Die Schlacht bei Vpern (vierte Phase) 141
XXII. Reservelorps den Rückweg über die Pser. Mit Tränen ohnmächtigen
Zorns in den übernächtigen Augen, zu Tode müde von siegreichen Kämpfen,
betrogen um die Frucht blutiger Erfolge, geborchten Offiziere und Soldaten
dem efsehl, der sie dem Berderben entriß. Da man auf die wenigen Straßen
angewiesen war, die noch aus der Flut ragten, und Sperrfeuer auf den
Vsferdämmen lag, wurde der Rückzug in der Nacht bewerkstelligt. Nachhucen
blieben an erhöhten Hunkten zurück und warteten hinter ihren Maschinengewehren
auf den Feind. Doch der war zu sehr erschüctert, um den Rückzug
der Deutschen in der Nähe zu beunruhigen. Als deutsche Pioniere am
1. November die Schleusenbrlcke von Beverdijk zwischen Schoorbalke und
Pervyse in die Lufe sprengten, war die Masse der deutschen Truppen aus
dem überschwemmten Gebiet herausgezogen.
Die belgische Armee überließ dem Meere, das sie zu Hilfe gerufen
hatte und dem sie ihre Rektung und die Verbündeten die Abwehr des
Durchbruchs verdankten, die Verfolgung und blieb in ihren rückwärtigen
Stellungen liegen. Erst am 3. November fühlten belgische Aufklärer auf
den erhöhten Straßen vor und gelangten im nördlichsten Abschnitt an Lombartzyde
und Mamekensvere heran. Bei Dixmuiden suchte Grosetti
die Umstände zu nühen und den wichtigen Brückenkopf aus der Amllammerung
des XXIII. Reservekorps zu befreien, mußte aber nach blutigen Gefechten
darauf verzichten, das Vorgelände zurückzuerobern. Die Dberschwemmung
brachte die Deutschen um den Sieg und die Verbündeten
um die Möglichkeit, den Angriff an der Pper jemals wieder aufzunehmen.
Die Schlacht bei Bpern (vierte Phase)
9Je stiller es am Unterlauf der Vser wurde, deslo lebhafter flammte die
Schlacht zwischen Dixmiuiden und Bpern und zwischen Bpern und der Lys
auf, denn die deutsche Heeresleitung verzweifelte auch jetzt noch nicht an
der Krönung des Angriffsfeldzuges im Westen.
Als die Deutschen am 2. November vor Bpern wiederum zum Angriff
schritten, hatte die Aberschwemmung zwischen Nieuport und ODixmuiden schon
so weit um sich gegriffen, daß dort ein Salzsee von 40 Quadratkilometern
Umfang entstanden war, der sich in der Richtung Bixschote weiterzufressen
suchte. Um so mehr zog sich infolgedessen die Schlacht um Bpern zusammen,
wo die deutsche Heeresleitung zum lecten Male die positive Entscheidung des
Feldzugs im Westen zu erkämpfen trachteke, um sich mit dem Beharrungszustand
festgefügter Fronten begnügen zu müssen.
Noch einmal pochte sie an die Kraftquelle deutschen Blutes und rief
es zum Kampf auf den nebelverhängten, verwlsteten Fluren, die im Umkreis
des von Bränden durchwühlten Ppern gebreitet lagen und schon in