Full text: Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1817. (12)

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Sizung 
der geheimen Staats Raths Kom- 
mission. 
  
Folgende Rekurs Gegenstände wurden in 
der Sizung der königlichen Staats Raths Kom- 
mission am 26. August 1817 vorgetragen und 
entschieden: 
1)) Die Slrreitsache des Michael Hatzin= 
ger zu Seining, Landgerichts Vilsho- 
fen im Unterdonau Keise- gegen die 
Gemeinde allda wegen Fahrtweg, Ge- 
meinde Gründe Vertheilung, und Real- 
Ingjurien. *!- 
2)) Der Rekurs des Krämers Georg Herr- 
mann zu Schnaittenbach, Landgerichts 
Amberg im Regenkreise, gegen den 
Krämer Sebastian Mayr allda, we- 
gen Gewerbs Beeinträchtigung. 
3) Der Rekurs des Bartlmd Kürzin- 
ger, Schwaigbesizers zu Graßelfing, 
Landgerichts Dachau im Isarkreise, in 
der Streitsache mit dem Wirthe Martin 
Lidl zu Geiselbuelach und Konsorten 
über das Recht zum Bierschenken. 
4) Die Setreitsache des Kaffeeschenks Frie- 
derich Häckl zu Regensburg, gegen 
den Nadler Georg Hápplmair, und 
säntliche Nadler wegen deß Eigenzhumes 
einer angeblich erkauften realen Nadler- 
und kurzen Waaren= Handlung. 
5)) Die Streit= und Rekurssache der 
Fleischbank berechtigten Wirthe zu Ober- 
günzburg, Candgerichts gleichen Na- 
  
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mens im Ober Donau Kreise, gegen den 
dortigen Hirschenwirth Johann Frie- 
derich, wegen Ausübung einer Metz- 
gers Gerechtigkeit. 
5) Die Streitsache der Schmidischen 
Gantmasse gegen die Gemeinde Neukir- 
chen, Kandgerichts Kötzting im Regen- 
kreise, wegen Kriegskösten, dermal Re- 
stitutrion gegen den Ablauf der Beru- 
funge Nothfrist. 
7) Die Streitsache des Leerhäuslers Frie- 
derich Götzinger in Sollnhofen, 
Landgerichts Monheim im Oberdonau- 
Kreise, gegen die Gemelnde daselbst 
wegen Theilnahme an Gemeinde Rechten. 
  
Umlagen. 
(Die Kriegs Kosten Ausgleichung der Gemeinde 
Bubenreuth Langgerichts Erlangen be- 
treffend.) 
Seine königliche Majestät genehmigten am 
6. September l. J. die Kriegskosten Ausglei- 
chung der Gemeinde Bubenreuth könig- 
lichen Landgerichts Erlangen für die Jahre 
1806 bis 1810 auf die Summe von 6007 f. 
40 kr., und bewilligten zugleich, daß über 
Abzug der gleichheitlich getragenen Lasten der 
nach dem vorliegenden Ausgleichungs Plan 
noch bestehende Ausgleichungs Rest od #18.#fl. 
531 kr. von den minder belastet gewesenen 
Gemeinde Gliedern durch den Orte Vorstand 
unter Aufsicht des königlichen Landgerichts 
Erlangen erhoben, und an die mehr belaste: 
gewesenen Individuen vergütet werde.
	        
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