Full text : Archiv für öffentliches Recht.Zehnter Band. (10)

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schaffen,  um  welchen  sich  die  für  unsere  Sache  begeisterten  und  tatkräftigen
  Leute  scharen.  Unfer  Ausschuß  muß  von  diesen  Kräften  ebenso
Mitteilungen  und  Anregungen  empfangen,  wie  von  ihm  solche  nach  allen
Seiten  hin  ausgehen  sollen.  Es  soll  eine  Sammelstelle  sein  für  alles,
was  sich  in  der  Wohlsahrtspfleyge  auf  dem  Lande  bewährt  hat,  damit
ein  jeder,  der  auf  irgend  einem  Gebiete  dieser  gemeinmützigen  Tätigkeit
Rat  und  Belehrung  sucht,  sic  bei  uns  finden  kann.  Durch  unser  Wirken
muß  es  verhindert  werden,  daß  die  Kräfte  sich  wie  bisher  vielfach  zerplittern,
  oder  daß  vergebliche  Versuche  gemacht  werden,  weil  man  die
rfahrungen,  die  auswörts  schon  gemacht  sind,  nicht  genügend  kennt.“

Und  auf  der  zweiten  Hauptversammlung,  am  17.  Febr.  1898:

„Auch  wenn  es  wahr  wäre,  daß  überall  Genügendes  geschähe,  so  wãre
mir  das  noch  kein  Grund  .doaß  man  diese  vereinzelten  Bestrebungen
  in  einem  großen  *n  zusammensasse.  Wollte  man  cs
übrrall  für  überflüssig  halten,  vereinzelte  Bestrebungen  in  Vereinen
zusammentreten,  so  bestände  überhaupt  kein  Grund  für  Vereinigungen
aller  Art  landwirtschaftlicher  und  sonftiger  Vereine  mehr;  sollte

4

man  j

Wir  sind  anderer  Ucherzeugung,  weil  wir  es  für  mützlich
einzelt  schwachen  Kräfte  durch  die  Vereinigung  zu  stärken,  und  weil  wir
boffen,  die  einzelnen  kleinen  Flämmchen,  die  jeder  rauhe  Wind  ausblasen
lann,  zu  einer  großen  mächtigen  Flomme  zu  vereinigen

Es  liegt  in  der  Natur  der  Sache,  daß  die  Zentralstelle  des
Ausschusses  vorwiegend  nur  geistig  arbeiten  kann;  die  praktische
Arbeit  auf  dem  Lande  selbst  muß  von  besonderen  örtlichen  Organisotionen
  geleistet  werden.  In  treffender  Friie  sprach  sich  hierüber
der  leider  zu  früh  verstorbene  Prinz  Albrecht  zu  Solms-Braunfels
  aus,  der  sich  an  unsern  Vestrebunged  von  Anfang
an  in  hervorragender  Weise  beteiligte:

.Nachdem  der  Ausschuß  für  Welsotspfledße  auf  dem  Lande  bereits
eine  bedeutsame  Stellung  eingenommen  hat  nd  seine  Bestrrbungen
immer  mehr  das  allgemeine  Inleresern  erweckt  Vboen.  dürfte  die  Zeit
gekommen  sein,  von  der  Zentralstelle  aus  energisch  auf  die  Bildung
von  Vereinen  für  Wohlfahrtspflege  auf  dem  Lande
einzuwirken.  Die  Zentralstelle  bildct  gewissermaßen  Kopf  und  Herz
für  alle  Wohlfahrtsbestrerbungen  in  Drutschland;  soll  aber  aus  ihr  ein
lebendiger  Organismus  erwachsen,  so  müssen  viele  kräftige  Glieder  sich
aus  ihr  als  wohlorganisierte  Vereinc  entwickeln,  die  allein  imstande  lind.
das  große  Arbeitsfeld  zu  bebauen  und  die  brachen  Felder  in  üppige
Fluren  zu  verwandelu-  Wir-  r  dahin  kommen,  dab  in  organisch

zusammenhängenden,  nicht  oßen  Gebieten,  und  zwar  na
zer  Eigenar"  der  wotuse,  oeerschchen  isch  Veveiner  für  Landeswohlhrt
  bilden,  welche  ihre  Wurzeln  bis  in  je  e  Gemeinde  hinein
durch  —  für  Wohlfahrtspflege  l##

Eine  Ergänzung  zu  dieser  Anregung  bietet  die  vom  früheren
Landrat  Junge  in  der  ten  Bauptversammlung  des  Ausschusses
f.  W.  d.  L.  aufgestellte  T

e  Zusammenfassung  der  Frslichen  Wohlfahrtsvereine  in  Kreisund

  1o  Verein  ist  besonders  zweckmäßig.  Sie  beugt  der  unwirtichen
  Zersplitterung  auf  Seiten  der  Ortsvereine  vor,  kann  in
vielen  Richtungen  anregend  und  fördernd  wirken,  erleichtert  dem