Die Teilung des Schildes. Heroldsbilder. 49
Wie einige Wappen, die im 13. Jahrhundert Wolken, im
14. Eisenhütlein enthalten, später bald mit diesen, bald mit
jenen vorkommen, beweisen, entstanden letztere aus ersteren
durch Zuspitzung unter Einfluß des gotischen Stiles; sie
wurden dann von den Herolden wahrscheinlich wegen der
Ahnlichkeit mit den damals aufkommenden Eisenhüten so benannt.
Bei der Neigung, flache, heraldische Figuren in
plastisch körperhafte zu verwandeln, wurde in der Folge aus
der Eisenhutfigur die Darstellung wirklicher Eisenhüte, die
aber in ähnlicher Form als Waffentracht erst im 15. Jahrhundert
und auch da nur selten vorkommen. Der wirkliche
Eisenhut ist viel niedriger als der heraldische (s. Abb. 3).
Übrigens mag die Eisenhütleinfigur oft aus Pelzwerk (Feh)
geschnitten worden sein, besonders zur Belegung anderer
Figuren mit derselben. In Deutschland ist die Benennung
„Eisenhütlein“ seit alter Zeit gangbar.
Die Eisenhütlein erscheinen:
1. Von gewöhnlicher Tinktur (blau in Silber) und
Stellung (reihenweise der Quere nach, gewöhnliches Feh,
Abb. 94).
2. Gestürzt (Sturzfeh), wobei die blauen Hüte gestürzt,
die weißen aufrecht erscheinen (Abb. 95).
3. Ubereinandergestellt (Pfahlfeh), wenn die Hüte
gerade untereinander stehen, so daß die Spitzen der unteren
Reihe auf die Mitte der Basen der oberen Reihe treffen
(Abb. 96).
Heraldik. 4