Full text : Meyers Großes Konversations-Lexikon. Dritter Teil. (3)

Falzaregopaß  —  Feltre

Ballon  in  Brand  geschossen  wurde.  —  Kleine  F.  werden
  für  Leuchtgeschosse  benutzt,  damit  diese  langsam
herabschweben,  also  länger  erleuchtend  wirken.

Falzarep#opass=  wicht.  Alpenübergang,  2117  m,
in  den  Tiroler  Dolomiten,  wurde  14.  Juli  1915  von
den  Italienern  erobert  und  gegen  Angriffe  der  Osterreicher
  behauptet,  Nov.  1917  geräumt.

milienunterstützung,  s.  Bd.  I.,  S.  397.
ugnetz,  s.  Seeminen  und  U-Bootkrieg.
rbbücher,  sow.  Buntbücher.

arbige  Truppen,  s.  Naturvölker.

Jafersoffe.  Deutschland  betog.  1913  aus  dem
Auslande  932000  t  F.,  davon  über  die  Hälfte  Baumwolle.
  Es  erzeugte  selbst  nur  rund  15300  t,  nämlich
11  600  t  Wolle,  3600  t  Flachs,  100  t  Hanf,  also  nur
etwa  1,5  Proz.  des  Bedarfs.  Als  im  Kriege  die  überseeische
  Zufuhr  stockte,  die  Vorräte  der  besetzten  Gebiete
auch  bald  erschöpft  waren  und  der  Ortent  wenig
liefern  konnte,  mußte  —  neben  äußerst  scharfer  Verbrauchsregelung
  —  versucht  werden,  die  deutschen
Haturschäße  dafür  berangiehen.  Weiteres  s.  den
Ausaaz,  1  ase  ioae  ,  179.

Fassatal,  vom  Aviso  durchströmtes  Tal  in  Südtirol
  (vgl.  Bd.  II,  S.  104),  wo  18.  u.  19.  Juni  1915
die  Italiener  vergeblich  versuchten,  die  österr.  Stellungen
  zu  durchbrechen.

Voustseuerwaffen,  für  einhändigen  Gebrauch
bestimmte  Feuerwassen,  wie  Revolver  und  Pistolen.
Bgl.  Hand=  u.  Faustfeuerwaffen  ,  Bd.  II.  S.  279  f.

Zayolle,  Marie  Emile.  frz.  General,  geb.  1852,
1910  Brigadegeneral,  1913  verabschiedet,  bei  Kriegsausbruch
  wieder  im  Heere,  Herbst  1915  Führer  der
70.  Division  in  den  Loretto-Kämpfen,  seit  Nov.  1915
des  33.  Korps  (Verdunkämpfe),  seit  Mai  1916  der
6.  Armce  (eigentl.  Angriffstruppe  während  d.  Sommeschlacht),
  Anfang  1917  der  4.  Armee  (Champagne).
Juli  1917  übernahm  F.  die  mittlere  Heeresgruppe  von
Reims  bis  St.  Mihiel,  Ende  1917  das  franz.  Hilfskorps
  in  Italien  (Kämpfe  zwischen  Brenta  und  Piave)
und  führte  im  Sommer  1918  eine  Heeresgruppe  zwi-Aisne
  und  Marne.

Fecht,  Nebenfluß  der  Ill  im  Elsaß,  s.  Lauch.  Über
die  Kämpfe  im  Fechttal  Febr.  1915  f.  Bd.  I,  S.  204.

Fehmi,  HLassan,  Kabinettschesim  türk.  Ministerium
des  Innern  (Talaat  Pascha),  einer  der  bedeutendsten
Dichter  der  Türkei  (übersetzer  Goethescher  Dichtungen)
und  ihr  einziger  Kriegsdichter,  starb  Febr.  1916.

Fehrenubach,  Konstantin,  deutscher  Zentrumspolitiker,
  geb.  11.  Jan.  1852  in  Wellendingen  (Baden),
  uurst  (kath.)  Theolog,  dann  Jurist,  1882  Rechtsanwalt
  in  Freiburgi.  Br.,  1885  u.  1901  in  die  peie
dad.  Kammer  gewählt,  1907—  09  deren  Präsident,
seit  1905  im  Reichstag,  1917  Vorsitzender  des  Hauptausschusse#,
  8.  Juni  1918  Reichstagspräsident,  12.
Febr.  1919  Präsident  der  Nationalversammlung.

Felahieh,  Stadt  im  Irak,  am  Tigris,  nordöstlich
von  Kut-el--Amara.  Im  Gebiet  von  F.  spielten  sich
Jan.  bis  April  1916  hartnäckige  Kämpfe  ab,  in  denen
die  Türken  siegreich  blieben.  Vgl.  S.  128.

lbbäckerei,  fahrbare  Brotbäckerei  mit  Teigknetmaschine
  und  Backofen.  Jedes  Armeekorps  hatte  2
F.en  mit  je  12  fahrbaren  Backöfen.

Feldbefestigungen,  s.  Bd.  I.  S.  274  ff.  sowie

Bd.  II.  S.  200  (275ff.

