Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1915 (2)

Nr.  81.  1915.  453

Einlösung  nicht,  so  wird  der  Wechsel  mit  dem  Postauftrag  nochmals
zur  Zahlung  brsezeige
a)  wenn  der  Zahlungstag  des  Wechsels  in  der  Zeit  bis  einschließli
27.  Mai  1915  einkritt“  os  8  schlieklich
am  dreißigsten  Tage  nach  Ablauf  der  Protestfrist  des  Art.  41
Abs.  2  der  Wechselordnung;
b)  wenn  der  Zahlungstag  des  Wechsels  in  der  Zeit  vom  28.  Mai
1915  bis  einschließlich  28.  Juni  1915  eintritt,
am  30.  Juni  1915;
r  wenn  der  Zahlungstag  des  Wechsels  am  29.  Juni  1915  oder  später
eintritt,
am  zweiten  Werktage  nach  dem  Zahlungstage.
Bleibt  die  zweite  Vorzeigung  oder  der  Versuch  zu  dieser
erfolglos,  so  wird  gegen  die  im  Postauftrage  bezeichnete  Person
Protest  nach  den  Vorschriften  der  Wechselordnung  erhoben.

 

B.  statt  des  mit  den  Worten  „Postprotestaufträge  mit  Wechseln,  die  in  Elsaß-Lothringen,
  in  der  Provinz  Ostpreußen  usw.“  beginnenden  und  des  folgenden
  Absatzes  —  Bekanntmachung  vom  16.  März  1915  (Reichs-Gesetzbl.
S.  153)  —:

J.

II.

Postprotestaufträge  mit  Wechseln,  die  in  Elsaß-Lothringen  oder  in  Ostpreußen
  in  den  Regierungsbezirken  Allenstein  und  Gumbinnen  sowie
in  den  Kreisen  Gerdauen  und  Memel  zahlbar  sind,  oder  mit  solchen
in  anderen  Teilen  Ostpreußens  oder  im  Stadtkreise  Danzig  zahlbaren
gezogenen  Wechseln,  die  als  Wohnort  des  Bezogenen  einen  Ort  angeben,
  der  in  einem  der  bezeichneten  Teile  Ostpreußens  (Regierungsbezirke
  Allenstein  und  Gumbinnen,  Kreise  Gerdauen  und  Memel)  liegt,
werden  erst  an  folgenden  Tagen  nochmals  zur  Zahlung  vorgezeigt:
a)  wenn  der  Zahlungstag  des  Wechsels  in  der  Zeit  vom  30.  Juli
1914  bis  einschließlich  29.  Juli  1915  eingetreten  ist,
am  31.  Juli  1915;
b)  wenn  der  Zahlungstag  des  Wechsels  am  30.  Juli  1915  oder  später
eintritt,
am  zweiten  Werktage  nach  dem  Zahlungstage.
Postprotestaufträge  mit  Wechseln,  die  in  den  westpreußischen  Kreisen
Marienburg,  Elbing  Stadt  und  Land,  Stuhm,  Marienwerder,  Rosenberg,
  Graudenz  Stadt  und  Land,  Löbau,  Culm,  Briesen,  Strasburg,
Thorn  Stadt  und  Land  zahlbar  sind,  oder  mit  folchen  im  Stadtkreise
Danzig  zahlbaren  gezogenen  Wechseln,  die  als  Wohnort  des  Bezogenen
einen  Ort  angeben,  der  in  einem  dieser  westpreußischen  Kreise  liegt,
werden  erst  an  Tagen  nochmals  zur  Zahlung  vorgezeigt:
a)  wenn  der  des  Wechsels  in  der  Zeit  vom  30.  Juli
1914  bis  April  1915  eingetreten  ist,
am  31.  Mai  ;
b)  wenn  der  Zahlungstag  des  Wechsels  in  der  Zeit  vom  30.  April
1915  bis  einschließlich  27.  Mai  1915  eintritt,
am  dreißigsten  Tage  nach  Ablauf  der  Protestfrist  des  Art.  41
Abs.  2  der  Wechselordnung;