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haben wir erst Wandel geschaffen, und zwar, wie wir in dem folgenden
Abschnitt schildern, mit den Waffen in der Hand.
Zurzeit stehen erst etwa eine halbe Million der Einwohner dieses
großen Schutzgebiets mit den neuen Herren in Berührung. Die Sudanund
Haussaneger des inneren Hochlandes sind ähnlich selbständig wie
die des inneren Togogebietes. Auch sie sind zum großen Teil für den
Islam gewonnen und von arabischen und berberischen Beimischungen
durchsetzt. Ihr Einfluß ist im Wachsen begriffen, je mehr der Handel
mit dem Innern zunimmt.
Weit weniger zugänglich für unsere Kultur dürften sich die eigentlichen
Urbewohner dieses Gebiets, die Bojasli, erweisen, welche die
Zwerghaftigkeit der Akkaneger im sogenannten großen Urwald des Kongo
mit der gelben Hautfarbe der Dahomeneger vereinigen. Wie die Akka
sind auch die Bojaeli außerordentlich scheu. Sie leben als Jäger im
Urwald ohne festen Wohnsitz, und auch ihren Tauschhandel betreiben sie,
ohne sich mit den Europäern einzulassen.
Die Viehzucht ist ganz in Händen der Bakwiri, die an Zahl etwa
den Duala gleichkommen. Sie sind ursprünglich ein ebenso unruhiger
und kriegerischer Stamm, haben sich aber in letzter Zeit als friedliche,
willige und tüchtige Lohnarbeiter bewährt und die Duala zu ihrem
Beispiel bekehrt. Sie vertrauen dem Gouvernement in allen Streitigkeiten
mit weißen Händlern und erbitten Rat bei Anlage guter Straßen.
Auch fangen sie an, guten Löhnen Geschmack abzugewinnen, um so mehr,
da ihnen ihr beträchtlicher Gewinn am mühelosen Zwischenhandel durch
die von der Firma Woermann im Inneren angelegten, mit Waffengewalt
gehaltenen Faktoreien zum großen Teil entzogen wurde. Infolgedessen
wird der sehr teure, wenn auch außerordentlich schätzbare blauschwarze
Kruneger aus Liberia immer mehr entbehrlich. Aus diesen rekrutierten
sich bisher unsere Schutztruppe und unsere Trägerkolonnen. Sein Element
ist vielmehr die See, wo er sich als der beste Matrose dieser
Küsten bewährt und sie äußerst ungern verläßt.
Auch die Weineger werden als Arbeiter eingeführt und bewähren
sich für den Dienst im Binnenlande.
Unter den Eingeborenen unterscheidet man noch den Bomboko,
Bantanga, Malimba, Edia und Bakoko, der am Mwelle angesessen ist.
Bei allen herrscht die Vielweiberei. Die Frauen werden hier ebenso
wie in Togo gekauft. Sie gelten als Kapitalanlage. Da hier der