Volltext : Weltkrieg und Gottesreich.

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an  Herrn  Delcassé  während  seines  Aufenthalts  in
Paris  kann  nur  als  Herausforderung  ausgelegt
werden.“  Und  er  fügt  hinzu:  „Konnten  noch  irgendwelche
  Zweifel  bestehen,  so  würden  sie  durch  die
sonderbare  Demarche  des  Obersten  Barnardiston
bei  General  Ducarne  zerstreut  worden  sein.“"  Der
Mann  hat  sich  noch  nicht  gefunden,  der  die  Harmlosigkeit
  dieser  Demarche  nachzuweisen  vermocht  hätte.
Das  Vorgehen  beweist,  daß  England,  welches  seitdem
  aus  der  Verletzung  der  belgischen  Aeutralität
durch  Deutschland  mit  welterschütterndem  „mora—
lischem“  Gezeter  Kapital  geschlagen,  mit  der  Miene
der  Selbstverständlichkeit  über  die  belgische  Neutralität
  hinweggeschritten  wäre,  wenn  es  zuseinem
Vorteil  geschehen  konnte.

Baron  Greindl,  der  wohleingeweihbte,  sagt  im
nämlichen  denkwürdigen  Brief  vom  5.  April  1906
noch  drei  interessante  Dinge:

1.  Daß  der  König  von  England  —  es  bestehe
darüber  kein  Zweifel  mehr  —  Herrn  Delcassé  in
eine  kriegerische  Politik  hineingetrieben  und  ihm  das
übrigens  unausführbare  Bersprechen  gegeben  habe,
100  000  englische  Soldaten  in  Holstein  zu  landen.

2.  Daß  die  englische  Presse  alles  Erdenkliche
getan  habe,  um  zu  verhindern,  daß  die  Konferenz
von  Algeciras  zum  Ziel  führe.

3.  Daß  der  englische  Botschafter  in  Algeciras
nicht  die  geringsten  Anstrengungen  gemacht,  um
eine  für  Deutschland  und  Frankreich  gleich  annehm--bare
  Lösung  zu  finden.

Kurz,  der  König,  der  offizielle  Vertreter  der
Regierung,  und  die  Presse  ziehen  am  gleichen  Seil:

Sie  treiben  miteinander  auf  den  Krieg  gegen  Deutschr—