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mithin auch das Feldgewerbe zu beruͤcksichtigen
sey, weil außerdem Pachter, Tagelöhner
und andere Gewerbetreibende Personen
nicht mit besteuert werden könnten.
Die déndere Meinung aber erklärte sich
dahin: daß das sogenannte Feldgewerbe der
allgemeinen Besteuerung um deswillen nicht
unterworfen werden könne, weil der Acker
das Betriebskapital seyz werde aber hier
die nothwendige Thatigkeit, um eine Ertragsfähigkeit
zu erhalten, besteuert; so
müsse auch jedes andere Betriebskapital besteuert
werden, z. B. das des Kaufmanns,
des Handwerkers und dergleichen.
Da die Discussion nicht vermögend war,
beide Meinungen zu vereinigen, so stellte
das Directorium die Frage zur Abstimmung
auf: Ist die erweißliche Erwerbsfähigkeit
der Staatsunterthanen,
mithin auch das Feldgewerbe, mit
zu besteuern oder nicht! und es entschieden
25. Stimmen gegen 3. dafür: daß
die erweißliche Erwerbsfähigkeit aller Staatsunterthanen,
nach den angenommenen Grundsätzen
einer gleichmáäßigen Besteuerung, und
sonach auch das Feldgewerbe, mit zu besteuern
sep, weil außerdem das Grund-Princip
einer allgemeinen gleichmäßigen Besteuerung
nicht zur Anwendung kommen könne.
Iwey und dreißigste Sitzung
am Ziusten Januar 181.
Gegenwärtig 28. Abgeoronete.
Der Vortrag über die Besteuerungsangelegenheit
wurde fortgeseht, und zur weitern
Ermittelung der Quoten, zwischen
Grundstücksbesitzern und Nicht-Grundstucksbesitzern
folgende Fragen zur Erörterung
aufgestellt:
1) Sind die auf Feldgrundstücken
und Gebäuden hypothekarisch hafkenden
Schulden in Abzug zu
bringen?
2) Sollen Real-Lasten und
3) soll der Betrag von 8. Grundsteuern,
welche die Grundstücksbesitzer
vorzugsweise zu entrichten
haben, bey der allgemeinen
directen Steuer von der Quote
der Grundeigenthümer in Abzug
gebracht werden?
Die erste Frage anlangend, so hatte
man dabey die Ansicht, daß ben consequenter
Verfolgung des Grundsatzes einer nach
der Leistungsfähigkeit normirten Besteuerung,
das Abziehen der Schulden allerdings als
gerecht und billig erscheine; daß man aber
bey der Ausführung auf unüberwindliche
Schwierigkeiten stoße. Man werde, um sich
der Besteuerung zu entziehen, so viel wie
möglich auf Grundstücke erborgen, das erborgte
Kapital entweder auf andere, viel
mehr werth seyende Grundstücke verwenden,
um noch mehr borgen zu können, oder man
werde die Kapitalien im Auslande auf Interessen
geben, und so nach und nach die
Quote des Grundvermögens auf Nichts reduciren..
Indem man aber dabey, wenn man
gerecht verfahren wolle, nicht blos gerichtlich
versicherte, sondern auch Handschriftschulden
berucksichtigen musse, entstehe theils für den
Kredit, theils auf andere Weise für den
Einzelnen mancherley Nachtheil.
Die auf die Discussion erfolgte Abstimmung
entschied mit 27. Stimmen gegen 1.,
daß Schulden nicht in Abzug gebracht werden
könnten.
Bey der Besprechung über diese Frage,
kam die Rede auch auf die Besteuerung
des Einkommens vom Kapital-Interesse.
Es schien nämlich Mehreren räthlich,
dieses Einkommen nicht zu besteuern,
weil man dadurch den Zinsöfuß erhöhe, und
somit nicht den Gläubiger, sondern den