bittert oder müde den Heimatdienst als Buenretiro nach
vollbrachter Arbeit ansah (ich lasse Ausnahmen nakürlich
gerne gelten), hat ungeheuren Schaden getan! Ge—
rade in den letzten Jahren hätte all das, was wir an
Ersatz nachholten und „auskämmten“, durch stärkste und
festeste Hände gehen müssen, ehe es in die Fronk einge—
gliedert wurde. Aus einem Materiale, das zum guten
Teile schon durch Verhetzung wurmstichig oder von pa—
zifistischen Ideen angekränkelt war, hätten in kraftvoller
Erziehungsarbeit pflichttreue Männer gebildet werden
müssen — würdig ihrer Kameraden an der Fronk. Freilich
mit ein paar schönen Redensarken, wie sie für Kriegervereine
und Erinnerungefeste üblich waren, konnke
ein solches Erziehungswerk nicht vollbracht werden. Und
was die Heimak hier versäumte, das konnke später kein
„vaterländischer Unkerrichk“, und wenn er noch so guk gemeink
war, nachholen. Für mein Empfinden hak die Idee,
den Leuten angesichks des Trommelfeuers den ekwa fehlenden
Pakriokismus durch Unkerricht beibringen zu wollen,
übrigens immer ekwas reichlich Naives gehabf. —
Wir haben Leute als Ersatz bekommen, die schon hinausgegangen
waren mit dem Entschlusse, bei der ersten
Gelegenheik die Hände hoch zu heben. — Am schwersten
aber hat sich die Fehlauffassung bei der Besetzung der
veranktworklichen stellvertrekenden Kommandoposten gerächf.
—
Im Gommer und im Frühherbst 18 nun begann
die ausstrahlende Zersetzung auch im besetzken Gebieke
mehr und mehr in Erscheinung zu kreken. Die ursprüngliche
Ordnung hinker der Fronk versiel zusehends. In
den großen Ekappenorken krieben sich Tausende Ver-237