Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1914 (1)

Nr.  16.  1914.  165
Anlage  5.

Bestimmungen

über  den  Zentralausschuß  (Nr.  12  des  am  23.  Dezember  1913  zwischen
Verbänden  der  Arzte  und  der  Krankenkassen  geschlossenen  Abkommens).

5  1.

..nZur  Durchführung  des  am  23.  Dezember  1913  in  Berlin  (Reichsamt  des  Innern)
jiccen  Organiisationen  der  Arzte  und  der  Krankenkassen  geschlossenen  Abkommens
owie  zur  Entscheidung  von  Streitigkeiten,  die  daraus  entstehen,  wird  ein  Zentralausschuß
  eingesetzt.  "

52.

Der  Zentralausschuß  besteht  aus  einem  Vorsitzenden  und  zwölf  Beisitzern.

J  Den  Vorsitzenden  und  Stellvertreter  für  ihn  ernennt  der  Staatssekretär  des
nnern.

Von  den  Beisitzern  wirb  je  einer  ernannt

vom  Königlich  Preußischen  Minister  für  Handel  und  Gewerbe,

vom  Königlich  Preußischen  Minister  des  Innern.  An  die  Stelle  des  Beisiters
  aus  dem  preußischen  Ministerium  des  Innern  tritt  in  Angelegenheiten,
  die  vorzugsweise  Verhältnisse  in  einem  anderen  Bundesstaate
betreffen,  ein  von  der  Regierung  dieses  Bundesstaats  ernannter  Beisitzer.
  Diese  Beisiper  sollen  nicht  den  beteiligten  Verbänden  angehören.

Je  fünf  Beisitzer  werden  auf  die  Dauer  von  fünf  Jahren  von  den  beteiligten
Vereinigungen  der  Arzte  und  der  Krankenkassen  ernannt.  Von  den  ärztlichen  Beisitzern
sollen  zwei  vom  Arztevereinsbund  und  drei  vom  Leipziger  Verbande  benannt  werden;
von  den  Beisitzern  aus  den  Krankenkassen  je  einer  von  jedem  der  beteiligten  Verbände,
von  dem  Hauptverbande  der  Ortskrankenkassen  für  das  Deutsche  Reich  jedoch  zwei.

In  den  Fällen,  in  denen  preußische  Landkrankenkassen  beteiligt  sind,  wirkt  ein  von
dem  Königlich  Preußischen  Minister  für  Landwirtschaft,  Domänen  und  Forsten  ernannter
  Beisitzer  mit  beratender  Stimme  mit.

Ein  weiterer  Beisitzer  soll  mit  beratender  Stimme  zugezogen  werden.  Seine  Ernennung
  erfolgt  in  der  Weise,  daß  die  medizinische  Fakultät  der  Berliner  Universität
nrlcht  wird,  eines  ihrer  Mitglieder  zu  den  Verhandlungen  des  Zentralausschusses  zu
entsenden.  -