Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1909. (43)

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d)  die  Bezeichnung  der  Sendung  nach  ihrem  Inhalte,  bei  Stückgut  auch
Anzahl,  Art  der  Verpackung  und  Adresse  (oder  statt  dieser  das  Zeichen
und  die  Nummer)  der  Frachtstücke.  Die  Eisenbahn  kann  auch  bei
Wagenladungen  die  Bezeichnung  des  Inhalts  nach  Anzahl  und  Verpackungsart
  verlangen,  wenn  die  Beschaffenheit  der  Ladung  es  zuläßt.
Die  in  der  Anlage  C  aufgeführten  Gegenstände  sind  mit  der  dort  gebrauchten
  Bezeichnung  zu  benennen;

e)  das  Gewicht  der  Sendung  (vergleiche  jedoch  §  58  Abs.  (2)  und  (3))  oder
statt  dessen  eine  den  Vorschriften  der  Versandbahn  entsprechende  Angabe;

f)  bei  Gütern,  die  er  selbst  verladen  hat,  die  Nummer  und  die  Eigentumsmerkmale
  des  Wagens;

g)  im  Falle  der  Vorausbezahlung  der  Fracht  den  Freivermerk;

h)  den  etwaigen  Antrag  auf  Ausstellung  eines  Frachtbriefduplikats  oder
Aufnahmescheins;

i)  die  etwaige  Angabe  des  Interesses  an  der  Lieferung  und  der  auf  dem
Gute  lastenden  Nachnahme;

k)  das  etwaige  Verlangen,  daß  das  Gut  bahnlagernd  zu  stellen  ist.  Bei
den  in  der  Anlage  C  aufgeführten  Gegenständen  ist  ein  solches  Verlangen
  unzulässig;

l)  die  genaue  Bezeichnung  der  zur  Erfüllung  der  Zoll-,  Steuer-  oder
Polizeivorschriften  beigegebenen  Begleitpapiere  (§  65  Abs.  (1));

m)  bei  Sendungen,  die  einer  zoll-  oder  steueramtlichen  Abfertigung  unterliegen,
  die  zu  berührende  Abfertigungsstelle,  wenn  er  eine  solche  zu  bezeichnen
  wünscht  (§  67  Abs.  (2));

n)  den  Ort  und  den  Tag  der  Ausstellung;

o)  die  Unterschrift  mit  Namen  oder  Firma  unter  Angabe  der  Wohnung.
Die  Beifügung  der  Telegrammadresse  und  Fernsprechnummer  ist  gestattet.

(2)  Die  Eisenbahn  kann  verlangen,  daß  jeder  Wagenladung  ein  besonderer
Frachtbrief  beigegeben  wird.

(3)  Mehrere  Gegenstände  dürfen  in  denselben  Frachtbrief  ausgenommen
werden)  wenn  sie  nach  ihrer  Beschaffenheit  ohne  Nachteil  zusammengeladen  werden
können  und  keine  Zoll,  Steuer-  oder  Polizeivorschriften  entgegenstehen.

(4)  Den  vom  Absender  aufzuladenden  oder  vom  Empfänger  abzuladenden
Gütern  sowie  den  nach  §  54  Abs.  (2)  bedingungsweise  zur  Beförderung  zugelassenen
  Gütern  sind  besondere,  andere  Gegenstände  nicht  umfassende  Frachtbriefe
beizugeben.  Eine  Ausnahme  hiervon  ist  nur  statthaft,  wenn  die  Gegenstände  der
Anlage  C  nach  den  dort  getroffenen  Vorschriften  mit  anderen  Gütern  zusammengepackt
  aufgegeben  werden.  In  dem  gemeinsamen  Frachtbriefe  müssen  dann  aber
die  nur  bedingungsweise  zugelassenen  Güter  besonders  aufgeführt  und  durch  Hinzufügung
  des  Wortes  „(bedingungsweise)“  gekennzeichnet  sein.

(6)  Reicht  der  für  die  Beschreibung  der  Güter  vorgesehene  Raum  auf
der  Vorderseite  des  Frachtbriefs  nicht  aus,  so  ist  die  Rückseite  zu  benutzen;
nötigenfalls  sind  dem  Frachtbriefe  gleichgroße  Blätter  anzuheften  und  dann  be-