Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1917 (4)

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Die  Verpflegung  ist,  abweichend  von

Nr.  59  1917.

Die  Großherzogtümer  Mecklenburg  an  die  stellv.  34.  Infanterie-Brigade
in  Schwerin.  Für  die  Kreise  Bordesholm,  Eckernförde  und  Ploen  wird
die  Marinestation  der  Ostsee  um  Gestellung  ersucht  werden.

Wegen  Mangel  an  Benzol  kommt  nur  ein  Ausdreschen  mit  Dampfdreschsatz
in  Prage.  Zunächst  ist  die  Heranziehung  der  gewerblichen  Dampfdreschbetriebe
  in  die  Wege  zu  leiten.  Sollten  solche  nicht  vorhanden  bezw.  nicht
betriebsfähig  sein,  so  sind  sofort  Verhandlungen  über  Herleihung  seines
Dampfdreschsatzes  mit  dem  nächsgelegenen  Dampfdreschbesitzer  (meist  au
Gütern)  in  die  Wege  zu  leiten.  Wird  von  dieser  Seite  die  Herleihung  trotz
dringenden  Bedürfnisses  abgelehnt,  so  ist  solches  telegraphisch  nach  hier  zu
melden,  damit  demgegenüber  Maßnahmen  auf  Grund  des  Kriegszustandgesetzes
  getroffen  werden.

st  die  Dreschkolonne  in  einer  Ortschaft  in  Tätigkeit  getreten,  so  verfüge  ich
iermit  auf  Grund  des  Gesetzes  über  den  Belagerungszustand  im  Interesse
der  öffentlichen  Sicherheit,  daß  das  gesamte  noch  im  Stroh  lagernde  Getreide
  ausgedroschen  wird.  Widerstand  hiergegen  wird  auf  Grund  von
"1  Ib  des  genannten  Gesetzes  in  Verbindung  mit  §  1  des  Reichsgesetzes  vom
1.  Dezember  1915,  betreffend  Abänderung  des  Gesetzes  über  den  Belagerungszustand
  vom  4.  Juni  1851  (Röl.  S.  813)  mit  Gefängnis  bis  zu
einem  Jahre,  beim  Vorliegen  mildernder  Umstände  mit  Haft  oder  mit
Geldstrafe  bis  zu  1500  Mark  bestraft.

Über  das  Resultat  des  Erdrusches  bei  den  einzelnen  Landwirten  hat  der
Klorenführer  nach  Getreidearten  getrennt  dem  Landrat  Meldung  zu
erstatten.

Verfügung  über  den  ablieferungspflichtigen  Erdrusch  erfolgt  durch  die

Reichsgetreidestelle  bezw.  das  Reichsfuttermittelamt.

Die  gesamten  Kosten  (Löhnung,  Verpflegung,  Unterkunft,  Transporkkosten

usw.)  für  militärische  Kolonnen  und  Einzelkommandierte  übernimmt  die
Heeresverwaltung.
den  Festsetzungen  der  Verfügung  vom

11.  November  1916  —  Nr.  4443/10.  16.  B.  4.  —  wie  folgt  zu  regeln:

a)  für  jeden  Kommandierten  wird  die  Geldabfindung  in  Höhe  des  Vergütungssatzes
  für  Naturalverpflegung  auf  Grund  des  Kriegsleistungsgesetzes
  mit  1,50  Mark  für  die  volle  Tageskost  (einschließlich  Brot)
gewährt.

b)  die  Lieferung  der  Verpflegung  zu  dem  Satze  von  1,50  Mark  täglich
hat  der  Landwirt  zu  übernehmen,  für  den  die  Kolonne  usw.  beschäftigt
ist.  Die  Bezahlung  erfolgt  zweckmäßig  durch  den  Kolonnenführer  unmittelbar
  an  den  Arbeitgeber.

c)  den  Arbeitgebern  wird  die  Entnahme  von  Verpflegungsmitteln  aus
Truppenbeständen  gegen  Bezahlung  gestattet,  sofern  14  selbst  nicht  über
die  nötigen  Vorräte  verfügen.