Contents : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1908. (74)

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8  6.  Eine  Verminderung  des  mit  der  Schulstelle  verbundenen  Einkommens  darf  nur
mit  Genehmigung  der  obersten  Schulbehörde  vorgenommen  werden.

8  7.  Bei  Schulen,  welche  einem  Direktor  nicht  unterstehen,  ist  dem  Lehrer  und  bei
Vorhandensein  mehrerer  Lehrer  dem  ersten  Lehrer  beziehentlich  dem  an  seiner  Stelle  mit
der  Leitung  der  Schule  beauftragten  Lehrer  für  die  Besorgung  der  Verwaltungsgeschäfte
aus  der  Schulkasse  eine  jährliche  Vergütung  von  100  4  und  bei  dem  Vorhandensein  von
vier  oder  mehr  Lehrern  eine  solche  von  200  A  zu  gewähren.

Diese  Vergütung  bleibt  bei  der  Berechnung  der  Pension  außer  Betracht.

88.  Artikel  3  des  Gesetzes  vom  26.  Februar  1900  wird  durch  folgende  Be—
stimmung  ersetzt:  «
GegenbesondereVergütung,dienichtunter70JZjährlichfüreinewöchentliche

Stunde  betragen  darf,  hat  der  Lehrer  noch  bis  zu  sechs  Stunden  wöchentlich  an
der  Volks-  oder  Fortbildungsschule  zu  übernehmen.

§  9.  Unter  „Lehrer“  im  Sinne  dieses  Gesetzes  sind  auch  die  Lehrerinnen  zu
verstehen.

8  10.  Den  Schulgemeinden  werden  zur  Aufbringung  der  von  ihnen  nach  §  4  zu
zahlenden  Dienstalterszulagen  Beihilfen  aus  der  Staatskasse  in  folgender  Weise  gewährt:

Die  Schulgemeinden,  an  deren  Volksschulen  nicht  mehr  als  acht  ständige  Schulstellen
einschließlich  der  Direktorstellen  vorhanden  sind,  erhalten  jährlich  Beihilfen  in  Höhe  der
von  ihnen  in  jedem  Jahre  gemäß  §  4  zu  zahlenden  Dienstalterszulagen.

Die  Schulgemeinden,  an  deren  Volksschulen  mehr  als  acht  ständige  Schulstellen  einschließlich
  der  Direktorstellen  vorhanden  sind,  erhalten  zur  Aufbringung  der  Dienstalterszulagen
  jährliche  Beihilfen  nach  der  Zahl  der  diese  Schulen  besuchenden  Schulkinder,
und  zwar:

für  das  erste  und  zweite  Tausend
je  6·.4  für  ein  Kind,
für  das  dritte  bis  fünfte  Tausend
je  3%/  für  ein  Kind
und
für  jedes  weitere  Kind
1.750.
Maßgebend  ist  jedesmal  die  Schulkinderzahl  am  3  1.  Mai  des  laufenden  Jahres.

Diese  Beihilfen  dürfen  den  Betrag  der  nach  §  4  zu  zahlenden  Alterszulagen  nicht
übersteigen.

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