821
Sizung
der geheimen Staats Raths Kom-
mission.
Folgende Rekurs Gegenstände wurden in
der Sizung der königlichen Staats Raths Kom-
mission am 26. August 1817 vorgetragen und
entschieden:
1)) Die Slrreitsache des Michael Hatzin=
ger zu Seining, Landgerichts Vilsho-
fen im Unterdonau Keise- gegen die
Gemeinde allda wegen Fahrtweg, Ge-
meinde Gründe Vertheilung, und Real-
Ingjurien. *!-
2)) Der Rekurs des Krämers Georg Herr-
mann zu Schnaittenbach, Landgerichts
Amberg im Regenkreise, gegen den
Krämer Sebastian Mayr allda, we-
gen Gewerbs Beeinträchtigung.
3) Der Rekurs des Bartlmd Kürzin-
ger, Schwaigbesizers zu Graßelfing,
Landgerichts Dachau im Isarkreise, in
der Streitsache mit dem Wirthe Martin
Lidl zu Geiselbuelach und Konsorten
über das Recht zum Bierschenken.
4) Die Setreitsache des Kaffeeschenks Frie-
derich Häckl zu Regensburg, gegen
den Nadler Georg Hápplmair, und
säntliche Nadler wegen deß Eigenzhumes
einer angeblich erkauften realen Nadler-
und kurzen Waaren= Handlung.
5)) Die Streit= und Rekurssache der
Fleischbank berechtigten Wirthe zu Ober-
günzburg, Candgerichts gleichen Na-
822
mens im Ober Donau Kreise, gegen den
dortigen Hirschenwirth Johann Frie-
derich, wegen Ausübung einer Metz-
gers Gerechtigkeit.
5) Die Streitsache der Schmidischen
Gantmasse gegen die Gemeinde Neukir-
chen, Kandgerichts Kötzting im Regen-
kreise, wegen Kriegskösten, dermal Re-
stitutrion gegen den Ablauf der Beru-
funge Nothfrist.
7) Die Streitsache des Leerhäuslers Frie-
derich Götzinger in Sollnhofen,
Landgerichts Monheim im Oberdonau-
Kreise, gegen die Gemelnde daselbst
wegen Theilnahme an Gemeinde Rechten.
Umlagen.
(Die Kriegs Kosten Ausgleichung der Gemeinde
Bubenreuth Langgerichts Erlangen be-
treffend.)
Seine königliche Majestät genehmigten am
6. September l. J. die Kriegskosten Ausglei-
chung der Gemeinde Bubenreuth könig-
lichen Landgerichts Erlangen für die Jahre
1806 bis 1810 auf die Summe von 6007 f.
40 kr., und bewilligten zugleich, daß über
Abzug der gleichheitlich getragenen Lasten der
nach dem vorliegenden Ausgleichungs Plan
noch bestehende Ausgleichungs Rest od #18.#fl.
531 kr. von den minder belastet gewesenen
Gemeinde Gliedern durch den Orte Vorstand
unter Aufsicht des königlichen Landgerichts
Erlangen erhoben, und an die mehr belaste:
gewesenen Individuen vergütet werde.