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der Nachprüfung des Hilgerschen Verfahrens getan hatten, die Essige nach Alkalizusatz
konzentrierten und nun den Überschuß des Alkalis über die starke Säure in
alkoholischer Lösung mit Normalsäure unter Verwendung von Methylorange als Indikator
zurücktitrierten. Es wurden auf diese Weise durch Tüpfelung auf Methylorangepapier
erhalten:
1. Im Weinessig. 2. Im Spritessig.
0,113 ccm 5 H2SOs statt 0,105 ccm, 0,041 ccm 5280, statt 0,040 ccm,.
0,089 0,039 „ n-HCl »„ 0,040 „
0,095} „ n-HNO, „ 00% „
0,093
0,013
0.0098 [ee n-HCl statt 0,010 ccm,
0,045 ccm 5 H180, statt 0,040 ccm,
0,044 ccm n-HOCl statt 0,040 ccm;
Wie nach theoretischen Erwägungen zu erwarten, ließen sich die starken Säuren
ebenso scharf durch Titration mit Ammoniak wie mit Alkalilaugen bestimmen. Es
wurden so bei einer direkten Titration erhalten:
0,112 ccm 5 180, statt 0,100 com,
0,053
0,050 ” ” 0,050 ”
Als die Konzentration der Essigsäure in derselben Weise, wie es Hilger angegeben
hatte, nach Neutralisation der gesamten Säure versucht wurde, ergaben, sich
bei der Bestimmung der freien Schwefelsäure unbrauchbare Resultate. Es liegt dies
daran, daß für die Zersetzung des Natriumacetats zunächst eine größere Menge
Schwefelsäure verbraucht wird, und, da nun eine größere Menge Sulfate sich in Lösung
befinden, sich der erste Überschuß an freier Schwefelsäure schwer zu erkennen gibt.
Durch die Anwesenheit des Neutralsalzes NaS0, wird die Dissoziation der freien
Säure HsSO, in der alkoholischen Lösung stark herabgesetzt. Wir haben das Gleichgewicht:
SO,” + H' 2 HSO4, infolge der hohen Konzentration des SO,“ ist der Gehalt
an H‘ ein entsprechend niedriger. In Lösungen mit 50°, Alkoholzusatz, die
in bezug auf Natriumsulfat ?/, äquivalent-normal waren, mußte der Gehalt an freier
Schwefelsäure !/so äquivalent-normal sein, um mit Methylorange dieselbe Rötung zu
ergeben, die in Lösungen ohne Neutralsalz durch "/ıoo äquivalent-normale Schwefelsäure
hervorgebracht wurde.
Noch viel auffälliger als bei der Schwefelsäure zeigte sich der Einfluß von
Neutralsalz bei der Oxalsäure. Nach der Schidrowitzschen Methode konnte Oxalsäure,
die frei von Neutralsalz war, noch in fast 1/00 äquivalent-normaler Konzentration
nachgewiesen werden. Als aber versucht wurde, die zugegebene Oxalsäure durch
Alkali zurück zu titrieren, wurde nur ungefähr die Hälfte der äquivalenten Menge ver-