Inhaltsverzeichnis : Geschichte des deutsch-französischen Krieges 1870 und 1871.

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Fünftes  Kapitel.

Die  Winterfeldzüge  an  der  Loire,  im  Norden  und  im  Osten.
Die  Bernirung  von  Paris.

Am  29.  Oktober  war  die  Festung  Metz  von  den  deutschen
Truppen  besetzt,  unmittelbar  danach  trat  der  Feldmarschall  Prinz
Friedrich  Karl  mit  drei  Armeekorps,  dem  3.,  9.,  10.,  den  Marsch  in
südwestlicher  Richtung  an,  um  in  das  Herz  Frankreichs  vorzurücken,
die  Loirearmee  zu  beseitigen  und  den  Süden  in  Schach  zu  halten.

Die  große  Energie,  durch  welche  der  Prinz  seinen  Feldherruruf
schon  so  früh  begründete,  wandte  er  auch  auf  diesem  Marsche  zum
großen  Nutzen  seines  ganzen  Unternehmens  wieder  an.  Die  Stimmung
  der  Truppen  war  eine  vortreffliche,  die  Heerstraßen,  auf  denen
sie  marschirten,  waren  in  sehr  gutem  Zustande,  die  Gegenden,  durch
welche  sie  zogen,  hatten  vom  Kriege  nicht  gelitten,  die  Verpflegung
war  daher  reichlich  und  gut.  Unter  diesen  günstigen  Umständen  legte
die  Armee  im  Anfange  täglich  3—5  Meilen,  später  sogar  6  Meilen
und  darüber  zurück.

Der  Marsch  ging  über  Commerch  durch  die  Ausläufer  des  Argonnenwaldes,
  welche  öfter  herrliche  Landschaftsbilder  boten.  Berührt
wurde  das  Städtchen  Joinville,  nach  dem  ein  Prinz  des  Hauses
Orleans  den  Namen  trägt.  Von  den  Pionieren  wurde  sofort  die
Eisenbahn  von  St.  Dizier  über  Joinville  wieder  fahrbar  gemacht
und  in  Betrieb  gesetzt,  wodurch  namentlich  das  Nachschieben  von
Proviantkolonnen  für  die  marschirenden  Korps  sehr  erleichtert  wurde.
Weiter  zog  der  Prinz  über  Doulevant-le-Chateau,  über  La  Rothière
(bekannt  aus  den  Freiheitskriegen)  nach  Brienne,  demselben  Orte,

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