Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1915 (2)

Nr.  81.  1915.

der  Zahlungstag  des  Wechsels  in  der  Zeit  vom  28.Mai
6  15  bis  „Sehlunih  28.  Juni  1915  eintritt,
am  30.  Juni  1915;  .
4)  wenn  der  Zahlungstag  des  Wechsels  am  29.  Juni  1915  oder

äter  eintritt
spi  weilen  Werktage  nachem,  Hahlungstage.  spreußisch
ilt  von  Postprotestaufträgen  mit  Wechseln,  die  in  den  ostpreußischen
Kreised  eebege  en  s  Friedland,  Heiligenbeil,  Heilsberg,  Königsberg  Stadt
und  Land,  Labiau,  Mohrungen,  Pr.  Eylau,  Pr.  Holland,  Rastenburg  und  Wehlau
zahlbar  find  soweit  sie  nicht  unter  B  7  fallen,  oder  mit  solchen  im  Stadtkreise  Danzig
Kahlbaren  gezogenen  Wechseln,  die  als  Wohnort  des  Bezogenen  einen  Ort  angeben,  der

inem  di  reußischen  Kreise  liegt.  *
"  *.  9  für  A  und  B  —  gilt  der  Fälligkeitstag  des  Wechsels  oder,

wenn  dieser  ein  Sonn=  oder  Feiertag  ist,  der  nächste  Werktag.  Fällt  der  Schlußtag  der
Frist  zur  Vorzeigung  des  Wechsels  auf  einen  Sonn=  oder  Feiertag,  so  wird  der  Wechsel
am  nächsten  Werktage  zur  Zahlung  vorgezeigt.  Die  Postverwaltung  behält  sich  vor,  die
Vorzeigung  der  Wechsel,  deren  Protestfrist  am  31.  Mai  oder  am  30.  Juni  oder  am
31.  Juli  1915  abläuft,  auf  mehrere  vorhergehende  Tage  zu  verteilen.

2.  Die  Anderungen  treten  sofort  in  Kraft.

Berlin,  den  22.  Mai  1915.

Der  Reichskanzler.
In  Vertretung:  Kraetke.

(6)  Bekanntmachung  vom  26.  Mai  1915,  betreffend  die  gesundheitspolizeiliche

Behandlung  der  aus  Rußland  kommenden  russisch-polnischen  Arbeiter  zwecks

Verhinderung  der  Einschleppung  ansteckender  Krankheiten.
Die  Ortspolizeibehörden  werden  hierdurch  angewiesen,  darauf  Bedacht  zu
nehmen,  daß  die  aus  Rußland  kommenden  russisch-polnischen  Arbeiter  am
Beschäftigungsort  bei  Gelegenheit  der  vorgeschriebenen  Pockenimpfung  —  vgl.
die  Vorschriften  der  Bekanntmachungen  vom  29.  April  1908,  Rbl.  Amtl.
Beil.  Nr.  15,  und  vom  18.  Mai  1912,  Abl.  Amtl.  Beil.  Nr.  25  —.,  einer
gründlichen  Untersuchung  auf  den  allgemeinen  Gesundheitszustand  und  nötigenfalls
  der  Entlausung  unterworfen  werden.  Etwaige  cholera-,  fleckfieber=  oder
pockenverdächtige  Personen  sind  unverzüglich  gehörig  abzusondern.

Schwerin,  den  26.  Mai  1915.

Großherzoglich  Mecklenburgisches  Ministerium,  Abteilung  für
Medizinalangelegenheiten.
Im  Auftrage:  Mühlenbruch.