Full text : Unser Preußen.

3.  Die  innere  Festigung  durch  Friedrich  Wilhelm  J.  105

Obwohl  Preußen  eine  der  besten  Armeen  der  Welt  besaß,  hütete  der
König  sich  soviel  wie  möglich  vor  einem  Kriege;  aber  kaum  war  der  Nordische
beendet,  so  drohte  ein  neuer,  größerer.  Kaiser  Karl  VI.  hatte  keinen  Sohn
und  suchte  deshalb  durch  ein  Hausgesetz,  die  pragmatische  Sanktion,
seiner  Tochter  Maria  Theresia  die  Nachfolge  in  allen  österreichischen  Ländern
zu  sichern.  Spanien  hatte  er  bereits  gewonnen;  denn  es  war  eine  Verlobung
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und  suchten  auch  3
Preußen  zu  sichd  rl
herüberzuziehen.  —
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jetzt,  ihren  Gemahl
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in  Herrenhausen
bei  Hannover  mit
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den  Fall  eines  Krieges
  zu  schließen,
wobei  diese  beiden
versprachen,  dahin
wirken  zu  wollen,  Das  Mühlenthor  in  Stargard.

daß  Jülich  und

Berg  beim  Aussterben  der  Linie  Pfalz-Neuburg  an  Preußen  käme.  Die  Anhänger
der  kaiserlichen  Partei,  Leopold  von  Dessan  und  Grumbkow,  redeten  dem  König
ein,  daß  das  Herrenhäuser  Bündnis  auf  einen  Angriff  berechnet  sei,  dessen  Kosten
er  vornehmlich  zu  tragen  haben  werde.  Dem  kaiserlichen  Gesandten  Seckendorf
fiel  es  dann  nicht  schwer,  ihn  wieder  auf  die  Seite  des  Kaisers  zu  ziehen.  Beide
schlossen  1726  den  Vertrag  zu  Wusterhausen,  in  welchem  sie  sich  gegenseitig
ihren  Besitzstand  gewährleisteten,  wobei  Friedrich  Wilhelm  die  pragmatische

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