244 Neuere oberſtrichterliche Erkenntniſſe:
bücher zur Einſichtnahme und Anfertigung von
Auszügen an ihn heraußzugeben, eventuell bei Ge:
richt zu hinterlegen, während Beklagte ſi< blos
dazu verſtanden, dem Kläger fragliche Bücher bei
ihrem Anwalt oder einer beſtimmten anderen Perſon
einſehen zu laſſen. Darauf wurde erkannt: die auf
Heraus8gabe der Bücher gerichtete Klage. werde
abgewieſen, e8 ſeien aber Beklagte ſchuldig, die
Bücher zum Zwe>. der Einſichtönahme auf der
Gerichtsöſchreiberei zu hinterlegen. Nachdem nun
das betreffende Oberlandesgericht die gegen jenes
Urtheil erhobene Berufung verworfen hatte, legte
Kläger Neviſion ein, es wurde jedoch dieſe als unzuläſſig
verworfen aus folgenden Gründen:
' Die Reviſion ſei nach 8. 508 Abſ. 4 der
RCPO. durch einen den Betrag von 4500 Mark
überſteigenden Werth des Beſch werd egegenſtandes
bedingt; einer der Aus8nahmsfälle des 8. 509 a.
a. O, aber ſei nicht gegeben. .
Veſchwerdegegenſtand bilde hier .die Frage
ob Kläger verlangen dürfe, daß ihm die fraglichen
Bücher zu dem oben angegebenen Zwe auf einige
Zeit hinau8gegeben würden, .oder ob er ſich damit
begnügen müſſe, die Einſicht der Bücher in der
Wohnung einer dritten Perſon zu nehmen.
Hienach könne das den Gegenſtand der Neviſion
bildende VermögenSintereſſe des Klägers blos
in den beſonderen Koſten beſtehen, welche damit verbunden
ſein könnten, daß er fragliche Bücher .anſtatt
in ſeiner Wohnung bei einem Dritten einſehen, und
daß er, falls er perſönlich vielleicht hlezu nicht Zeit
haben ſollte, zum angegebenen Zwe einen Mandatar
aufſtellen müſſe. .
Der Werth des Beſchwerdegegenſtandes ſei
nach 6. 508 Abſ. 2 und 8. 3 a. a. O. nach “freiem
richterlichem Ermeſſen feſtzuſehen, weshalb es - auf