Volltext : Deutsches Kolonialblatt. XXI. Jahrgang, 1910. (21)

G  1013  e
Marktbericht.)

 

Baumwollec.  Der  Markt  ist  fest,  es  besteht  die  Aussicht
  auf  höhere  Preise.  Die  amerikanischen  Eigner
halten  fest  auf  Preise  und  lassen  sich  durch  momentaue
  Abschwächungen  an  den  Terminmärkten
nicht  beeinflussen.  Auch  die  äghptischen  Sorten
bleiben,  trotz  großer  Zufuhren,  gut  bebauptet  und
notieren  etwa  11  Pence.  Middling  amerik.  wertet
77¼  X  gegen  7510.¼  im  November.  Der  Kousum
ist  schlecht  versorgt:  nach  dem  gerade  eingetroffenen
amtlichen  Bericht  wird  die  Ernte  auf  111,  Millionen
Ballen  geschätzt,  womit  der  Konsum,  besonders  nach
der  letzten  kleinen  Ernte,  bei  weitem  nicht  auskommen
  dürfte.  Von  Togo  wurden  nur  50  Ballen,
kurstapelige  Ware,  zu  63  Pf.  für  1½5  kx  verkauft.
Aus  zweiter  Hand  wechselten  140  Ballen  geringer
Qualität  zu  58  Pf.  die  Hände.  Gute  Durchschnittsualitär
  Togo  wertet  etwa  75  Pf.  für  ½  kk  gegen
73  Pf.  im  Vormonat.  Von  Umsätzen  in  Ostafrikanischer
  Baumwolle  ist  wenig  bekannt  geworden.
Es  notieren:  Upland  von  Narunsja  0,75—  0,85  1/
(gegen  0.70—0,85  im  Vormonatl,  Abasi  0,75  bis
1,02  (0.75—1,00  ./%0.  Mitafifi  0,70—0,00  %
(0.70—0,  90  .(0.  Caravonica  0,90—1,02  &  10.90
bis  1,00  %)  für  ½  kg.

Baumwollsaat  ist  flauer.  Es  notieren  von  70  "
bis  120  .X  für  1000  kg,  je  nach  Onalität  und  Provenieng,
  gegen  80—140.  #  im  Vormonat.  Agupten
sendet  sehr  große  Quantitäten  nach  Hamburg.  Von
Alerandrien  trafen  letzthin  zwei  Dampferladungen
mit  zusammen  7500  000  kg  ein  und  werden  weitere
Sendungen  erwartet.

Blei  stetig.  Es  notieren  wie  im  Vormonat:  Englisch
Blei  in  Mulden  14,75—15  .x,  deutsches  Blei  in
Mulden  15  X  für  50  kg.

Elfenbein  ist  ruhig,  aber  fest,  bei  einem  Werte  von
10,40  .%  für  ½  kt  für  Kamerun-Gabun-Elefantenzähne
  mit  einem  Durchschnittsgewicht  von  15—16
Pfund  engl.  Im  Vormonat  wurden  notiert  10.,30
bis  10,.35  „K  für  ½  kxg.

Erdnüsse  sind  in  ruhiger  Tendenz.  Die  Aussichten
sind  wenig  guversichtlich.  Es  sind  etwa  150  Tons
umgesetzt.  In  ostafrikanischer  Herkunft  fanden  Umsätze
  statt  zu  16.50—16.#é4gegen  16.75—17.#¼  für
50  kg  im  November.  Westafrikanische  Sorten  (in
der  Schale)  sind  von  23—2#,75  /&  für  100  kg  auf
22•—24  &  zurückgegangen.

Hauf.  Deutsch-Ostafrika-GQGauf.  Zugeführt  wurden
etwa  825  Tons.  Durch  Entgegenkommen  der  Importeure
  kam  es  zu  einigen  Abladegeschäften.  Der
Verkauf  der  Loko-Partien  vollzog  sich  schleppend
und  gaben  auch  hierfür  die  Preise  nach.  Die  Notierung
  beträgt:  Superior-Ware  etwa  25,25  bis
25,50  %  (gegen  26.50—26,00  A  im  Vormonat),
Reguläre  Prima  25  25,25  .  (26.—25,50  Al),  Sekunda-Mittelware
  21—21,50.%(241—23  .  ),  geringe
Ware  21  -23  .  A  (22  1%  Abfallhauf  13—14,25  ./%
(11—15.50  .4)  für  50  kg.

Kaffee  war,  abgesehen  von  geringen  Schwankungen,
im  allgemeinen  sehr  fest  und  in  steigender  Tendenz.
Liberia  neuer  Ernte  wertet  0,60  .  gegen  0,55  %
für  ½  kg  im  Vormonat.

Kakav.  Der  Markt  war  zeitweise  etwas  ruhiger,  ist
aber  jetzt  wieder  gut  behauptet.  Die  heutigen  Werte
sind  für  Ramerun-Plautagen  50—50,50  +lgegen
19  —49.50  .  A  im  Vormonat),  Victoria  46.  M  (4õ  .  ,
Victorig  (rauchig)  35—37  %  (35.10,  Lagos  46.
(15,50  MC),  Accra  18.¼  (46,50  —410.(G,  Old  Calabar
46.  (411,  50  /4),  Fein  Sao  Thomé  18.50.¼  (48.7%0,
Kurant  Sao  Thomé  47.  K  (45.  %/)  für  50  kg.

