Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1868. (59)

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r.  7029.)  Statut  für  die  Wiesen-Meliorationsgenossenschaft  an  der  oberen  Welna  zwischen
dem  Wierzbiczanyer  See  und  der  Orcholmühle.  Vom  4.  März  1868.

Wir  Wilhelm,  von  Gottes  Gnaden  Kdnig  von  Preußen  2c.

verordnen,  Behufs  Verbesserung  der  Grundstücke  in  dem  Wiesenthal  an  der
oberen  Welna  nach  Anhörung  der  Betheiligten,  auf  Grund  der  Gesetze  vom
28.  Februar  1843.  (Gesetz  Samml.  für  1843.  S.  50.  bis  70.)  und  vom  11.  Mai
1853.  (Gesetz=  Samml.  für  1853.  S.  181.),  was  folgt:

KC.  1.

Die  Besitzer  der  im  Gnesener  und  Mogilnoer  Kreise  an  der  oberen  Welna
zwischen  dem  Wierzbiczanyer  See  und  der  Orcholmühle  belegenen,  zu  den  Ortschaften
  Jankowo,  Welnica  mit  Orcholmühle  und  Strzyzewo-Koscielne  gehörigen
Wiesengrundstücke  und  Seen  werden  zu  einer  Genossenschaft  vereinigt,  um  ihre
Grundstücke  durch  Entwässerung  und,  soweit  es  nützlich  und  ausführbar  ist,  durch
F  Selen  zu  verbessern.

Die  Genossenschaft  hat  Korporationsrechte  und  ihren  Gerichtsstand  bei  dem
Kreisgerichte  in
5.  2.

Die  Genossenschaft  umfaßt  für  jetzt  diejenigen  Wiesengrundstücke,  welche
auf  dem  „Situationsplan  der  Welnawiesen  votn  Wierzbiczanyer  See  bis  zur
Orcholmühle,  zusammengestellt  im  März  1866.  durch  den  Geometer  Braun“
verzeichnet  und  in  dem  aus  dem  Grundsteuerkataster  extrahirten  Fol.  79.  und  80.
der  landräthlichen  Akten  befindlichen  provisorischen  Kataster  mit  zusammen  circa
651  Morgen  aufgeführt  sind,  und  außerdem  diejenigen  Theile  der  auf  dem  Situationsplane
  verzeichneten  Seen,  welche  durch  die  Evtwässerung  trocken  gelegt  werden.

Der  Umfang  der  beitragspflichtigen  Seeflächen,  sowie  das  Beitragsverhältniß
  derselben  zu  den  Wiesengrundstücken  wird  durch  den  Vorstand  unter  Zujichung
  eines  Feldmessers  festgestellt.  Die  Wiesenflächen  tragen  unter  sich  zu

en  Kosten  gleichmäßig  bei.

nesen.

z.  3.

Beschwerden  gegen  das  provisorische  Kataster  und  die  vom  Vorstande
bewirkte  Peststellung  der  beitragspflichtigen  Seefläche  können  binnen  drei  Monaten
nach  Publikation  des  Statuts,  resp.  nachdem  die  beitragspflichtigen  Seeflächen
und  deren  Beitragsverhältniß  durch  das  Gnesener  und  Mogilnoer  Hriskenm
bekannt  gemacht  sind,  bei  dem  Landrathe  des  Gnesener  Kreises  angebracht,  und
sowohl  gegen  die  Flächen  als  auch  gegen  das  Beitragsverhältniß  gerichtet  werden.

Untersuchung  dieser  Beschwerden  erfolgt  unter  Zuziehung  der  Beschwerdeführer
  und  eines  Deputirten  des  Vorstandes  im  VerwaltungsSwege  und
steht  die  Entscheidung  und  definitive  Feststellung  des  Katasters  zunächst  der  Königlichen
  Regierung  zu  Bromberg  und  auf  den  binnen  sechs  Wochen  nach  demn

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