von 2 und 1 Kreuzer so vielmal erhoben wird,
als vielmal 15 Zentner zur tadung steben.
Im Zuge aufwärts von Strömen muß überdieß
das Weggeld für die Zahl der angespannten
Pferde bezahlt werden.
134. Bei Berechnung des Weggeldes für
die Fuhr= und Botenwägen haben die Hallund
Mautämter vorzüglich zu berücksichtigen,
daß das Weggeld von Gütern und Waaren,
die im tande bleiben, oder welche aus demselben
ziehen, allezeit bis zu jenem Orte innerbalb
der Mautgrenze berechnet werden muß,
wohin die Waaren nach Inhalt der Designationen
gelangen, oder wober sie nach derselben
gebracht werden.
135. Sind die Güter und Waaren nicht
mit Designationen begleitet, und kann sich der
Fuhrmann auch auf andere Art, wegen des Abstoßes,
oder der Abladung derselben, nicht genugend
legitimiren; so muß für dieselben das
Weggeld nach den entferntesten Orten, wohin
oder woher der Fuhrmann andere Güter zur adung
hat, berechnet werden, und es finder für
dieselben keine Ausgleichung und Ruckvergu#
tung statt.
1360. Die Hallämter haben auch insbesondere
noch darauf zu seben, ob bei Güterübergaben
von ausländischen an inländische Fuhrleute
und Boten das bis zu ihren Bestimmungs=Ort
sie trefsende Weggeld an der Grenze shon
ganz, oder nur zum Theile entrichtet wurde.
Im lezten Falle Hat dae Hallamt die Nachzablung
des noch zu entrichtenden Betrages
von dem die Güter übernemmenden inländischen
Fuhrmanne oder Boten zu erheben.
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137. An Orten, wo Gewicheswaagen errichtet
sind, werden die beladenen Wägen darauf
gebracht, und die tast des ganzen Wagens
abgewogen.
138. An Orten aber, wo sich diese Vorrichtung
nicht findet, wird die Zentnerzahl
durch die Waagjettel und Frachtbriefe ausgemittelt,
und das Weggeld nach der schon vorausgegebenen
Bestimmung von lo zu lo Zentner,
mit der weiteren Zugabe von 10 Zencner
für die tast des Wagens, wenn
die Güter-tadung das Gewicht von 60 Zent-“
nern nicht erreicht, berechnet und erboben.
Beträgt aber das Gewicht der tadung über
bo bis go Zentner, so werden für die Wagentast
20 Zentner; beträgt sie über go bis 100
Zentner, zo Zentner; und wenn sie uͤber 100
Zentner betraͤgt, 40 Zentner, immer zur
Weggelds-Berechnung angenommen.
130. Für ganz unbeladene, oder für die
mit einer Ladung von 24 Zentnern nicht beschwerten
Wägen wird das Weggeld blos nach
der Zahl der angespannten Mähnstücke bezahlt.
140. Das Oekonomie-Fuhrwesen mit Getreide,
Holz, Stein, Salz rc. muß, besondere,
wenn die kadung aus Getreide oder Salz bestebt,
durch Schrannen-Kasten; oder Salzamts=
Attestate den Ort der Aufladung nach:
weisen. In diesem Falle wird das Weggeld
nach der Kreuzerbelegung von Mähnstücken,
und nach der in der Fahrt zurückgelegten Stundenzabl
berechnet. Wenn aber der Aufladungs-Ort
nicht nachgewiesen ist, so ist die in dem
Tarif ersichtliche überhauptliche Gebuhr ein:
zufodern.