Volltext : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1813. (8)

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Bataillon  oder  wenigstens  drei  Kompagnien
sich  bilden.

Von  den  Bataillons-Chirurgen,  welche
Oberlieurenanes  Achrung  genießen,  befinder
sich  einer  bei  jedem  Bataillon  eines  Regimenes,
  so  wie  bet  jedem  einzelnen  Bataillon,
  und  auch  da,  wo  sich  drei  Kompagnien
bilden,  ferner  bei  einem  Schüzen=  Korps
oder  einer  Kavallerie-Diwvision.

Ein  Unterchirurg  mit  der  Achtung  eines.
Junkers  besteht  ausser  dem  überall,  wo  die
Anstellung  eines  Bataillons-Chirurgen  gestattet
  ist,  dann  bei  zwei  Fusilier:  Kompag"
nien,  und  überhaupts  bei  jeder  Waffengatung,
  welche  nur  eine  Kompagnie,  Eskadron,
  oder  eine  noch  kleinere  Abtheilung
bildet.

Solche  Unterchirurgen  müssen  aber  eine
wissenschaftliche  Bildung  erhalten  haben,
indem  einfache  Bader  zu  einer  solchen  Anstellung
  nicht  geeignet  sind.

Ein  Zeugwart  mir  der  Achtung  elne
Oberlieutenants  besteht  überall,  wo  wenigstens
  zwei  Fusilier-Kompagnien  sich  bilden.

Ein  Zeugdiener  mit  der  Achtung  eines.
Sergeanten  ist  jedem  Zeugwarte  beigegeben,
und  besteht  auch  da,  wo  nur  eine  Kompagnie,
  ein  Zug,  oder  eine  Sekzion  gebilden
wird,  indem  er  dann  die  Dienste  eines  Zeugwarts
  verrichter.

Ein  Fourier  mit  der  Achtung  eines  Sergeanten,
  befindet  sich  bei  jeder  ganzen  und
halben  Kompagnie  oder  Eskadron;  bei  einer
kleinern  Abtheilung  versieht  ein  Unterofftzier
  dessen  Dienste.  Bel  einem  jedem  Regi-880



ment  ist  ein  Regiments-Tambour,  dei  jedem
Bataillon  ein  Bataillons-Tambour,  ersterer
mit  der  Achtung  eines  Sergeanten,  lezterer
mit  der  Achtung  eines  Korporals  angestelle.

Das  Bürger-Militär  kann  auch  Hautboisten
  haben;  da  wo  ein  Bataillon  und
mehr  bestehen,  haben  dieselben  so  wie  sämcliche
  Trompeter  der  Kavallerie,  Korporals,
der  Musikmeister  Feldwebels,  der  Stabs=Trompeter,
  welchen  eine  Kavallerie=  Division
  allein  zu  führen  berechtiget  ist,  eines
ersten  Wachtmeisters  Achtung.

Es  ist  keincswegs  die  Meinung,  daß  die
durch  diese  neuere  Formazion  hie  und  da
überzählig  werdende  Ober=  oder  Unteroffiziere
  sogleich  reformirt  werden,  sondern  diese
Stellen  haben  nach  und  nach  einzugehen,
indem  dieselben  in  Erledigungs-Fällen  nicht
mehr  ersezt  werden.

Eben  so  bleiben  alle  jene  Individuen,
welche  bisher  rechemäßigerweise  höhere  Titel
führeen,  als  diese  Formazion  zuläßt,  im  Besize
  derselben;  dergleichen  persönliche  Begünstigungen
  dürfen  aber  nicht  an  die  Nachfolger
  übergehen.

Besezung  der  OÖfflziers=  und  Unteroffiziers-Stellen.


G.  33.  Die  Beselung  der  Offziersund
  Unteroffiziers,  Stellen  geschiehr  durch
die  Wahl.

Die  Unceroffiziere  wählt  jedes  Korps
aus  seiner  Mirte.

Die  Wahl  der  Ofszziere  geschiehr  durch
eine  aus  fleben  Glledern  zusammengesezte
Kommission.  ·