Full text : Deutsches Kolonialblatt. XXII. Jahrgang, 1911. (22)

G  161

es  sich  um  Beamte  handelt,  die  sich  in  langjährigem
  Dienste  des  Schutzgebiets  Kamerun  belonders
  bewährt  hatten.

„Polizeimeister  Nolte  ist  nach  einer  telegraphien
  Meldung  des  Gouvernements  am  20.  Feruar
  an  Schwarzwasserfieber  verstorben.
Im  Schutzgebiet  sind  wiedereingetroffen:  Regierungsrat
  Krücke,  die  Bezirksamtmänner  Dr.
ansfeld  und  Dr.  Schürmann,  AIAssessor
Lar  Ruppel,  Hauptmagazinvorstand  Fickel,
andmesser  Steinwarte,  die  Sekretäre  Freiinger
  und  Zeilmann,  Obermaschinist  Zielesch,
ermessungstechniker  Groh,  Zollassistent  Krause,
)a  aschinist  Rißler,  Forstaufseher  Schultze,  Pobeimeister
  Hoffmann,  Gärtner  Simon,  Wegeauer
  Silber  und  Kupferschmied  Kröhne.
Die  Wiederausreise  haben  angetreten:  am
bn-  Februar:  Bezirksamtmann  v.  Krosigk,  Seetär
  Neßler,  Steuermann  Iden,  Maschinist

 

*

Herzog  und  Lazarettgehilfe  Oertel;  am  25.  Februar:
  Regierungsarzt  Dr.  Külz.

Mit  Heimaturlaub  sind  eingetroffen:  am  31.  Januar:
  Bezirksamtmann,  Regierungsrat  Dorbritz;
am  13.  Februar:  die  kommiss.  Sekretäre  Bretthauser
  und  Knetsch,  Maschinist  Haken  und
Polizeimeister  Sachse.

Die  Wieder=  bzw.  Ausreise  in  das  Schutzgebiet
  haben  am  9.  Februar  angetreten:  Oberfeuerwerker
  Löffler  und  Sanitätsfeldwebel  Niedermaier.


Deutsch-Südwestafrika.
Die  Wiederausreise  in  das  Schutzgebiet  haben
am  22.  Februar  angetreten:  Stabsarzt  Graf
und  Oberarzt  Herzer.

Mit  Heimaturlaub  ist  am  12.  Februar  in
Hamburg  eingetroffen:  Unterzahlmeister  Koscholke.

 

1.
#Rchtamtlicher  Teil  H

Nachrichten  aus  den  deutschen  Schutzgebieten.

(Abdruck  der  Nachrichten  vollständig  oder  teilwelse  nur  mit  Quellenangabe  gestattet.)

Deutsch-Ostafrika.

Von  der  Usambarabahn.)

tr  Der  Stand  der  Arbeiten  an  der  Neubaubtrecke
  war  Ende  Dezember  folgender:

Die  Vorarbeiten  waren  bis  Moschi  Kiloha
  ster.  352  beendet,  die  Erdarbeiten  vom  Bahn-4t
  f  Buiko  (Kilometer  174,3)  bis  Kilometer  278,2
infiggestellt  und  auf  der  Strecke  bis  Kilometer  305,5
un  er  Ausführung  begriffen.  Die  Räumungsi
  Rodungsarbeiten  erstreckten  sich  weiter
Kilometer  311.
bis  Die  Brücken  und  Durchlässe  waren  fertig
*  Klometer  270,2.  Auf  der  weiteren  Strecke
err  die  gewölbte  Brücke  bei  Kilometer  287,9
in  ##diesenigen  bei  Kilometer  289,6  und  290,2
u.
Die  Die  Gleisspitze  hatte  Kilometer  278  erreicht.
erste  Bettung  war  ihr  bis  Kilometer  273,5

Gefollt  und  die  volle  Bettung  bis  Kilometer  265
ngebracht.  ·

«)Vat.z«ccmOKotle-1910,Nk.24,S.986f.

 

Die  Fernsprechleitung  war  vollendet  bis
Bahnhof  Same  Kilometer  252,75,  im  Bau  bis
Kilometer  270.

Die  häufigen  Regen  an  der  Baustrecke  fielen
meistens  während  der  Abendstunden  und  der
Nachtzeit,  so  daß  das  Wetter  für  den  Baufortschritt
im  allgemeinen  nicht  ungünstig  war.

Die  Zahl  der  beim  Bahnbau  beschäftigten
Arbeiter  betrug  6879.

Der  Gesundheitszustand  war  im  Allgemeinen
  befriedigend.  Die  größte  Zahl  der  Erkrankungen
  der  Eingeborenen  bestand  in  Fuß=  und
Beingeschwüren  und  Lungenerkältungen,  ohne
Zweifel  eine  Folge  des  häufig  naßkalten  Wetters.
Im  Laufe  des  Monats  Dezember  wurden  fünf
Europäer  behandelt.  Von  den  eingeborenen
Arbeitern  erkrankten  insgesamt  im  Dezember  140.
Es  starben  elf,  davon  sechs  an  Dysenterie.

Am  30.  Dezember  wurde  die  Strecke  bis
Kilometer  272  für  betriebsfähig  erklärt.