Metadata : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1831. (8)

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15)  Ihre  Durchlauchten  die  Herzoͤge  von  Holstein-Oldenburg,  von
Anhalt-Köthen,  Anhalt-Dessau  und  Anhalt-Bernburg;  die  Fürsten
  von  Schwarzburg-Sondershausen  und  Rudolstadt:

den  Herrn  Günther  Heinrich  von  Berg,  Präsidenten  des  Oberappellations
  =  Gerichts  zu  Oldenburg,  Herzoglich-Holstein=  Oldenburgischen,
Herzoglich  -Anhaltischen  und  Fürstlich=  Schwarzburgischen  Bundestags-Gesandten,
  Kommandeur  des  Guelphen-Ordens.

10)  Ihre  Durchlauchten  die  Fürsten  von  Hohenzollern-Hechingen
und  Hohenzollern-Siegmaringen,  Liechtenstein,  Reuß  dltere
und  jüngere  Linie,  Schaumburg-Lippe,  Lippe  und  Waldeck:

den  Herrn  Freiherrn  von  Marschall  2c.

17)  die  freien  Städte  Lübeck,  Frankfurt,  Bremen  und  Hamburg:
den  Herrn  Johann  Friedrich  Hach,  J.  U.  D.,-Senator  zu  Lübeck
  und  Gesandten;

welche  zu  Wien,  nach  geschehener  Auswechselung  ihrer  richtig  befundenen
Vollmachten,  in  Kabinets-Konferenzen  zusammengetreten,  und,  nach  sorgfältiger
  Erwaägung  und  Ausgleichung  der  wechselseitigen  Ansichten,  Wünsche
und  Vorschlge  ihrer  Regierungen,  zu  einer  definitiven  Vereinbarung  über
folgende  Artikel  gelangt  sind:

Art.  I.  Der  deutsche  Bund  ist  ein  völkerrechtlicher  Verein  der  deutschen
souverainen  Fürsten  und  freien  Städte,  zur  Bewahrung  der  Unabhängigkeit  und
Unverletzbarkeit  ihrer  im  Bunde  begriffenen  Staaten,  und  zur  Erhaltung  der
innern  und  dußern  Sicherheit  Deutschlands.

Art.  II.  Dieser  Verein  besteht  in  seinem  Innern  als  eine  Gemeinschaft
selbstständiger,  unter  sich  unabhängiger  Staaten,  mit  wechselseitigen  gleichen
Vertrags-Rechten  und  Vertrags-Obliegenheiten,  in  seinen  dußern  Verhültnissen
  aber,  als  eine  in  politischer  Einheit  verbundene  Gesammt-Macht.

Art.  III.  Der  Umfang  und  die  Schranken,  welche  der  Bund  seiner
Wirksamkeit  vorgezeichnet  hat,  sind  in  der  Bunde-akte  besiimmt,  die  der  Grundvertrag
  und  das  erste  Grundgesetz  dieses  Vereins  ist.  Indem  dieselbe  die  Zwecke
des  Bundes  ausspricht,  bedingt  und  begrenzt  sie  zugleich  dessen  Befugnisse  und
Verpflichtungen.

Art.  IV.  Der.  Gesammtheit  der  Bundesglieder  steht  die  Befugniß  der
Entwickelung  und  Ausbildung  der  Bundesakte  zu,  in  sofern  die  Erfüllung  der
darin  aufgestellten  Zwecke  solche  nothmendig  macht.  Die  deshalb  zu  fassenden
Beschlüsse  däürfen  aber  mit  dem  Geist“  der  Bundesakte  nicht  im  Widerspruch
stehen,  noch  von  dem  Grundkarakter  des  Bundes  abweichen.

Art.  V.  Der  Bund  ist  als  ein  unauflöslicher  Verein  gegründel,  und
es  kann  daher  der  Austrikt  aus  diesem  Verein  keinem  Mitgliede  desselben  freistehen.


Art.  VI.  Der  Bund  ist  nach  seiner  ursprünglichen  Bestimmung  auf  die
gegenwärtig  daran  theilnehmenden  Staaten  beschränkt.  Die  Aufnahme  eines

neuen