Mebersicht der Ereignisse des Jahres 1873.
Wenige. Die nächste Folge davon war, daß auf der einen Seite die
Rothen in den Städten des Südens, auf der andern Seite die Carlisten
im Norden gewonnenes Spiel hatten. Vorerst hatten die letzteren
noch mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen: an Soldaten und Landsknechten
aller Art fehlte es ihnen zwar nicht, wohl aber an Geld, an
Waffen und an Munition. Solche wurden ihnen zwar nunmehr von
Frankreich her zu Lande und von England her zur See in größerem
Umfange zugeführt, von Frankreich genossen sie unter der Hand überhaupt
jeder Unterstützung in jeder nur möglichen Weise, so daß die
nächstgelegenen französischen Departements fast geradezu als ihre Operationsbasis
angesehen werden mochten; aber es erforderte immerhin
Zeit, bevor sie die einzelnen Banden, mit denen sie bisher operirten,
zu einer Art Heer organisirt hatten, das im Stande war, das Feld
zu behaupten; jedenfalls konnten sie vorerst noch nicht daran denken,
ihre Berge zu verlassen und in die Ebene herabzusteigen. Gefährlicher
für die nächste Zeit waren die Aufstände im Süden des Landes. Unmöglich
konnte die Madrider Regierung dem, was hier geschah, ruhig
zusehen, so sehr auch einzelne Mitglieder der Regierung, vor Allem
ihr Haupt Pi y Margall selber, damit wenigstens im Allgemeinen
einverstanden sein mochten. Die Gewaltthätigkeiten und Unordnungen,
die hier bald an der Tagesordnung waren, zwangen sie zum Einschreiten.
Sie raffte zusammen, was sie an Truppen noch hatte, und
es gelang ihr, einige der aufgestandenen Städte mit Gewalt zu unterwerfen,
in anderen erlangten die Gemäßigteren durch eigene Anstrengung
wieder die Oberhand, in noch andern entwickelte sich ein Zwitterding
zwischen Anarchie und halber Ordnung: der Aufstand concentrirte
sich als solcher in der festen Seestadt Cartagena, die jedenfalls nur
durch eine förmliche Belagerung bezwungen werden konnte und, mit
allem Erforderlichen wohl versehen, inzwischen darauf ausging, den
Brand wieder über den ganzen Süden Spaniens auszubreiten. Glücklicher
Weise für die Madrider Regierung trat hier der deutsche Schiffscapitän
Werner, obwohl wie es scheint ohne förmliche Instruction oder
Vollmacht seiner Regierung ad hoc, im Einverständniß mit dem in den
spanischen Gewässern commandirenden englischen Admiral den Raubzügen
der rothen Insurgenten Cartagena's, durch welche sie die Städte
längs der Südküste Spaniens entweder neuerdings zum Aufstand zu
verleiten oder aber, wenn sie widerstanden, zu brandschatzen versuchten,
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