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Engen, Ferdinand Pius Bernhard Felix
Maria, Erzherzog von Osterreich, geb. 21. Mai
1863 8; Groß · Seelowitz in Mähren, 1891 Oberst,
1901 kommand. General in Innsbruck und Landesverteidigungskommandant
in Tirol und Vorarlberg,
1908 Generaltruppeninspektor, 1912 beurlaubt. 1915
wurde E. Oberbefehlshaber der österr-ungar. Balkanstreitkräste,
nach Italiens Kriegserklärung Generaloberst
und Kommandant aller Een Italien operier.
Truppen. Nov. 1916 wurde E. Feldmarschall und
blieb bis zum Ende des Kricges nomineller Oberbefehlshaber
gegen Italien. — Bild s. Bd. 1 bei S. 47.
Euphrat, bedeutendster Fluß Vorderasiens (2770
kun lang), nach der Vereinigung mit dem Tigris:
Schattel Arab, wurde seit 1915 zum Kampfgebiet
für die Engländer und Türken; vgl. S. 127.
Enropäisches Gleichgewich b„ von England
Cbalance ofpower-) begünstigte weltpolitische Lehre,
die die europäischen Festlandsstaaten durch gegenseiaige
Rivalität zugunsten Englands in Schach halten
will. Das e. G. soll durch den Bölkerbund ersetzt werden.
Evaknation (lat.,= Räumung, Entleerunge), die
planmäßige Zurückschaffung der Verwundeten aus
den Feldlazaretten in die Reservelazarette bzw. die
Krankenanstalten der Heimat; ferner zwangsmäßige
Räumung von Städten, Landschaften, entweder um
Fallschirm
die Bewohner in Sicherheit zu bringen oder sie nach
volksärmeren Gegenden ##veryssanen.
Evert, Alexis, russ. General, vor Kriegsausbruch
Generalstabschef d. gesamten Heeres, führte Aug. 1914
die 4. Armee, kämpfte gegen Dankl und bis Aug. 1915
in Polen, dann im Wilnaabschnitt und befehligte bis
zum Schluß die Heeresgruppe zw. Wilija und Pripet.
Explosivstoffe, t.-Schieß. u. Sprengstoffe-, S. 171.
Exvortzentrale, staatl. Zentralstelle #r Husam
menfassung der Ausfuhr, wurde 1917 in den Niederlanden
errichtet.
Exterritorialität,, völkerrechtliches Berhältmiz,
nach dem gewisse Personen G. B. Gesandte, Konsuln)
und Sachen in einem Staate dessen Hoheit (bes. Gerichtsbarkeit)
nicht unterworfen sind; vgl. Bd. l, S. 362.
Eydtkuhnen, Flecken Nordostpreußens, war Mitte
Nov. 1914 und Anfang Febr. 1915 Schauplatz heftiger
Kämpfe; vgl. Bd. I, S. 199.
Eyschen, Paul. luxemburg. Staatsmann, geb.
1845, gest. 12. Okt. 1915, 1875 Geschäftsträger in
Berlin, 1888 Staatsminister, seitdem ununterbrochen
an der Spitze der luxemburg. Regierung, machte sich
sehr um die wirtschaftliche und soziale Wohlfahrt verdient.
Wegen Ablehnung seiner Beamtenvorschläge
durch die Großherzogin trat er 22. Febr. 1915 zurürcck.
doch wurde seine Demission nicht angenommen.
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Fabeck, Max von, preuß. General, geb. 6. Mai
1854 in Berlin, 1901 Brigadekommandeur, 1906
Generalleutnant und Kommandeur der 28. Division,
übernahm als kommand. General 1909 die Führung
des 15., 1913 des 13. Armeekorps, erhielt Oktober
1914 eine Armeegruppe in Flandern im Rahmen der
4. Armee, wurde März 1915 Führer der 1. Armee
im Westen, September 1915 der 12. Armee im Osten,
Oktober 1916 der 8. Armee in Kurland und starb
16. Dez. 1916 in Partenkirchen.
Faden, seemänn. Tiefenmaß: deutsch = 1,88 m,
engl. = 1, 82 m, franz. = 1,62 m.