 

 

Kapock  (Pflanzenseide)  bleibt  nach  wie  vor  fest  und
pefragt  zu  vormonatlichen  Preisen  von  0.95.  für
kg  für  graue  Ware  und  1,25  .  fürel/,  kg  für
weiße  Ware.

Kautschuk  ist  in  den  letzten  Wochen  stabiler  geworden
und  haben  sich  afrikanische  Sorten  ziemlich  von
den  Tagesschwankungen  für  Para  emanzipiert.
Kamernn-Batangab,  S0—6,  10.  “%(gegen  5.80  —6,10.4
im  November),  Gabun  5.20—5,140  7  (5,20—5,  10.%,
Südkamerun  7,80.“  (7,80.  /),  In  Kamernn-Würste
7.7  (7.10.  In  Kamernun-—uchen  5,20—5,40  .
(5,20—5,40  .%,  Ia  Goldküsten-Lumps  4.80—5  .
(4,80—5.1/%,  Ia  Togo-Lumps  5.70—6.1/  (5,70—6.1440,
Ia  Togo-Adeli-Bälle  11.50—12  (11,50—12  4/0
für  1  kg.

Kolanüsse  werden,  wie  im  Vormonat,  je  nach'  Qualität,
  nominell  mit  0.10—0,60  &  für  1  kg  bewertet.

Kopal  bleibt  unverändert  flau.  Kamernn  0,70—0,75.4/
Zanzibar  glatt  0,80—3  ,  Zanzibar  Gänsehant
8—10.,  Madagaskar  0.70—2,70  ¾,  Bissao-Bonlama
  1,65—1,90.  für  1  kg,  alles  ungefähr  wie  im
Vormonat.  Die  Frage  bleibt  beschränkt.

Kopra  ist  im  Preise  gefallen  und  sind  die  Aussichten
trübe.  Es  notieren:  Westafrika  20—22  .  (gegen
20—24..%¼  im  Vormonat),  Ostafrika  22—24.24,50
bis  26./0,  Südsee  23—23,50.¼  (25.—26.1/),  Singapore
  23,25—23.50  K  (21,50—25  .  )  für  50  kg.

Kupfer  schwächer.  Die  Aussichten  sind  immer  noch
nicht  besser.  Es  notieren  63.  für  50  kg  gegen
65  ¼  4&  im  Vormonat.

Mais.  Der  Artikel  ist  ziemlich  ruhig  und  in  den  Preisen
  unverändert  geblieben.  Gute  weiße  Togoware
wertet  wie  zuletzt  105.&  für  1000  kg.

Mangrovenrinde  ist  infolge  drängender  Augebote
übermäßig  gedrückt  und  sind  Preise  von  11.#X  für
100  kg  im  Vormonat  bis  auf  10,25.K  Zurückgegangen.
  Momentan  haben  die  Preise  sich  auf  10.50.%
erholen  können  und  darf  auf  eine  weitere  Befestigung
gehofft  werden.

Palmkerne  haben  infolge  mangelnden  Olabsatzes  und
der  unsicheren  Lage  des  Marktes  für  Fette  und  Cle
eine  größere  Preigeinbuße  erlitten.  Es  notieren:
Lagos-Ramerun  17,95—17,92½  .NKF  (gegen  19.25.#%
im  Vormonat),  Togo  17,75—17.721  K  (19,05  .%/),
Elfenbeinküste  17,.45—17,12½  „K  (18.95  %)  für
50  kg  einschl.  Sack.  Dezember/Februar-Abladungen
notieren  0,15.  für  50  kg  unter  obigen  Preisen.

Palmöl  ist  leblos.  Lagos-Portonovo  notiert  35,50
bis  35  /%  (gegen  36,50.  im  November),  Kamerun
35,50—35  .K  (30,50  .10),  Liberia  29,50  —29..  J.  Accrau.
  Togosorten  33,25—32,75  .¾  (30.50  .  40  für  50  kz.

Reis.  Markt  behauptet.  Es  notieren  wie  im  Vormonat:
  Rangoon  von  17—22.K,  Japan  von  29,50
bis  32  K4,  Java  von  32—36  .&  für  100  kg.  Tendenz
  ruhig.

Sesamsaat.  Schwach  und  unsicher.  Es  notieren:
Bennisaat  14—  16.K  (gegen  16—17.  im  November),
ostafrikanische  Sorten  16—16,50  .K#  (16,25—17  0
für  50  kg.

Silber  williger.
November.

Wachs  bleibt  recht  gefragt.  Die  Notierung  beträgt:
Deutsch-ostafritanische  Sorten  270—278  /lgegen
2008—270  XA  im  November),  Madagaskar  260  bis
266  .  A  (256—200  ./((),  Benguella  268—272  4K  (266
bis  270  .#0,  Chile  281—288.¾  (282  —285  .%)  für
100  kg.

74,75  „  gegen  76.“¼  für  1  kg  im

*)  Bericht  und  Preise  betrefsen,  wenn  nichts  anderes  angegeben,  den  Hamburger  Platz  am  10.  Dezember  1910.