Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1914 (1)

286  Nr.  27.  1914.

Die  Berechtigung  zum  Empfong  von  Rückzahlungen  hat  der  Abheber  durch  eine
auf  ihn  lautende  Ponhasweiskarse  6  41,  D  nachzuweisen.

IV  Stehen  der  Auszahlun  #  #sostonstalt  ie  erforderlichen  Geldmittel  augenblicklich
  nicht  zur  Versügung,  so  kann  die  Auszahlung  erst  verlangt  werden,  nachbem
die  Mittel  beschafft  sind.

V  Die  Postverwaltung  haftet  für  die  auf  Kreditbrief-Konto  gutgeschriebenen  Beträge
  in  gleicher  Weise  wie  A#r-  ostanweisungen.

Alle  Nachteile,  die  aus  dem  Verlust  oder  der  mißbräuchlichen  Benutzung  des  Postkreditbriefs
  entstehen,  trägt  der  Inhaber.

VI  Ez  werden  erhoben:

1.  für  die  mit  Zahlkarte  zu  leistende  Bareinzahlung  oder  für  die  überwellung
von  einem  Postscheckkonto  die  tarifmäßige  Gebühr  (5  9  der  Postscheckordnung);


2.  für  die  Ausfertigung  des  Postkreditbrietefes  50  Pf.
3.  für  jede  Rückzahlun
#a)  eine  feste  Bevultr  ddo  5  .
d)  eine  Steigerungsgebühr  von  5ßHf.

für  je  100  "  oder  Teile  davon.

Die  Gebühren  unter  1  und  2  werden  bei  der  Bestellung  des  Postkreditbriefs  mit
Zahlkarte  vom  Antragsteller  bar  erhoben,  bei  der  Bestellung  mit  berweisn  vom  Postscheckkonto
  des  Antragstellers  abgebucht.  Die  Rückzahlungsgebühren  (3)  werden  bei
jeder  Abhebung  eingezogen.

VII  Wenn  nach  Ablauf  der  viermonatigen  Gültigkeitsdauer  des  Postkreditbriessz
noch  ein  Restguthaben  verbleibt,  so  wird  dieser  Vettag  auf  Antrag,  dem  der  Postkreditbrief
  mit  den  übriggebliebenen  Quittungsvordrucken  beizufügen  .  von  dem  Postscheckamte,
  das  ihn  ausgefertigt  hat,  an  den  Inhaber  zurückgezahlt.  Die  Rückzahlung  erfolgt
mit  Zahlungsanweisung  oder  durch  Gutschrift  auf  das  gSteeiot  des  Kreditbriefinhaberz.
  Die  Gebühr  für  die  Geldübermittelung  oder  Überweisung  ist  von  dem  Restguthaben
  abzuziehen.

Vorstehende  Bestimmungen  treten  am  1.  Mai  1914  in  Kraft.

Der  Reichskanzler.
In  Vertretung:  Kraetke.

(yBektanntmachung  vom  18.  April  1914,  betrefsend  landesherrliche  Genehmigung
  der  Geschwister  Freytag-Stiftung  zu  Grevesmüllen.

Die  Geschwister  Freytag-Stiftung  zu  Grevesmühlen  ist  heute  landesherrlich
genehmigt  worden.

Schwerin,  den  18.  April  1914.

Großherzoglich  Mecklenburgisches  Justizministerium.
Langfeld.