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8. 22.
Konkurriren bei der etatsmäßigen Besetzung einer den Militäranwärtern vorbehaltenen
Stelle mehrere bereits einberufene, aber noch nicht etatsmäßig (§. 13) angestellte Stellenanwärter,
so finden die im §. 18 festgestellten Grundsätze siungemäß Anwendung. Einen
Anspruch auf vorzugsweise Berücksichtigung haben jedoch die ehemaligen, mindestens acht
Jahre gedienten Unteroffiziere nicht denjenigen Stellenanwärtern gegenüber, deren Gesammtdienstzeit
(aktive Militärdienstzeit und Dienstzeit in dem betreffenden Dienstzweige) von
längerer Dauer ist, als die von ihnen selbst zurückgelegte.
Nichtversorgungsberechtigte, welche für eine den Militäranwärtern ausschließlich vorbehaltene
Stelle einberufen worden sind, weil kein geeigneter Stellenanwärter vorhanden
war, sind bezüglich der etatsmäßigen Anstellung den Stellenanwärtern, welche nicht nach
mindestens achtjähriger aktiver Dienstzeit aus dem Heere oder der Marine als Unteroffizier
ausgeschieden sind, gleichzuachten. Jedoch dürfen dieselben nicht vor solchen qualifizirten
Stellenanwärtern etatsmäßig angestellt werden, welche in demselben Dienstzweige eine gleiche
oder längere Dienstzeit zurückgelegt haben. Dasselbe gilt für die in §. 10 Nr. 7 bezeichneten
Personen, sofern ihnen die Anstellungsfähigkeit für einen bestimmten Dienstzweig und
nicht nur für eine bestimmte Stelle verliehen worden ist.
Das Aufrücken in höhere Diensteinnahmen und die Beförderung in Stellen höherer
Klasse erfolgt lediglich nach den für die einzelnen Dienstzweige maßgebenden Bestimmungen.
Der Besitz des Civilversorgungsscheins begründet dabei keinen Anspruch auf Bevorzugung.
Jene Bestimmungen dürfen jedoch ebensowenig Beschränkungen zu ungunsten der Militäranwärter
enthalten, vielmehr ist thunlichst darauf Bedacht zu nehmen, daß denselben Gelegenheit
zur Erwerbung der Oualifikation für das Aufrücken in höhere Dieuststellen geboten
werde.
Ist für das Aufrücken in höhere Diensteinnahmen oder für die Beförderung in höhere
Dienststellen die Gesammtdienstzeit entscheidend, so wird dieselbe für Militäranwärter mindestens
von dem Beginn der Probezeit in dem betreffenden Dienstzweige ab berechnet.
§. 23.
Von der Besetzung der den Militäranwärtern vorbehaltenen Stellen haben die An-