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der es hören will, daß ich auf meiner Reise nur Sand, Tannen,
Haidekraut und Juden gesehen habe. Es ist wahr, daß dieses Stück
mir viel Arbeit verursacht, denn ich glaube Canada ebenso wohl eingerichtet
wie dieses Pommerellen. Keine Ordnung, keine Anordnung.
Die Städte dort sind in einem beklagenswerten Zustand. Culm z. B.
soll 800 Häuser enthalten; es stehen nicht 100 aufrecht, deren Bewohner
entweder Juden oder Mönche sind; und es gibt noch
elendere Städte.“ Und sechs Tage später: „Ich habe einen großen
Teil des Landes gesehen, welches uns in der Teilung zufällt.
Unser Anteil ist der vorteilhafteste, in Betreff des Handels. Wir
werden die Herren aller Erzeugnisse Polens und aller seiner Einfuhr,
was von Belang ist, und der größte Vorteil besteht darin, daß wir,
indem wir Herren des Getreidehandels werden, zu keiner Zeit in
diesem Lande der Hungersnot ausgesetzt sind. Die Bevölkerung
dieser Erwerbung beläuft sich auf 600.000 Seelen und binnen kurzem
wird man sie auf 700.000 bringen können, um so mehr, als
alles, was Dissident ist in Polen, dort eine Zuflucht suchen wird.
Dies ist, mein lieber Bruder, worauf wir hinarbeiten werden;
denn die erste Sorge in einem Staate ist, dessen Bevölkerung nach
Maßgabe der Ertragsfähigkeit des Bodens zu mehren.“ Und am
27. Oktober 1772 schreibt er an d’Alembert: „was kann ich Ihnen
von hier aus sagen, als daß man mir ein Stückchen Anarchie gegeben
hat, mit dessen Umwandlung ich mich beschäftigen muß.
Ich bin damit so in Verlegenheit, daß ich irgend einen enzyklopädistischen
Gesetzgeber zu Hilfe nehmen möchte, um in diesem Lande Gesetze
einzuführen, welche Alle gleich machten, den Eigennutz und die
Ehrfurcht aus dem Herzen aller Bürger mit der Wurzel vertilgten,
die den Unverständigen Gift einflößten und die nur das Phantom
eines Souverains darstellten, welchen man zurück führen könnte
zu dem vorigen, anarchischen Verhältnis, in dem niemand Taxen
und Abgaben kennen würde.“
Erst im Herbst 1772 kam endlich der Teilungsvertrag zwischen
Rußland, Oesterreich und Preußen zu stande. Schon vorher hatte
Friedrich eine größere Truppenabteilung bis zur Netze vorrücken lassen,
soweit sollte er sich das Land aneignen. Er streckte aber seine Hand
noch weiter aus und nahm das andere Ufer der Netze mit Rohrbruch
hinzu. Sein Bevollmächtigter, von Brenkenhof, ließ sich durch die
ihm befreundete Gräfin Skorzewska, Labischins Besitzerin, die als