Nr. 23. 1918. 169
entfernt liegen. Es empfiehlt sich, die Impfschnitte in der Längsrichtung des Armes
auszuführen. Stärkere Blutungen beim Impfen sind zu vermeiden. Einmaliges Einstreichen
des Impfstoffs in die durch Anspannen der Haut klaffend gehaltenen Schnitte
ist im allgemeinen ausreichend. 6
Das Auftragen des Impfstoffs mit einem Pinsel ist verboten.
Ubriggebliebene Mengen Impfstoff dürfen nicht in das Gefäß zurückgefüllt und
zu späteren Impfungen verwendet werden.
10. Die Erstimpfung hat als erfolgreich zu gelten, wenn mindestens eine
Pustel zur regelmäßigen Entwicklung gekommen ist. Bei der Wiederimpfung genügt für
den Erfolg schon die Bildung von Knötchen oder Bläschen an den Impsstellen.
§5 11. Der Impfarzt ist verpflichtet, etwaige Störungen des Impfverlaufs und
jede wirkliche oder angebliche Nachkrankheit, ferner jede Erkrankung infolge Übertragung
des Impfstoffs auf ungeimpfte Personen in der Umgebung des Impflinges, soweit
sie ihm bekannt werden, tunlichst genau festzustellen und an zuständiger Stelle sofort
anzuzeigen.
D. Privatimpfungen.
§5 12. Für die Privatimpfungen gelten die obigen Vorschriften im § 1 Abs. 4
sowie der 58 4 bis 11.