hunenslucht (Desertion), eigenmächtige Enternung
eines Soldaten von seiner Truppe oder überchreitung
des Urlaubs mit der Absicht, sich dauernd
der Dienstpflicht zu entziehen, wurde nach deutschem
Militärstrafgesetz mit Gefängnis, bei wiederholtem
Rückfall, im Felde schon bei einfachem Rückfall, mit
uchthaus, in schweren Fällen mit dem Tode bestrast.
eitweilige unerlaubte Entfernung zog eine
mildere Freiheitsstrafe nach sich. In Belgien wurde
März 1917 Todesstrafe für F. eingeführt.
Fähre, schwimmenbe Vorrichtung zum übersetzen
von Truppen usw., s. Bd. II, S. 275.
Fahrtbälle, schwarze Segeltuchbälle, zeigen auf
Kriegsschiffen an den Masten aufgehißt nach der Höhe,
in der sie hängen, die Schiffsgeschwindigkeit an.
Faiti Hrib, Karsthöhe (400 m) im Görzischen,
wischen Wippach und dem Meere, war in der 9.—12.
sonzoschlacht vielfach umkämpft.
Falkenhausen, Ludwig, Freiherrvon, preuß.
General, geb. 13. Sept. 1844 in Guben, nahm an den
Kricgen von 1866 und 1870/71teil, war 1899—1902
kommand. General des 13. Armeekorps, wurde Okt.
1914 Führer der an Stelle der 6. Armee neugebildeten
Armeein Deutsch-Lothringen und Jan. 1915 Generaloberst.
April 1916 mit dem Oberkommando über den
Küstenschutz betraut, dann Führer der 6. Armee im
Westen, wurde F. Mai 1917 als Nachfolger Bissings
Generalgouverneur von Belgien. F. verfaßte wichtige
militärstrateg. Schriften. — Sein Sohn Friedrich
(geb. 1869) wurde Nov. 1915 Unterstaatssekretär im
Landwirtschaftsministerium und leitete 1917——18 die
Verwaltung im Gebiet des Oberbefehlshabers Ost.
Falkenhayn, Erich von, preuß. General, geb.
11. Sept. 1861 in Burg Belchau („Kreis Thorn), nahm
1900 am Chinafeldzug teil und verblieb bei der Besahungsbrigade
bis 1903, wurde 1906 Chef des Generalstabes
des 16., später des 4. Armeekorps, 1918
als Generalleutnant preuß. Kriegsminister, Dez. 1914
Chef des Generalstabes und Jan. 1915 unter Ernennung
zum General der Infanterie von seiner
Stellung als Kriegsminister entbunden. 1915 veranlaßte
F. den Durchbruch bei Gorlice-Tarnow,
erner die Sommeroffensive gegen Rußland und die
ezwingung Serbiens. Nach der verunglückten Offensive
bei Verdun wurde er Ang. 1916 durch Hinden.
burg ersetzt, erhielt die Führung der 9. Armee gegen
Rumänien (Schlacht bei Hermannstadt u. am Targu
Jiu), 1917 des Asienkorps, 1918—19 der 10. Armee.
F. schrieb: -Die oberste Heeresleitung in ihren wichligsten
Entschließungen 1914—16. (Berl. 1919).—
Bild s. Bd. 1 bei S. 186.
Falklandinseln, brit. Inselgruppe im Atlant.
Ozean, an der Südostküste von Südamerika. — Am
8. Dez. 1914 fand in der Nähe der F. eine deutschenglische
Seeschlacht statt; vgl. Bd. I. S. 270.
allschirm, schirmartige Vorrichtung zum Herablassen
des Luftschiffers aus dem Ballon, öffnet sich
beim Fall, hat etwa 10 m Durchmesser und zur Vermeidung
des Pendelns an der Spitze eine kleine Offnung,
durch welche die Luft allmählich entweicht. Im
Kriege ist der F. viel von den Beobachtern in Fesselballonen
benutzt worden, um sich zu retten, wenn der