wäre an der in den Novembervorgängen des Jahres
1908 wurzelnden Abneigung des Kaisers gegen den
Fürsten nicht gescheitert, wenn die maßgebenden Stellen
sich restlos für ihn eingesetzt hätten. Ich konnte in beiden
Fällen feststellen, wie vorgesorgt war, daß der Kaiser
Bülow ablehnte. —
Drüben stand der King.
Ich weiß, daß vielfach — und nicht nur in der breiten
Offenklichkeit — die Neigung besteht, den König Eduard
mit den Zügen einer persönlichen Gehässigkeit gegen
Deutschland, einer diabolischen Vernichtungsfreude, die
sich im Schmieden eines politischen Würgerings betätigte,
auszustatten. Einer solchen Zeichnung seiner Persönlichkeit
mangelt nach meiner Ansichk jede Objekkivikät. Auch
mein Vater hat den König Eduard wohl niemals ohne
allerlei Vorurkeile bekrachkek. Der im Leben des Kaisers
immer wieder vorkrekende Zug, daß er leichk geneigk ist,
sachliche Mißerfolge als Wirkung einzelner Persönlichkeiken
und als persönlich gegen ihn gerichtete Rancüne
aufzufassen, mag auch hier eine Rolle spielen. Dazu hat
aber in der Tat eine, ich möchke sagen latenke Miß—
billigung der beiden Männer gegen einander krotz aller
äußeren Herzlichkeik wohl stets bestanden. Der Kaiser
mochte fühlen, daß seine bisweilen ein wenig laut und
mehr klirrend als innerlich stark wirkende Ark dork
auf einen welterfahrenen Wirklichkeitssimn — auf kühle
Skepsis — vielleicht auch manchmal auf ein ironisches
Schweigen stieß. Auf eine Ark von stiller Obstrukktion,
die einerseiks zu glatt geschliffen war, als daß sie neue
Angriffspunkte gegeben hätke, andererseils aber den
Kaiser leicht zu Steigerungen seiner Ark verführke.
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