren
Stirn durch Eisenpanzer gebildet wird.
Die Panzer= oder Turmforts werden
häufig, wie in England, in der See erbant
und erhalten daun ebenso wie die Panzerbatterien
auf der Plattform noch einen
oder mehrere Panzerdrehtürme; vgl.
anzer.
Kutsma, die 1872 durch den Tschako ersetzte
schirmlose Kopfbedeckung der österreichischen
Husaren. Sie war aus schwarzen
Lämmerfellen mits ewarholdnem Schnurbesatz
gefertigt undtrugoben eine Hahnen-,
die Offizierskutsma eine Adlerfeder.
Kutter, s. Boote.