Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1853. (44)

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(Nr.  3687.)  Allerhoͤchster  Erlaß  vom  27.  Dezember  1852.,  betreffend  die  Verleihung  der  fiskalischen
  Vorrechte  fuͤr  den  Bau  und  die  Unterhaltung  einer  Gemeinde-Chaussee
  von  der  Bonn-Schleidener  Bezirksstraße  in  Essig  über  Rheinbach,
  Meckenheim  und  Berkum  bis  zur  Köln-Mainzer  Staatsstraße  in
Mehlem  mit  einer  Zweig-Chaussee  von  Rheinbach  über  Gelsdorf  bis  zur
Abrstraße  in  Hemmessen.

N.  #  Ich  durch  Meinen  Erlaß  vom  heutigen  Tage  den  Bau  einer
Gemeinde-Chaussee  von  der  Bonn-Schleidener  Bezirksstraße  in  Essig  über
Rheinbach,  Meckenheim  und  Berkum  bis  zur  Köln-Mainzer  Staatsstraße  in
Mehlem  mit  einer  Zweig-Chaussee  von  Rheinbach  über  Gehlsdorf  bis  zur  Ahrstraße
  in  Hemmessen  genehmigt  habe,  bestimme  Ich  hierdurch,  daß  das  Expropriationsrecht
  für  die  zu  der  Chaussee  erforderlichen  Grundstücke,  imgleichen
das  Recht  zur  Entnahme  der  Chausseebau=  und  Unterhaltungs-Materialien,
nach  Maaßgabe  der  für  die  Staats-Chausseen  bestehenden  Vorschriften,  auf
diese  Straßen  zur  Anwendung  kommen  sollen.  Zugleich  will  Ich  den  dabei
betheiligten  Gemeinden  gegen  Uebernahme  der  künftigen  chausseemäßigen  Unterhaltung
  der  Straßen  das  Recht  zur  Erhebung  des  Chausseegeldes  nach  den
Bestimmungen  des  für  die  Staats-Chausseen  jedesmal  geltenden  Chausseegeld-Tarifs,
  einschlieglich  der  in  demselben  enthaltenen  Bestimmungen  über  die  Befreiungen,
  sowie  der  sonstigen  die  Erhebung  betreffenden  zusätzlichen  Vorschriften,
verleihen.  Auch  sollen  die  dem  Chausseegeld-Tarife  vom  29.  Februar  1840.
angehängten  Bestimmungen  wegen  der  Chausseepolizei-Vergehen  auf  die  gedachten
  Straßen  zur  Anwendung  kommen.

Der  gegenwärtige  Erlaß  ist  durch  die  Gesetz-Sammlung  zur  oöffentlichen
Kenntniß  zu  bringen.

Charlottenburg,  den  27.  Dezember  1852.

Friedrich  Wilhelm.
v.  d.  Heydt.  v.  Bodelschwingh.

An  den  Minister  für  Handel,  Gewerbe  und  öffentliche  Arbeiten
und  den  Finanzminister.

 

(Nr.  3688.)