12. 175
entweder persönlich oder durch Geschäftsreisende Waaren aufkaufen oder Waarenbestellungen
suchen, haben für diesen Geschäftsbetrieb in Bayern eine Steuer
nicht zu entrichten.
Diese Staaten sind:
a) Frankreich gemäß Art. 26 des Handelsvertrags vom 2. August 1862
(Bayer. Reggsbl. 1865 Beil. zu Nr. 31 S. 35) und Art. 18 der Zusatzconvention
vom 11. Dezember 1871 zum Frankfurter Friedensvertrag
vom 10. Mai 1871 (Reichsges.-Bl. 1872 S. 19);
b) Oesterreich gemäß Art. 19 des Handels= und Zollvertrags vom 16. Dezember
1878 (Reichsges.-Bl. S. 375);
c) die Schweiz gemäß Art. 9 des Handels= und Zollvertrags vom 13. Mai
1869 (Bayer. Reggsbl. S. 1577);
c) Portugal zu Folge Art. 12 des Handelsvertrags vom 2. März 1872
(Reichsges.-Bl. S. 255);
e) Großbritannien zu Folge Art. 1 des Handelsvertrags vom 30. Mai
1865 (Bayer. Reggsbl. S. 815);
s) Italien zu Folge Art. 1 des Handelsvertrags vom 31. Dezember 1865
(Bayer. Reggsbl. 1866 S. 304).
4) Für den in Ziffer 3 oben bezeichneten Gewerbebetrieb haben die Angehörigen:
a) des Königreichs der Niederlande gemäß Art. 24 des Handelsvertrags
vom 31. Dezember 1854 (Bayer. Reggsbl. 1852 S. 634) den Betrag
von 24 — — und
b) von Belgien gemäß § 5 einer Uebereinkunft zwischen dem Zollverein und
Belgien über die gegenseitige Zulassung von Handelsreisenden ddo. Berlin
den 2. Januar 1855 den Betrag von 16¼4 —
als Jahressteuer zu entrichten.
§ 7.
Behufs Anwendung des Steuertarifs sind folgende Bemerkungen veranlaßt:
a) Während die unter Tar.-Nr. 1, 2 und Nr. 3 litt. a und b, ebenso die unter
Tar.-Nr. 7 lirt. a und b erwähnten Gattungen von Gewerben oder Erwerbsarten