Volltext : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1918 (5)

Nr.  117.  1918.  899

des  §  50  erweiterten  Befugnisse  dieser  Personen  wird  verwiesen.  Von  der
Landeszentralbehörde  bestimmte  Stelle  ist  die  Landesbehörde  für  Volksernährung.
Zu  AbsK.  2.

Zuständige  Behörde  ist  die  Ortsobrigkeit,  im  ritterschaftlichen  Gebiet  der
Kommissar  des  ritterschaftlichen  Bezirks  des  Kommunalverbandes.

Die  infolge  der  Vornahme  der  Arbeiten  entstehenden  Kosten,  welche  der
Verpflichtete  zu  tragen  hat,  können  durch  Zwangsvollstreckung  im  Verwaltungswege
  beigetrieben  werden.

Über  Beschwerden  entscheidet  die  Landesbehörde  für  Volksernährung  endgültig.


Zu  §  52.
Die  genaue  Beachtung  der  Vorschrift  in  §  52  wird  den  Kommunalverbänden

zur  besonderen  Pflicht  gemacht.  Danach  ist  den  Kommunalverbänden  die  Herstellung
  von  Grieß  nur  mit  Zustimmung  der  Reichsgetreidestelle  gestattet.

VI.  Verbrauchsregelung.

1.  Allgemeine  Vorschriften.
Zu  §  58.
Als  Konditoren  im  Sinne  der  Reichsgetreideordnung  gelten  nicht  Keksund

  ähnliche  Fabrifen,  welche  von  der  Reichsgetreidestelle  nach  8  18  Abs.  1
beliefert  werden

Zu  §  59.
Zu  Buchstabe  c.

Die  Zuteilung  von  Mehl  an  die  Bäcker,  Händler  usw.  darf  nur  durch  eine
behördlich  oder  wenigstens--unter  unmittelbarer  Aufsicht  und  Verantwortung
des  Kommunalverbandes  tätige  Verteilungsstelle  erfolgen,  und  zwar  nur  nach
Verhältnis  des  tatsächlichen  Verbrauchs,  der  durch  vorherige  Ablieferung  der
eingelösten  Brotkartenabschnitte  beziw.  Brotmarken  und  durch  die  gemäß  Ziffer  23

der  Anleitung  zur  Führung  der  Wirtschaftskarte  einzureichende  wöchentliche
Mehlverbrauchsnachweisung  zu  belegen  ist.  Eine  direkte  Mehlzuteilung  durch
die  Mühlen  ohne  entsprechende  Anweisung  der  Mehlverteilungsstelle  ist  verboten
und  nach  §  12  Abs.  2  in  Verbindung  mit  §  80  Abs.  1  Ziffer  11  strafbar.  Die
Leitung  der  Mehlverteilungsstelle  darf  weder  einem  vom
Kommunalverbande  beschäftigten  Müller,  noch  einem  Kom-