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Landtage an's Verwilligen kam, und die Repartition der Totalsumme
bestimmt werden sollte, so sahen sie sich sogleich von
allen Seiten her uͤberstimmt. Noch Gläck genug, wenn nur
in den Landtagsabschied eingerückt wurde, daß die diehmalige
Repartition nicht als allgemeines Normativ künftighin angesehen
werden dürfte.
Gewiß es war ein Meiisterstück von polieik, das Gesammtkorps
der Prälaten in diese Lage zu schieben; und nicht
die Zeit allein that's, sondern die Negociationskunst war's,
die dieß ausrichtete. Zwar trieb man sie leicht wohl damals
durch den Reformationsschrecken in jede noch so kümmerliche
politische Lage hinein, aber erst schien doch der neue Religionsfriede
vom nächstkünftigen Reichstage erwartet werden zu
müssen, ehe man jenen Schrecknissen einen hohen Grad von
Wahrscheiulichkeit geben konnte.
Auch war das Institut noch gar nicht im Gange, das
nachher Herzog Christoph trefflich in Gang zu setzen wußte,
daß man jedem der Landesprälaken alle seine Einnahmen genau
untersuchte, und jedem derselben hohen Orts genau ausrechnete,
wie viel er jährlich bei einer hoͤchst eingezogenen
Wirthschaft, nur um ordentlich leben zu können, unumgänglich
haben müsse, und Jedem das, was noch übrig blieb, hinwegnahm,
um Alles zusammen zu einem eigenen Fond aufzusammeln.
Wenn'e ersi so weit war, und wenn man einsi
dem Prälaten selbst von dem, was er noch hatte, nicht weiter
nehmen konnte, sondern jeden Beitrag zu den Lasten des Landes
von jenem aufgesammelten Fond nehmen mußte, von
dem, er mochte klein bleiben oder groß werden, der Prälat
doch nichts weiter genog, so war's alsdann wohl ziemlich
gleichgültig, ob die Prälaten zum Sechstheil oder zum Drittheil
mitzusprechen oder mitzuverwilligen hatten. Aber wer