Full text : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1909. (36)

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8  10.

Der  Vorstand  ist  beschlußfähig,  wenn  wenigstens  5  Mitglieder  erschienen  sind.
Die  Beschlußfassung  des  Vorstandes  erfolgt  mit  absoluter  Stimmenmehrheit;  bei
Stimmengleichheit  entscheidet  die  Stimme  des  Vorsitzenden.

8S  II.

Innerhalb  der  ersten  drei  Monate  des  Jahres  beruft  der  Vorsitzende  des  Vorstandes
die  Genossenschaftsversammlung  an  den  Sitz  der  Genossenschaft  ein.

Die  Einberufung  ist  durch  Ausschreiben  in  der  Zeitung  wenigstens  14  Tage
vor  dem  bestimmten  Tage  unter  Angabe  der  Tagesordnung  öffentlich  bekannt  zu  machen.

Die  Einberufung  einer  Genossenschaftsversammlung  hat  außerdem  zu  geschehen,  wenn
eine  solche  von  wenigstens  10  Mitgliedern  unter  Angabe  des  Beratungsgegenstandes  schriftlich
  beim  Vorstand  beantragt  wird.

8  12.

Der  Genossenschaftsversammlung  kommt  zu:
1.  die  Wahl  des  gesamten  Vorstandes;
2.  die  Aufstellung  des  Voranschlages  für  das  nächste  Wirtschaftsjahr;
3.  die  Entgegennahme  und  Anerkennung  der  Rechnung  und  die  Entlastung  des  Rechners;
4.  die  Beschlußfassung  über  Anträge,  welche  die  wirtschaftliche  Benützung  und  die
Beaufsichtigung  der  Genossenschaftsstrecke  betreffen;
die  Festsetzung  der  von  den  Genossen  zu  leistenden  Beiträge;
die  Bestimmung  über  die  Zahl  der  den  einzelnen  Genossen  in  den  Fällen  des
8  13  der  Satzung  einzuräumenden  Stimmen;
7.  die  Bestimmung  über  die  Verteilung  der  Erträgnisse  des  genossenschaftlichen
Fischereibetriebes;
die  Wahl  des  Schiedsgerichts;
die  Beschlußfassung  über  die  Aufstellung  besonderer  Fischer.

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8  13.

In  der  Genossenschaftsversammlung  hat  jedes  Genossenschaftsmitglied  eine  Stimme.

Bei  der  Beschlußfassung  über  die  Teilnahme  an  den  Vorteilen  und  Lasten  der  Ge—
nossenschaft,  dann  bei  der  Beschlußfassung  über  die  Auflösung  der  Genossenschaft,  endlich
wenn  die  Genossenschaft  in  eine  Zwangsgenossenschaft  behufs  gemeinsamer  Bewirtschaftung
und  Nutzung  des  Fischwassers  umgewandelt  werden  soll,  ist  für  das  Stimmenverhältnis
neben  der  Anzahl  der  Beteiligten  auch  der  Umfang  der  Fischereirechte  maßgebend.