Full text : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1876 (3)

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aus  dem  Pfandbriefsond  der  bayerischen  Hypotheken=  und  Wechselbank  ausfgenommenes  mit
4½  Procent  verzinsliches  und  in  52  Jahren  in  bprocentigen  Annuitäten  zu  je  fl.  7500
heimzahlbares  Capital  von  fl.  150,000  und  fl.  1500  Zinsen=  und  Kostencaution.

III.
Lucressions-  Grdnung.

Indem  Wir  Uns  als  Constituenten  und  ersten  Besitzer  des  von  Uns  zu  gründenden
Fideicommisses  erachten,  ordnen  Wir  die  Erbfolge  in  dieses  Fideicommiß  in  der  Weise  an,
daß  von  Uns  ab  die  agnatisch-linealische  Erbfolge  mit  dem  Vorzuge  der  Erstgeburt
eintreten  soll,  und  daß  nach  Uns  und  Unserer  etwaigen  männlichen  Descendenz  Unser  vielgeliebter
  Bruder  Max  Emanuel,  Herzog  in  Bayern,  Königliche  Hoheit,  und
wenn  dieser  ohne  männliche  Leibeserben  aus  ebenbürtiger  Ehe  vorableben  sollte,  Unser  vielgeliebter
  Vetter  Prinz  Ludwig  von  Bayern,  Königliche  Hoheit,  dann  nach
Ihm  Dessen  kältester  in  ebenbürtiger  Ehe  entsprossener  Sohn  u.  s.  w.  immer  das  dem
letzten  Besitzer  nächststehende  in  ebenbürtiger  Ehe  erzeugte  männliche  Mitglied  der  Königlich
Bayerischen  Regentenfamilie  erbschaftsweise  berufen  sein  solle,  so  zwar,  daß  der  Besitz  des
Fideicommisses  Tegernsee  sich  mit  dem  Vorzuge  der  Erstgeburt  in  ebenbürtiger  Ehe  zuerst  von
Uns  auf  Unsere  männliche  Descendenz,  dann  auf  jene  Unseres  Bruders,  des  Herzogs
Max  Emanuel  und  von  da  ab  auf  jene  Unseres  Vetters,  des  Prinzen  Ludwig  von
Bayern,  eventuell  Seiner  Brüder  und  Seitenverwandten  nach  agnatisch-linealischen
Grundsätzen  vererben  soll.  Dabei  verordnen  Wir  insbesondere,  daß  die  fraglichen  Besitzungen
stets  bei  der  Bayerischen  Regentenfamilie  zu  erhalten  sind,  und  nur  ein  directes,  wirkliches
  und  vollberechtigtes  Mitglied  des  jetzt  regierenden  Königlichen  Hauses  in  die  desfallsige
  Erbfolge  gelangen  darf.

IV.
Besondere  Bestimmungen.

1)  Wir  verordnen  bezüglich  der  von  Unseren  höchstseligen  Großeltern,  König
Maximilian  Joseph  I.  und  Königin  Karoline  von  Bayern,  bewohrt  gewesenen
Räume  des  Schlosses  Tegernsee,  daß  die  darin  befindlichen  Gegenstände,  wie  sie  in  einem  am
11.  September  1842  der  Administration  übergebenen  Verzeichnisse  aufgezählt  sind,  für  ewige
Zeiten  entweder  in  jenen  Gemächern  belassen  oder  in  den  Gemächern  Nr.  52  und  Nr.  53  des