Idbrücke,  leichte  Kriegsnotbrücke,  s.  Bd.  II,  S.

eisenbahn,  leicht  verlegbare  schmalspurige

Bahn,  deren  Schwellen  ohne  Unterbau  auf  die  Erdoberfläche
  gelegt  werden;  vgl.  Bd.  II,  S.  266/267.

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lbgeistliche,  s.  Mililärseelsorge.  (152.
eldgeschütze,  s.  Die  Artillerie  im  Kriege,  S.
eldgraue,  Vezeichnung  für  die  Soldaten  nach

ibrer  feldgrauen  Uniform.  (164.

Feldhaubitze,  s.-Die  Artillerie  im  Kriege,  S.

Feldjägerkorps,  reitendes,  aus  Forsteleven
(Res.-Offizieren)  für  diplomatischen  Kurierdienst,  in
Rußland  aus  Offizieren  vom  Oberst  abwärts  ohne
Beziehung  zum  Forstwesen,  in  Osterreich  sow.  Jägerruppe.



Feldküche,  fahrbare  Kochvorrichtung  (in  der  Sol.
datensprache-Gulaschkanone  4),  besteht  aus  zweiräder.
Vorderwagen  für  die  Mannschaften,  Vorräte  und  Ersatzteile
  und  zweiräder.  Hinterwagen  mit  der  eigentl.
Kocheinrichtung  und  den  Behältern  für  Brennstoff
und  Gerät,  beide  durch  Protzvorrichtung  verbunden.
Die  Kocheinrichtung  besteht  aus  doppelwandigem
Speisekessel  (175  h  und  Kaffeekessel  (701).  Die
meisten  F.n  waren  für  Pferdebespannung  Angerichtet
(ogl.  Taf.-Feldlazarette  III.,  Fig.  5  in  Bd.I,  S.  308);
über  Küchenautos  s.  Bd.  I.  S.  283.

Feldmann,  Wilhelm,  im  Kriege  Korrespondent
des  „Berliner  Tageblatts  in  Konstantinopel,  geb.
2.  Febr.  1880  in  Wilhelmshaven,  verfaßte  Kriegstage
  in  Konstantinopele  (1913)  und  -Mit  der  Heeresgruppe
  des  Prinzen  Leopold  von  Bayern  nach  Weißrußland
  hinein  (1916).

Feldoberpostmeister,  der  Leiter  des  deutschen
Feldpostwesens  im  Kriege,  1914—18  Oberpostdirektor
Domizlaff  (Leipzig).

Feldpost,  dient  zur  Beförderung  von  amtlichen
und  privaten  Postsendungen  von  und  an  Heeresangehörige.
  Vgl.  Die  deutsche  F.-,  S.  169.  Die
Feldpostämter  wurden  1.  Febr.  1919  aufgelöst.

Feldpostabteilung,  die  Feldpost  besorgende
Gruppe  des  österr-ungar-  Etappen-Oberkommandos.

Felderoptt.  s.  Militärseelsorge.

eldröntgenwagen,  fahrbare  Vorrichtung  für
Untersuchungen  und  Behandlungen  durch  Röntgentrahlen
  (s.  d.),  mit  Röntgenapparat  und  kleinem
ntersuchungsraum  oder  Geräten  zum  Aufbau  eines
Zeltes.  Meist  waren  die  F.  Kraftwagen,  deren  Motor
beim  Stillstand  zur  Stromerzeugung  für  die  Röntgenstrahlen
  diente.  Vgl.  Bd.  I.  S.  283.

Feldsanitätschef,  Leiter  des  gesamten  Feldsanitätsdienstes,
  Mitglied  des  Großen  Hauptquartiers,
war  1914—18  Generalstabsarzk  v.  Schjerning.  —  Im
Olten  war  oberster  Samttätsoffigeer  Obergeneralarzt
v.  Kern.

Felduniform.  Jum  Zwecke  der  Farbanpassung
an  das  Gelände  wurde  bei  den  kriegführenden  Heeren
eine  entsprechend  gefärbte  F.  eingeführt  (vgl.  Bd.  U,
S.  294  sowie  die  Tafeln  daselbst).

Feldvikariat,  apostolische,  oberste  militärgeistliche
Behörde  in  Österreich-Ungarn.  Vgl.  Militärseelsorge.

Feldwebelleutnant,  in  Deutschland  für  die  Daue
des  Krieges  geschaffener  Dienstgrad,  der  zur  Vesetun
von  Leutnantsstellen  verwendet  wurde  und  zu  den
Subalternoffizieren  im  Nange  der  Leutnants  gehörte,
hinter  denen  er  folgte,  mit  den  Gebührnissen  eines  Leutnants.
  Der  Penstonbanspruch  richtet  sich  nach  dem
Offizierspensionsgesetz,  der  Versorgungsanspruch  der
Hinterbliebenen  nach  d.  Militärhinterbliebenengesegz.

Felhbeungen.  s.  Kriegszeitungen.

eltre,  ital.  Stadt  in  der  Provinz  Belluno,  unweit
  des  Piave,  wurde  13.  u.  14.  Nov.  von  deutschen
und  österr.-ungar.  Truppen  besetzt,  31.  Okt.  1918  von
der  4.  ital.  Armee  wiedergenommen.