Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1914 (1)

170  Nr.  16.  1914.

Ist  ein  Vorgeschlagener  nicht  in  der  vorgeschriebenen  Weise  bezeichnet  und  kommt
der  bevollmächtigte  Vertreter  der  Anfsorderung,  die  Bezeichnung  zu  ergänzen,  nicht  rechteitig
  nach,  so  wird  der  Name  des  unvollstängig  Bezeichneten  gestrichen.  Enthält  eine

orschlagsliste  trotz  etwaiger  Streichungen  eine  größere  als  die  vorgeschriebene  Zahl  von
Bewerbern,  so  werden  die  Vorgeschlagenen  gestrichen,  deren  Namen  den  in  zulässiger
Zahl  vor  ihnen  Genannten  folgen.  Enthält  eine  Vorschlagsliste  weniger  als  die  vorgeschriebene
  Zahl  von  Bewerbern,  so  wird  sie  dadurch  nicht  ungültig.

12.  Die  Anstände  sollen  bis  zum  Ablaufe  des  6.  Tages  vor  dem  Wahltage  beseitigt
  sein.

Spätestens  3  volle  Tage  vor  dem  Wahltage  sind  die  gültigen  Vorschlagslisten  von
n  Wahlleiter  gleichzeitig  mit  ihrer  Bezeichnung  (Nr.  8)  den  Wahlberechtigten  zu  überenden.


13.  Wird  bis  zu  dem  in  Nr.  6  bestimmten  Termine  nur  eine  Vorschlagsliste  von
den  Vorstandsmitgliedern  der  Krankenkassen  oder  den  Arzten  eingereicht,  so  findet  bei
dieser  Gruppe  keine  Wahl  statt.  Die  in  der  Vorschlagsliste  gültig  verzeichneten  Personen
gelten  in  der  erforderlichen  Zahl  in  der  Reihenfolge  des  Vorschlags  als  gewählt.

ill.  Die  Wahl.

14.  Die  Wahl  wird  schriftlich  durch  Abgabe  eines  Stimmzettels  ausgeübt.  Die
Stimmzettel  dürfen  nicht  unterschrieben  sein  und  keinen  Widerspruch  oder  Vorbehalt
enthalten.  Sie  sind  handschristlich  oder  durch  Vervielfältigung  herzustellen.

15.  Die  Stimmzettel  müssen  bis  zum  Ablaufe  der  Wazifesst  bei  dem  Wahlleiter
in  einem  dem  Wahlberechtigten  mit  der  Aufforderung  (Nr.  6)  zu  übersendenden  amtlich
gestempelten  Wahlumschlag  eingehen.  Die  Wahlumschläge  sind  in  einem  äußeren  an  den
Wahlleiter  adressierten  Umschlage  zu  verschließen.  Auf  dem  Wahlumschlage  wird  bei
den  den  Vorstandsmitgliedern  der  Krankenkassen  zugehenden  Umschlägen  amtlich  vor  der
Ülbersendung  die  Stimmenzahl  vermerkt.  Die  Unschläze  für  die  Vertreter  der  Krankenkassen
  und  der  Arzte  müssen  durch  entsprechende  Ausschriften  oder  verschiedene  Farbe
voneinander  unterschieden  sein.  Der  Besitz  des  Wahlumschlags  gilt  als  Wahlausweis.

16.  Es  darf  nur  für  unveränderte  Vorschlagslisten  gestimmt  werden.  Als
verändert  gelten  auch  solche  Vorschlagslisten,  in  welchen  die  Reihenfolge  der  Vorgeschlagenen
geändert  ist.  Es  genügt  aber,  daß  der  Stimmzettel  die  Bezeichnung  der  Liste  (Nr.  8)
enthält,  für  die  der  Wähler  sich  entscheidet.  Im  übrigen  sind  Stimmzettel,  die  von  den
Vorschlagslisten  abweichen,  ungültig.

17.  Die  eingehenden  Wahlumschläge  sind  uneröffnet  getrennt  für  Vertreter  der
Krankenkassen  und  der  Arzte  vom  Wahlleiter  aufzubewahren.

18.  Nach  Ablauf  der  Frist  zur  Einreichung  der  Wahlumschläge  beruft  der  Wahlleiter
#r  Feststellung  des  Wahlergebnisses  einen  im  Arztregister  eingetragenen  Arzt  und  ein

itglied  der  Organe  der  beteiligten  Kassen  zu  Beisitzern.

Der  Wahlleiter  verpflichtet  die  Beisitzer  durch  Handschlag  auf  gewissenhafte  Erfüllung
ihrer  Obliegenheiten.

Der  Wahlleiter  und  die  Beisitzer  bilden  den  Wahlvorstand.  Die  Wahlberechtigten
dürfen  der  Feststellung  des  Wahlergebnisses  beiwohnen.

19.  Der  Wahloorstand  öffnet  die  Wahlumschläge,  nimmt  die  Stimmzettel  heraus
und  vermerkt  auf  ihnen  die  je  auf  ihrem  Umschlag  angegebene  Stimmenzahl.  Sodann  prüft